CDU-Bundestagsabgeordnete Mechthild Heil zu Gast beim Deutschen Roten Kreuz in Bad Neuenahr-Ahrweiler: Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer leistet wichtige Beiträge zur Integration

Mechthild Heil MdB (CDU) im Gespräch mit Maria Schön (m.) und Ann-Kathrin Bierbrauer (l.) vom DRK

Die CDU-Bun­destagsab­ge­ord­nete Mechthild Heil besuchte jet­zt das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Bad Neue­nahr-Ahrweil­er, um sich über die Arbeit in der Migra­tions­ber­atung für Erwach­sene (MBE) zu informieren. Anlaß dafür war der bun­desweite MBE-Aktion­stag, der von den Spitzen­ver­bän­den der Freien Wohlfahrt­spflege aufgerufen wor­den war. Emp­fan­gen wurde die Par­la­men­tari­erin vom Präsi­den­ten des DRK-Kreisver­ban­des, Achim Haag, sowie von den bei­den Fachkräften für die MBE, Maria Schön und Ann-Kathrin Bier­brauer. Bei­de betreuen Migranten in allen Teilen des Kreis­es Ahrweil­er, teil­weise auch dezentral bei Sprech­stun­den in Ver­bandsgemeinden und Städten. Diese Leis­tun­gen sind für die Ziel­gruppe kosten­los.

Im Gespräch stell­ten die bei­den haup­tamtlichen Mitar­bei­t­erin­nen für den Bere­ich des MBE Ihre Auf­gaben­schw­er­punk­te dar. Dabei wird im Kern indi­vidu­elle Inte­gra­tions­förderung betrieben, wobei neben dem eigentlichen Fall­man­age­ment oft auch sozialpäd­a­gogis­che Begleitung oder Kris­en­in­ter­ven­tion erforder­lich ist. Aus der Prax­is wurde berichtet, dass es weit­ere Inte­gra­tions­be­darfe beim Deutschunter­richt für Beruf­stätige gibt, damit diese sich auch in den Fach­be­grif­f­en auszu­drück­en ler­nen. Auch die Inte­gra­tionskurse für Frauen kön­nten erle­ichtert wer­den, wenn es par­al­lel bessere Ange­bote für die Betreu­ung ihrer Kleinkinder gäbe. Beim DRK sieht man ins­ge­samt den Bedarf für mehr Per­son­al in der MBE, um die Auf­gaben weit­er bewälti­gen zu kön­nen. Das Deutsche Rote Kreuz im Kreis Ahrweil­er leis­tet wichtige Beiträge zur Inte­gra­tion von Men­schen mit Migra­tionshin­ter­grund. Es bleibt dabei, dass der Bund hier mit erhe­blichen Sum­men diese Arbeit weit­er unter­stützen wird,“ so Mechthild Heil abschließend.

Zum Hin­ter­grund: Mit der Migra­tions­ber­atung für erwach­sene Zuwan­der­er (MBE) stellt das Bun­desmin­is­teri­um des Innern (BMI) seit dem Jahr 2005 ein eigen­ständi­ges migra­tionsspez­i­fis­ches Beratungsange­bot zur Ver­fü­gung. Es han­delt sich um ein zeitlich befris­tetes, bedarf­sori­en­tiertes, indi­vidu­elles Grund­ber­atungsange­bot. Zuwan­der­er kön­nen dieMBE bis zu drei Jahre lang in Anspruch nehmen. Die MBE und die Inte­gra­tionskurse sind fes­ter Bestandteil des Regelungsrah­mens des Aufen­thalts­ge­set­zes. Erwach­sene Zuwan­der­er kön­nen das Beratungsange­bot vor, während und nach dem Inte­gra­tionskurs nutzen. DieSpitzen­ver­bände der Freien Wohlfahrt­spflege – darunter auch das DRK sind mit der konkreten Durch­führung der Beratungstätigkeit beauf­tragt. Die MBE soll den Inte­gra­tionsprozess der Zuwan­der­er gezielt ini­ti­ieren, steuern und begleit­en sowie einen qual­i­ta­tiv­en Beitrag dazu leis­ten, die Zuwan­der­er zu selb­st­ständi­gem Han­deln in allen Angele­gen­heit­en des täglichen Lebens zu befähi­gen.