Verbraucherschutz-Philosophie

Verbraucherschutz-Philosophie

Ver­brauch­er­schutz berührt als Quer­schnitts­the­ma so gut wie alle Poli­tik­felder – von der Gesund­heits- über die Wirtschafts- bis hin zur Ernährungspoli­tik. Jed­er Men­sch ist auch, meist mehrfach täglich, Ver­brauch­er: er kauft im Super­markt ein, schließt einen Handy-Ver­trag ab, nimmt beim Arzt eine IGe-Leis­tung in Anspruch, wech­selt seinen Stro­man­bi­eter, surft im Inter­net, schließt eine pri­vate Altersvor­sorge ab, investiert in einen Aktien­fonds und so weit­er… Ziel unser­er Ver­braucher­poli­tik ist es, die Inter­essen der Ver­brauch­er in allen Lebens­bere­ichen zu schützen und zu stärken und dafür zu sor­gen, dass die Ver­brauch­er der Wirtschaft auf Augen­höhe begeg­nen kön­nen.

Wir wollen unlautere Geschäfts­ge­baren ver­hin­dern und den Bürg­er befähi­gen, selb­st­bes­timmt Entschei­dun­gen zu tre­f­fen. Der Einzelne soll nicht erzo­gen oder gar staatlich bevor­mundet wer­den. Der Staat ist nicht der bessere Ver­brauch­er! Wir sagen „Ja“ zu Ver­ant­wor­tung und der Frei­heit der Entschei­dung der Ver­brauch­er.

Unternehmen und Ver­brauch­er sind zwei Seit­en ein­er Medaille. Bei­de Seit­en brauchen die jew­eils andere. Ich set­ze mich dafür ein, dass Ver­brauch­er den Unternehmen auf Augen­höhe begeg­nen kön­nen. Ich ste­he für eine mod­erne Ver­braucher­poli­tik, die die Wirtschaft fordert, die Ver­brauch­er unter­stützt und anerken­nt, dass man Ver­braucher­poli­tik nicht nach star­ren Leit­bildern aus­richt­en kann und es ganz unter­schiedliche Typen von Ver­brauch­ern gibt, die unter­schiedliche Bedürfnisse haben. Ein All­heilmit­tel ist dabei wed­er Trans­parenz noch die Ver­braucher­in­for­ma­tion. Infor­ma­tio­nen alleine helfen nicht: sie müssen ver­ständlich, rel­e­vant und über­sichtlich sein. Vor diesem Hin­ter­grund nehme ich in Kauf, dass sich die meis­ten ver­braucher­poli­tisch rel­e­van­ten Fra­gen nicht mit einem medi­en­wirk­samen Schlag­wort beant­worten lassen, son­dern gute Analy­sen und dif­feren­zierte Antworten notwendig sind.

In dieser Wahlpe­ri­ode ste­hen für mich die staatliche Altersvor­sorge, der finanzielle Ver­brauch­er­schutz und der Daten­schutz im Fokus. Konkret heißt das: für den besseren Schutz der Ver­brauch­er, ins­beson­dere auf dem soge­nan­nten Grauen Kap­i­tal­markt, muss die Bun­de­sanstalt für Finanz­di­en­stleis­tungsauf­sicht (BaFin) mit mehr Kon­troll- und Ein­griff­s­möglichkeit­en aus­ges­tat­tet wer­den. Schon im Koali­tionsver­trag haben wir beschlossen, dass der Ver­brauch­er­schutz ein wichtiges Ziel der Auf­sicht­stätigkeit der BaFin wer­den soll. Um die Ver­brauch­er bess­er vor Über­schul­dung zu schützen, wollen wir einen Warn­hin­weis beim Über­tritt in den Dis­po­si­tion­skred­it ein­führen und zudem für mehr Trans­parenz sor­gen. Nach­haltig­ster Ver­brauch­er­schutz ist aber immer die Ver­braucher­bil­dung. Auch hier wer­den wir anset­zen und die Stärkung der Finanzkom­pe­tenz vorantreiben. Des Weit­eren wollen wir die staatlich geförderte Altersvor­sorge ver­braucher­fre­undlich­er gestal­ten, z. B. indem Ver­wal­tungskosten begren­zt wer­den.

Außer­dem müssen Ver­brauch­er in der dig­i­tal­en Welt bess­er geschützt sein. Ich set­ze mich vor allem für ein Recht auf Löschen der eige­nen Dat­en ein und für ver­braucher­fre­undliche Vor­e­in­stel­lun­gen, die sich auf die zur Nutzung der App, des Pro­gramms oder des Geräts notwendi­gen Ein­stel­lun­gen beschränken.

Mir liegt ein The­ma ganz beson­ders am Herzen: die gesund­heitliche Präven­tion. Ich möchte, dass die Men­schen Lust auf einen indi­vidu­ell gesun­den Lebensstil haben, dass sie Spaß daran haben, sich aus­ge­wogen zu ernähren und sich aus­re­ichend zu bewe­gen. Das soll aber nicht über Zwang und Ver­bote geschehen, son­dern durch Aufk­lärung und Moti­va­tion.

Ich freue mich über Anre­gun­gen, Kri­tik und Fra­gen von Ihnen! Wen­den Sie sich dazu gern an mich und mein Team.