25. Mai 2016

Mechthild Heil MdB (CDU) besucht Akademie für Notfallplanung und Zivilschutz in Bad Neuenahr-Ahrweiler – Betonbauer Hachmeister aus Andernach liefert Unterkünfte: Zweckmäßige Betonfertighäuser für Flüchtlinge wurden schnell entwickelt

Die CDU-Bun­­­des­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­te Mecht­hild Heil besucht jetzt die Aka­de­mie für Not­fall­pla­nung und Zivil­schutz (AKNZ) in Bad Neu­en­­ahr-Ahr­­wei­­ler. In die­ser Erst­auf­nah­me­ein­rich­tung des Lan­des wer­den Flücht­lin­ge für eini­ge Zeit betreut, bevor sie auf die Kom­mu­nen in Rhein­­land-Pfalz ver­teilt wer­den. Kon­kre­ter Anlass des Besu­ches der Christ­de­mo­kra­tin war die Aus­ge­stal­tung der Wohn­mög­lich­kei­ten. Mar­tin Hach­meis­ter, Beton­bau­un­ter­neh­mer aus Ander­nach, hat­te im ver­gan­ge­nen Herbst ange­sichts der dama­li­gen dra­ma­ti­schen Flücht­lings­zah­len sei­nen soge­nann­ten „Beton-Shel­­ter“ ent­wi­ckelt und 60 davon im AKNZ aufgebaut.
Bei den Unter­künf­ten han­delt es sich um 15 Qua­drat­me­ter gro­ße Räu­me, in denen jeweils 6 Per­so­nen zum Schla­fen unter­ge­bracht wer­den kön­nen. Die Fer­tig­ge­bäu­de sind jeweils in zwei Ein­hei­ten anein­an­der­ge­baut und kön­nen schnell abge­baut und per LKW trans­por­tiert wer­den. Mecht­hild Heil, ihres Zei­chens Archi­tek­tin, über­zeug­te sich vor Ort von der Neu­ent­wick­lung, die durch Infra­rot­strah­ler ein­fach beheiz­bar sind und auch über Strom­an­schlüs­se ver­fü­gen. Mit Kos­ten von etwas über 15.000 Euro pro Shel­ter sind die Unter­künf­te recht preis­wert, was natür­lich nur durch hohe Stück­zah­len mög­lich ist, so Hach­meis­ter. Mitt­ler­wei­le gibt es auch aus dem Aus­land Inter­es­sen­be­kun­dun­gen für sei­ne Entwicklung.
Achim Haag, Kreis­vor­sit­zen­der des Deut­schen Roten Kreu­zes, infor­mier­te die Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te vor Ort über die Betreu­ungs­leis­tun­gen sei­ner Orga­ni­sa­ti­on für die Flücht­lin­ge. Die Kapa­zi­tä­ten im AKNZ, einer Ein­rich­tung des Bun­des, rei­chen für etwa 300 Per­so­nen, zur­zeit sei­en 77 Plät­ze belegt, so Haag. Auf­grund eines Amts­hil­fe­er­su­chens des Lan­des Rhein­­land-Pfalz hat­te die AKNZ vor einem hal­ben Jahr rund 300 Flücht­lin­ge aus unter­schied­li­chen Län­dern auf­ge­nom­men. Nach­dem in den ers­ten Mona­ten der vor­han­de­nen Gebäu­de­be­stand und zel­te genutzt wer­den muss­ten, hat sich die Unter­­brin­­gungs- und Sani­tär­s­i­tua­ti­on durch die Beton-Shel­­ter aus Ander­nach deut­lich ver­bes­sert. Mecht­hild Heil begrüß­te es sehr, dass die Flücht­lin­ge in Bad Neu­en­­ahr-Ahr­­wei­­ler zweck­mä­ßig unter­ge­bracht sind. In Gemein­schafts­räu­men wer­den die Mahl­zei­ten ein­ge­nom­men, für die Klein­kin­der gibt es drin­nen und drau­ßen Spiel­mög­lich­kei­ten. Die Schul­kin­der wer­den vor Ort unter­rich­tet, eben­so gibt es Deutschkurse.