Schleppender Ausbau von Kindertagesstätten in Rheinland-Pfalz — Mechthild Heil kritisiert die Landesregierung

Zur Förderung des Aus­baus von Kindertagesstät­ten hat der Bund den Län­dern seit 2008 ins­ge­samt über 10 Mil­liar­den Euro zur Ver­fü­gung gestellt – Geld, das in Rhein­land-Pfalz offen­sichtlich nicht effek­tiv genutzt wird. Denn hier fehlen für 16 Prozent der unter Drei­jähri­gen Betreu­ungsplätze, wir bilden zusam­men mit Bre­men, wo 20,2 Prozent der unter Drei­jähri­gen keinen Betreu­ungsplatz haben, und Nor­drhein-West­falen (16,2 Prozent) das Schlus­slicht im Aus­bau der Kindertagesstät­ten. Damit liegt Rhein­land-Pfalz weit über dem bun­desweit­en Durch­schnitt, wie die neuesten Zahlen des Insti­tuts der Deutschen Wirtschaft Köln zeigen.

Obwohl die rhein­land-pfälzis­che Lan­desregierung in den Jahren 2008–2013 103 Mio. Euro vom Bund erhal­ten hat und bis 2018 noch ein­mal auf 26 Mio. zugreifen kann, fehlen tausende Betreu­ungsplätze.

Dazu Mechthild Heil: „So trau­rig und erschreck­end diese Zahlen sind, so wenig haben sie mich über­rascht: Die SPD-geführte Lan­desregierung hat es seit 2008 ver­säumt, die Betreu­ungssi­t­u­a­tion entschei­dend zu verbessern. Obwohl die finanziellen Mit­tel im Über­fluss zur Ver­fü­gung ste­hen, geht der Aus­bau der Kindertagesstät­ten nicht aus­re­ichend voran. Dabei ist es wohl auch kein Zufall, dass auch Bre­men und Nor­drhein-West­falen SPD-geführte Lan­desregierun­gen haben.“

Die für die Verbesserung der Betreu­ungssi­t­u­a­tion bere­it­gestell­ten Mit­tel müssen endlich effek­tiv einge­set­zt wer­den, damit jede Fam­i­lie indi­vidu­ell entschei­den kann, ob und wann sie ihre Kinder in eine Kindertagesstätte geben möchte.