Mechthild Heil MdB (CDU) besuchte Apollinaris-Kirche in Remagen: Denkmalschutzmittel des Bundes sollen bei Sanierung der gusseisernen Turmspitzen helfen

Mechthild Heil MdB (CDU) an der Apollinariskirche mit Bistumsarchitekt Peter Peters (l.) und Peter Schuh vom Bischöfliches Generalvikariat in Trier.

In diesen Wochen find­et die tra­di­tionelle Apol­li­naris-Wall­fahrt in Rema­gen statt; zen­traler Ort für viele Gläu­bige ist die Apol­li­naris-Kirche auf der Anhöhe am Rhein. Aber auch im übri­gen Jahr ist die berühmte Kirche Anziehungspunkt für viele religiös und kun­sthis­torisch bewegte Men­schen. Die CDU-Bun­destagsab­ge­ord­nete Mechthild Heil traf sich dort jet­zt mit Vertretern des Bis­tums Tri­er, um über anste­hende, drin­gende Sanierungsar­beit­en zu sprechen. Seit Anfang Feb­ru­ar 2018 ist bekan­nt, dass gravierende Schä­den an den gußeis­er­nen Turmhel­men und sta­tis­che Prob­leme bei den Maßwerk­brüstungen beste­hen. Möglicher­weise liegen die Ursachen dafür in falsch durchge­führten Sanierungs­maß­nah­men vor eini­gen Jahrzehn­ten. In jedem Fall, so erfuhr Mechthild Heil, ste­hen die Experten vor ein­er großen Heraus­forderung, denn ein­schlägige Erfahrung bei der Sanierung von gus­seis­er­nen Bauelemen­ten aus dem 19. Jahrhun­dert gibt es nicht.

Mechthild Heil, selb­st Architek­tin und Vor­sitzende des Bauauss­chuss­es des Deutschen Bun­destages, betont den baugeschichtlichen Rang des Bauw­erkes: „Die Apol­li­nariskirche ist sich­er die bedeu­tend­ste neu­go­tis­che Kirche des Rhein­lan­des; sie wurde im Jahr 1857 fer­tiggestellt. Der Architekt Ernst Friedrich Zwirn­er baute in der Folge auch am Köl­ner Dom, die Innen­fresken stam­men von den Nazaren­ern der Düs­sel­dor­fer Schule unter Wil­helm von Schad­ow. Ins­ge­samt han­delt es sich um ein Sakral-Bauw­erk von herausge­hobener nationaler Bedeu­tung.“ Die jet­zt ent­deck­ten Schä­den müssen drin­gend behoben wer­den, vor allem auch, um eine Gefahr für die Kirchenbe­such­er zu ver­mei­den. Aktuell ste­ht eine Schaden­skartierung mit Entwick­lung eines Maß­nah­menkonzeptes an, das nach den Vor­gaben der Lan­des­denkmalpflege Rhein­land-Pfalz durch ein renom­miertes Fach­büro erfol­gen soll. Eine Not­sicherung durch ein Met­all­netz kann nur für etwa  6 bis 12 Monate effek­tiv bleiben wird.

Mechthild Heil sagte vor Ort Unter­stützung zu und hat sich mit­tler­weile an die Beauf­tragte der Bun­desregierung für Kul­tur, Staatsmin­is­terin Moni­ka Grüt­ters MdB, gewandt. In deren Etat wer­den die Mit­tel des Bun­des für den Denkmalschutz ver­wal­tet. Grüt­ters hat in Ihrer Antwort bere­its gewisse Aus­sicht­en für Zuschüsse gegeben. Der Deutsche Bun­destag habe für das Jahr 2018 weit­ere Mit­tel zur Fort­set­zung der sehr erfol­gre­ichen Denkmalschutz-Son­der­pro­gramme in ihrem Kul­ture­tat einge­plant, so Grüt­ters. Zurzeit wer­den die Förder­richtlin­ien des Bun­des über­ar­beit­et; eine abschließende Entschei­dung über Zuschuss­mit­tel soll dann vierten Quar­tal 2018 getrof­fen wer­den.