Mechthild Heil MdB (CDU) besuchte den Kreisverband „Donum Vitae“ in Ahrweiler: „Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche soll bestehen bleiben“

Mechthild Heil (r.) mit Monika Wefers bei Donum Vitae in Ahrweiler.

Die CDU-Bun­destags­ab­ge­ord­nete Mechthild Heil informierte sich jet­zt bei der Schwangerschaftsberatungs­stelle „Don­um Vitae“ des Kreis­es Ahrweil­er über die aktuelle Arbeit. Eine der hautamt­lichen Kräfte des Vere­ins, Diplom-Sozialpäd­a­gogin Moni­ka Wefers, berichtete über die Schw­er­punk­te. In den neuen Büroräu­men von „Don­um Vitae“ in der Rotwe­in­straße 7 – 9 find­et die all­ge­meine Schwan­geren­ber­atung und sowie die soge­nan­nte „Kon­flik­t­ber­atung“ satt, aber eben auch die Kinder­wun­schber­atung. Aufk­lärungsar­beit find­et ins­beson­dere in den Schulen des Kreis­es Ahrweil­er statt. Natür­lich wurde im Gespräch auch die aktuell bun­de­spoli­tisch disku­tierte Frage des Wer­be­ver­bots für Schwanger­schaftsab­brüche the­ma­tisiert.

Die Recht­slage in Deutsch­land ist ein­deutig geregelt: eine Schwangerschaftskonflikt­beratung ist nach deutschem Recht gemäß Para­graf 219 des Strafge­set­zbuch­es erforder­lich, damit ein Schwanger­schaftsab­bruch straf­frei durchge­führt wer­den kann. Damit eine Beratungs­bescheini­gung aus­gestellt wer­den kann, muss die Beratungsstelle eine staatliche Anerken­nung haben. Das Bundesverfassungs­gericht ver­langt zudem, dass die Kon­flik­t­ber­atung organ­isatorisch getren­nt sein muss von den Kliniken, in denen Schwanger­schaftsab­brüche vorgenom­men wer­den, damit keine unzuläs­sige Verquick­ung von Beratung und finanziellem Inter­esse möglich ist. Zusät­zlich wird im Para­graf 219a ver­boten, dass Ärzte für Schwanger­schaftsab­brüche wer­ben dür­fen.

Mechthild Heil bezieht dazu ein­deutig Posi­tion: „Frauen in Schwanger­schaft­skon­flik­ten haben selb­stver­ständlich ein Recht auf Infor­ma­tion und freie Arzt­wahl. Schwangerschafts­abbrüche sind aber keine nor­malen medi­zinis­chen Ein­griffe. Diese Beratung dient, wie expliz­it im Para­graf 219 geregelt, dem Schutz des unge­bore­nen Lebens. Sie ist in dop­pel­ter Anwaltschaft für Mut­ter und Kind ergeb­nisof­fen, da der Schutz des unge­bore­nen Lebens nur gemein­sam mit der Mut­ter funk­tion­iert. Der Para­graf 219a fol­gt diesem Ansatz kon­se­quent, indem er die öffentliche Wer­bung für Schwanger­schaftsabbrüche ver­bi­ete. Frauen erfahren in Beratungsstellen — wie denen des Trägers Don­um Vitae e.V. — eine umfan­gre­iche indi­vidu­elle Beratung, die sie zu ein­er eigen­ständi­gen Gewissensentschei­dung befähigt. Dazu gehört auch die Aufk­lärung über Möglichkeit­en und Modal­itäten eines Abbruch­es. Sollte eine Frau sich für einen Schwangerschafts­abbruch entschei­den, ste­ht ihr selb­stver­ständlich eine sach­liche, indi­vidu­elle Beratung durch den aus­führen­den Arzt zu. Diese Beratung fällt nicht unter das Ver­bot der öffentlichen Wer­bung.“

Die Christ­demokratin zeigt sich sehr zufrieden, dass der Ver­such im Deutschen Bun­destag gescheit­ert ist, gegen die CDU/CSU eine Abstim­mung über die Aufhe­bung des Wer­be­ver­bots her­beizuführen.