CDU-Bundestagsabgeordnete Mechthild Heil ruft zur Teilnahme auf — Bundespreis geht in seine vierte Runde: „Zu gut für die Tonne!“

Die Bewer­bungsphase für den Bun­de­spreis „Zu gut für die Tonne!“ ist ges­tartet. Das Bun­desmin­is­teri­um für Ernährung und Land­wirtschaft (BMEL) würdigt mit dem Preis bere­its seit 2016 her­aus­ra­gende Ideen und Pro­jek­te zur Reduzierung von Lebens­mit­te­labfällen. Dazu erk­lärt die Bun­destagsab­ge­ord­nete Mechthild Heil MdB: „Jed­er von uns wirft im Durch­schnitt im Jahr min­destens 55 Kilo­gramm Lebens­mit­tel weg. Dabei wäre die Hälfte der Lebens­mit­te­labfälle ver­mei­d­bar gewe­sen. Ver­schrumpelte, eingetrock­nete, aber eigentlich noch  genießbare Lebens­mit­tel, die nur durch die falsche Lagerung unansehn­lich gewor­den sind, hart gewor­dene Back- und Teig­waren oder kurz über das Min­desthalt­barkeits­da­tum abge­laufene Lebens­mit­tel zum Beispiel sind oft­mals ver­mei­d­bar.“

Das sind wertvolle Ressourcen, die ver­loren gehen: Es fließen allein 820 Liter Wass­er, bis ein Kilo Äpfel geern­tet ist. Und man darf nicht vergessen, dass bei der Pro­duk­tion von Lebens­mit­teln auch Emis­sio­nen entste­hen. Das alles war umson­st, wenn man das Lebens­mit­tel weg­wirft. Unser Ziel ist es, die ver­mei­d­baren Lebens­mit­te­labfälle bis zum Jahr 2030 zu hal­bieren – ein Ziel, dass wir nur alle gemein­sam erre­ichen kön­nen. Es freut mich, dass das Umdenken begonnen hat und sich Jahr für Jahr Ver­brauch­er auf den Weg zu weniger Ver­schwen­dung auf­machen – ob ehre­namtlich oder inner­halb eines Unternehmens, ob mit neuar­ti­gen Pro­duk­ten oder tra­di­tionellen Meth­o­d­en. Der Zu gut für die Tonne!- Bun­de­spreis für Engage­ment gegen Lebens­mit­telver­schwen­dung 2019 würdigt dieses ein­drucksvolle Engage­ment in sein­er ganzen Vielfalt.“

Vergeben wird er in den Kat­e­gorien Land­wirtschaft & Pro­duk­tion, Han­del, Gas­tronomie sowie Gesellschaft & Bil­dung sowie – ganz neu in 2019 – in der Rubrik Dig­i­tal­isierung. Zusät­zlich wer­den zwei Förder­preise vergeben, die mit je 10.000 Euro bzw. 5.000 Euro dotiert sind, so dass ins­ge­samt sieben Ausze­ich­nun­gen ver­liehen wer­den. Am Wet­tbe­werb kann jed­er teil­nehmen: Unternehmen, Gas­tronomen, Land­wirte, wis­senschaftliche Ein­rich­tun­gen, Behör­den, Kom­munen, Vere­ine, Ini­tia­tiv­en eben­so wie Pri­vat­per­so­n­en. Bewer­bun­gen für den Bun­de­spreis sind ab sofort möglich unter www.zugutfuerdietonne.de/bundespreis. Die Bewer­bungs­frist läuft bis zum 31. Okto­ber 2018.

Hin­ter­grund: Der Bun­de­spreis für Engage­ment gegen Lebens­mit­telver­schwen­dung find­et statt im Rah­men der Ini­tia­tive „Zu gut für die Tonne!“. Pro Per­son und Jahr wer­fen wir rund 55 Kilo­gramm Lebens­mit­tel in die Tonne. Und das sind nur die Abfälle, die in den Pri­vathaushal­ten anfall­en. Wie sich Lebens­mit­te­labfälle reduzieren lassen, zeigt die Ini­tia­tive Zu gut für die Tonne! des Bun­desmin­is­teri­ums für Ernährung und Land­wirtschaft. Akteure aus Indus­trie, Han­del, Gas­tronomie und Land­wirtschaft sowie Ver­braucherver­bän­den, Kirchen und NGOs unter­stützen die Ini­tia­tive. Unter www.zugutfuerdietonne.de  find­en sich Tipps zu Lebens­mit­tel­lagerung und -halt­barkeit, Fak­ten zur Lebens­mit­telver­schwen­dung sowie Rezepte für beste Reste.