1. Okto­ber 2018

CDU-Bundestagsabgeordnete Mechthild Heil zu Gast beim Deutschen Roten Kreuz in Bad Neuenahr-Ahrweiler: Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer leistet wichtige Beiträge zur Integration

Die CDU-Bun­­­des­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­te Mecht­hild Heil besuchte jetzt das Deut­sche Rote Kreuz (DRK) in Bad Neu­en­­ahr-Ahr­­wei­­ler, um sich über die Arbeit in der Migra­ti­ons­be­ra­tung für Erwach­se­ne (MBE) zu infor­mie­ren. Anlaß dafür war der bun­des­wei­te MBE-Akti­on­s­­tag, der von den Spit­zen­ver­bän­den der Frei­en Wohl­fahrts­pfle­ge auf­ge­ru­fen wor­den war. Emp­fan­gen wur­de die Par­la­men­ta­rie­rin vom Prä­si­den­ten des DRK-Kreis­­ver­­­ban­­des, Achim Haag, sowie von den bei­den Fach­kräf­ten für die MBE, Maria Schön und Ann-Kath­­rin Bier­brau­er. Bei­de betreu­en Migranten in allen Teilen des Krei­ses Ahrwei­ler, teil­wei­se auch dezentral bei Sprech­stun­den in Verbandsgemein­den und Städ­ten. Die­se Leis­tun­gen sind für die Ziel­grup­pe kostenlos.

Im Gespräch stell­ten die bei­den haupt­amt­li­chen Mit­ar­bei­te­rin­nen für den Bereich des MBE Ihre Auf­ga­ben­schwer­punk­te dar. Dabei wird im Kern indi­vi­du­el­le Inte­gra­ti­ons­för­de­rung betrie­ben, wobei neben dem eigent­li­chen Fall­ma­nage­ment oft auch sozi­al­päd­ago­gi­sche Beglei­tung oder Kri­sen­in­ter­ven­ti­on erfor­der­lich ist. Aus der Pra­xis wur­de berich­tet, dass es wei­te­re Inte­gra­ti­ons­be­dar­fe beim Deutsch­un­ter­richt für Berufs­tä­ti­ge gibt, damit die­se sich auch in den Fach­be­grif­fen aus­zu­drü­cken ler­nen. Auch die Inte­gra­ti­ons­kur­se für Frau­en könn­ten erleich­tert wer­den, wenn es par­al­lel bes­se­re Ange­bo­te für die Betreu­ung ihrer Klein­kin­der gäbe. Beim DRK sieht man ins­ge­samt den Bedarf für mehr Per­so­nal in der MBE, um die Auf­ga­ben wei­ter bewäl­ti­gen zu kön­nen. Das Deut­sche Rote Kreuz im Kreis Ahr­wei­ler leis­tet wich­ti­ge Bei­trä­ge zur Inte­gra­ti­on von Men­schen mit Migra­ti­onshin­ter­grund. Es bleibt dabei, dass der Bund hier mit erheb­li­chen Sum­men die­se Arbeit wei­ter unter­stüt­zen wird,“ so Mecht­hild Heil abschlie­ßend.

Zum Hin­ter­grund: Mit der Migra­ti­ons­be­ra­tung für erwach­se­ne Zuwan­de­rer (MBE) stellt das Bun­des­mi­nis­te­ri­um des Innern (BMI) seit dem Jahr 2005 ein eigen­stän­di­ges migra­ti­ons­spe­zi­fi­sches Bera­tungs­an­ge­bot zur Ver­fü­gung. Es han­delt sich um ein zeit­lich befris­te­tes, bedarfs­ori­en­tier­tes, indi­vi­du­el­les Grund­be­ra­tungs­an­ge­bot. Zuwan­de­rer kön­nen dieMBE bis zu drei Jah­re lang in Anspruch neh­men. Die MBE und die Inte­gra­ti­ons­kur­se sind fes­ter Bestand­teil des Rege­lungs­rah­mens des Auf­ent­halts­ge­set­zes. Erwach­se­ne Zuwan­de­rer kön­nen das Bera­tungs­an­ge­bot vor, wäh­rend und nach dem Inte­gra­ti­ons­kurs nut­zen. DieSpit­zen­ver­bän­de der Frei­en Wohl­fahrts­pfle­ge – dar­un­ter auch das DRK sind mit der kon­kre­ten Durch­füh­rung der Bera­tungs­tä­tig­keit beauf­tragt. Die MBE soll den Inte­gra­ti­ons­pro­zess der Zuwan­de­rer gezielt initi­ie­ren, steu­ern und beglei­ten sowie einen qua­li­ta­ti­ven Bei­trag dazu leis­ten, die Zuwan­de­rer zu selbst­stän­di­gem Han­deln in allen Ange­le­gen­hei­ten des täg­li­chen Lebens zu befähigen.