25. Juli 2018

Mechthild Heil MdB (CDU) besuchte Apollinaris-Kirche in Remagen: Denkmalschutzmittel des Bundes sollen bei Sanierung der gusseisernen Turmspitzen helfen

In die­sen Wochen fin­det die tra­di­tio­nel­le Apol­­li­­na­­ris-Wal­l­­fahrt in Rema­gen statt; zen­tra­ler Ort für vie­le Gläu­bi­ge ist die Apol­­li­­na­­ris-Kir­che auf der Anhö­he am Rhein. Aber auch im übri­gen Jahr ist die berühm­te Kir­che Anzie­hungs­punkt für vie­le reli­gi­ös und kunst­his­to­risch beweg­te Men­schen. Die CDU-Bun­­­des­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­te Mecht­hild Heil traf sich dort jetzt mit Ver­tre­tern des Bis­tums Trier, um über anste­hen­de, drin­gen­de Sanie­rungs­ar­bei­ten zu spre­chen. Seit Anfang Febru­ar 2018 ist bekannt, dass gra­vie­ren­de Schä­den an den guß­ei­ser­nen Turm­hel­men und sta­ti­sche Pro­ble­me bei den Maßwerk­brüstungen bestehen. Mög­li­cher­wei­se lie­gen die Ursa­chen dafür in falsch durch­ge­führ­ten Sanie­rungs­maß­nah­men vor eini­gen Jahr­zehn­ten. In jedem Fall, so erfuhr Mecht­hild Heil, ste­hen die Exper­ten vor einer gro­ßen Heraus­forderung, denn ein­schlä­gi­ge Erfah­rung bei der Sanie­rung von guss­ei­ser­nen Bauelemen­ten aus dem 19. Jahr­hun­dert gibt es nicht.
Mecht­hild Heil, selbst Archi­tek­tin und Vor­sit­zen­de des Bau­aus­schus­ses des Deut­schen Bun­des­ta­ges, betont den bau­ge­schicht­li­chen Rang des Bau­wer­kes: „Die Apol­li­na­ris­kir­che ist sicher die bedeu­tends­te neu­go­ti­sche Kir­che des Rhein­lan­des; sie wur­de im Jahr 1857 fer­tig­ge­stellt. Der Archi­tekt Ernst Fried­rich Zwir­ner bau­te in der Fol­ge auch am Köl­ner Dom, die Innen­fres­ken stam­men von den Naza­re­nern der Düs­sel­dor­fer Schu­le unter Wil­helm von Scha­dow. Ins­ge­samt han­delt es sich um ein Sakral-Bau­­­werk von herausge­hobener natio­na­ler Bedeu­tung.“ Die jetzt ent­deck­ten Schä­den müs­sen drin­gend beho­ben wer­den, vor allem auch, um eine Gefahr für die Kir­chen­be­su­cher zu ver­mei­den. Aktu­ell steht eine Scha­dens­kar­tie­rung mit Ent­wick­lung eines Maß­nah­men­kon­zep­tes an, das nach den Vor­ga­ben der Lan­des­denk­mal­pfle­ge Rhein­­land-Pfalz durch ein renom­mier­tes Fach­bü­ro erfol­gen soll. Eine Not­si­che­rung durch ein Metall­netz kann nur für etwa  6 bis 12 Mona­te effek­tiv blei­ben wird.
Mecht­hild Heil sag­te vor Ort Unter­stüt­zung zu und hat sich mitt­ler­wei­le an die Beauf­trag­te der Bun­des­re­gie­rung für Kul­tur, Staats­mi­nis­te­rin Moni­ka Grüt­ters MdB, gewandt. In deren Etat wer­den die Mit­tel des Bun­des für den Denk­mal­schutz ver­wal­tet. Grüt­ters hat in Ihrer Ant­wort bereits gewis­se Aus­sich­ten für Zuschüs­se gege­ben. Der Deut­sche Bun­des­tag habe für das Jahr 2018 wei­te­re Mit­tel zur Fort­set­zung der sehr erfolg­rei­chen Den­k­­mal­­schutz-Son­­der­­pro­­gram­­­me in ihrem Kul­tur­etat ein­ge­plant, so Grüt­ters. Zur­zeit wer­den die För­der­richt­li­ni­en des Bun­des über­ar­bei­tet; eine abschlie­ßen­de Ent­schei­dung über Zuschuss­mit­tel soll dann vier­ten Quar­tal 2018 getrof­fen werden.