22. Dezem­ber 2011

Heil/Vogel: — Gebäudesanierung ist Grundpfeiler der Energiewende

Bun­des­bau­mi­nis­ters Peter Ram­sau­er hat gefor­dert die staat­li­chen För­der­mit­tel für die ener­gie­spa­ren­de Gebäu­de­sa­nie­rung im Jah­re 2012 auf zwei Mil­li­ar­den Euro auf­zu­sto­cken. Hier­zu erklä­ren die Ver­brau­cher­schutz­be­auf­trag­te der CDU/C­­SU-Bun­­­des­­tags­­­frak­­ti­on, Mecht­hild Heil und der Bericht­erstat­ter für das ener­ge­ti­sche Bau­en, Volk­mar Vogel. „Das größ­te Poten­ti­al zur Errei­chung unse­rer Zie­le beim Kli­ma­schutz und zur Stei­ge­rung der Ener­gie­ef­fi­zi­enz liegt im Gebäu­de­be­stand. Wir ver­brau­chen 40 Pro­zent unse­rer Ener­gie für öffent­li­che und pri­va­te Gebäu­de. Drei Vier­tel des rund 18 Mio. Gebäu­de umfas­sen­den Wohn­be­stands wur­de noch vor der ers­ten Wär­me­schutz­ver­ord­nung 1979 errich­tet. Hier gibt es den größ­ten ener­ge­ti­schen Sanie­rungs­be­darf, denn der Alt­be­stand ver­braucht 90 Pro­zent der für Gebäu­de aus­ge­ge­be­nen Energie.Bisher sah das Ener­gie­kon­zept der Bun­des­re­gie­rung vor, bis 2020 den Wär­me­be­darf von Gebäu­den um 20 Pro­zent zu ver­min­dern. Das wird aber in Zukunft nicht aus­rei­chen, wenn wir durch einen frü­he­ren Aus­stieg aus der Kern­ener­gie weni­ger Ener­gie zur Ver­fü­gung haben wer­den. Das Sechs-Pun­k­­te Pro­gramm von Umwelt­mi­nis­ter Nor­bert Rött­gen (CDU) und sei­nem Wirt­schafts­kol­le­gen Rai­ner Brü­der­le (FDP) zeigt die Wege auf, die dann beschrit­ten wer­den müssen.Dazu gehört die kon­se­quen­te Stei­ge­rung der Ener­gie­ef­fi­zi­enz bei Gebäu­den unter Beach­tung des gel­ten­den Wirt­schaft­lich­keits­ge­bots. Dies spart Strom, ver­min­dert Koh­len­di­oxid und sta­bi­li­siert die Ener­gie­kos­ten für die Kun­den. Eine staat­li­chen För­de­rung, die ein sol­ches Ziel unter­stützt, wirkt als Job-Motor für das Hand­werk. Bis­her hat das 2006 gestar­te­te Pro­gramm Inves­ti­tio­nen in Höhe von 70 bis 80 Mil­li­ar­den Euro ausgelöst.Wir soll­ten die Ver­brau­cher nicht allei­ne las­sen, die bereit sind, nach­hal­tig in ihre Immo­bi­lie zu inves­tie­ren. Der­je­ni­ge, der ener­ge­tisch saniert oder alters­ge­recht umbaut muss mehr auf­wen­den, als er kurz- und mit­tel­fris­tig ein­spa­ren kann. Des­halb soll­ten wir mit För­der­mit­teln oder Abschrei­bungs­mög­lich­kei­ten gezielt Anrei­ze setzen.“