5. Mai 2013

Mechthild Heil MdB (CDU) besuchte Zoo Neuwied – Befürchtungen wegen neuem Säugetiergutachten — „Artgerechte Tierhaltung in Zoos weiter ermöglichen“

Die CDU-Bun­­­des­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­te Mecht­hild Heil besuch­te jetzt den Neu­wie­der Zoo, um sich über aktu­el­le fra­gen der Tier­hal­tung in Zoo­lo­gi­schen Gär­ten zu infor­mie­ren. Emp­fan­gen wur­de sie von Direk­tor Mir­ko Thiel und sei­ner Stel­le­ver­tre­te­rin Jas­min Kucken­berg. Der Wirt­schafts­be­ra­ter des Neu­wie­der Zoos und gleich­zei­tig Prä­si­dent der „Gemein­schaft deut­scher Zoo­för­de­rer“, Die­ter Rol­lepatz, hat­te die Christ­de­mo­kra­tin zu die­sem Mei­nungs­aus­tausch ein­ge­la­den, weil sich zur­zeit ein neu­es „Säu­ge­tier­gut­ach­ten“ in der Erar­bei­tung befin­det. Zum Hin­ter­grund: in Deutsch­land wird der Weg beschrit­ten, die zum Teil unbe­stimm­ten Rechts­be­grif­fe des Tier­schutz­ge­set­zes durch Gut­ach­ten aus­zu­fül­len. Schwer­punkt sind all­ge­mein­gül­ti­ge Anfor­de­run­gen an die Hal­tung von Tie­ren, die ins­be­son­de­re natür­lich für Zoos und Wild­parks gel­ten. Die­ses Gut­ach­ten dient sowohl den zustän­di­gen Behör­den der Län­der als auch den Tier­hal­tern als Ori­en­tie­rungs­hil­fe bei der Ein­rich­tung, Geneh­mi­gung und Über­wa­chung von Tier­hal­tun­gen. Am bis­he­ri­gen Stand des kom­men­den Säu­ge­tier­gut­ach­tens schei­den sich die Geis­ter, denn nach Ansicht der Zoo­lo­gi­schen Gär­ten unter­neh­men es die Tier­schutz­or­ga­ni­sa­ti­on durch über­zo­ge­ne For­de­run­gen, den Bestand der Zoos ins­ge­samt zu gefähr­den. Ins­be­son­de­re wer­den uto­pisch gro­ße Gehe­ge für die Tie­re gefordert.Mechthild Heil über­zeug­te sich bei einem Rund­gang durch die Anla­gen in Neu­wied von den gro­ßen Anstren­gun­gen, die hier unter­nom­men wur­den, um Stück für Stück zeit­ge­mä­ße Anfor­de­run­gen an die Wild­tier­hal­tung umzu­set­zen. Dies ist zuletzt etwa beim Men­schaf­fen­haus oder im neu­en Exo­ta­ri­um mit hohen Inves­ti­tio­nen umge­setzt wor­den. Für die Christ­de­mo­kra­tin gilt es bei der Bedeu­tung der Zoos die Fra­gen des Arten- und Erhal­tungs­schut­zes, der For­schung, der Nah­erho­lung und der Bil­dung, ins­be­son­de­re für Schul­klas­sen, im Auge zu behal­ten. „Die von den Zoos, Tier­gär­ten und Wild­ge­he­gen auf die­sem Gebiet geleis­te­te Arbeit gilt es anzu­er­ken­nen und ihren Bestand nicht durch über­höh­te Ansprü­che zu gefähr­den“. Die Christ­de­mo­kra­tin beton­te auch die Bedeu­tung des Zoos Neu­wied als Anzie­hungs­punkt für ihren Wahl­kreis Ahr­­wei­­ler-May­­en sowie im gesam­ten nörd­li­chen Rhein­­land-Pfalz bis in den Bon­ner Raum hinein.Im Neu­wie­der Zoos ste­hen zur­zeit wei­te­re Inves­ti­tio­nen an, so wird in den nächs­ten Jah­ren ein aus der Grün­der­zeit stam­men­des Gebäu­de durch ein moder­ne , neu­ge­stal­te­te Hal­le ersetzt, die Papa­gei­en­hal­tung ver­bes­sert und die Gepar­den­zucht­an­la­ge renoviert.Dieter Rol­lepatz dazu: „Wir als Zoo­för­de­rer stre­ben best­mög­li­che Hal­tungs­be­din­gun­gen an und unter­stüt­zen unse­re Zoos, Tier­gär­ten und Wild­ge­he­ge die­se Auf­ga­be zu erfül­len. Wir hal­ten jedoch über­zo­ge­ne For­de­run­gen für unan­ge­mes­sen. So ent­steht der Ein­druck, dass mit die­sen For­de­run­gen einem Hal­tungs­ver­bot ein­zel­ner Tier­ar­ten Vor­schub geleis­tet wer­den soll.“