23. August 2009

Mechthild Heil beim Bundesdelegiertentages der FU in Duisburg — Angela Merkel muss „Chefin“ bleiben

Einen ereig­nis­rei­chen Bun­des­de­le­gier­ten­tag der Frau­en Uni­on (FU) erleb­ten die Dele­gier­ten aus May­­en-Koblenz am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de in Duis­burg. Ange­führt wur­de die Rie­ge der poli­tisch enga­gier­ten CDU-Frau­en von der Bun­des­tags­kan­di­da­tin Mecht­hild Heil aus Ander­nach und der FU-Kreis­­vor­­­si­t­­zen­­den Hedi The­len aus Plaidt. Neben der Rede der CDU-Vor­­­si­t­­zen­­den, Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel, stand der dies­jäh­ri­ge Bun­des­de­le­gier­ten­tag ganz im Zei­chen der neu­en Kam­pa­gne „Frau­en für Mer­kel“. Mit den Wor­ten „Wir haben eine Che­fin, und sie soll die Che­fin blei­ben“, begrüß­te die mit 96,7 Pro­zent wie­der­ge­wähl­te Vor­sit­zen­de der Frau­en Uni­on, Maria Böh­mer, die Bun­des­kanz­le­rin. Mecht­hild Heil und die Dele­gier­ten aus May­­en-Koblenz freu­ten sich beson­ders, dass es Hedi The­len MdL aus Plaidt gelang, als Bei­sit­ze­rin in den Bun­des­vor­stand der Frau­en-Uni­on einzuziehen.In ihrer Rede for­der­te Ange­la Mer­kel dann vor allem eine stär­ke­re Betei­li­gung von Frau­en in der Wirt­schaft. So sei­en nach wie vor zu weni­ge Frau­en in Vor­stän­den und Auf­sichts­rä­ten in den Unter­neh­men ver­tre­ten, er klär­te die CDU-Vor­­­si­t­­zen­­de. Aber auch die Tat­sa­che, dass vie­le Unter­neh­men Deutsch­land ver­lie­ßen, weil sie nicht genü­gend Fach­kräf­te fän­den, sei aus frau­en­po­li­ti­scher Sicht „nicht hin­nehm­bar“. Schließ­lich gebe es bei den Frau­en ein gro­ßes Poten­ti­al. Mer­kel bedau­er­te, dass es noch immer Abwei­chun­gen bei Löh­nen zwi­schen Frau­en und Män­nern im außer­ta­rif­li­chen Bereich gebe. Daher sei der Grund­satz „Glei­cher Lohn für glei­che Arbeit“ aus­drück­lich im Regie­rungs­pro­gramm von CDU und CSU festgehalten.In die­sem Zusam­men­hang ver­tei­dig­te Ange­la Mer­kel den Tarif­ab­schluss für Erzie­he­rin­nen und Erzie­her in Kin­der­gär­ten. Die Leis­tung der Erzie­he­rin­nen und Erzie­her müs­se „die gesell­schaft­li­che Aner­ken­nung erfah­ren, die der Beruf ver­dient“. Denn die Zeit vom drit­ten bis zum zehn­ten Lebens­jahr sei nicht nur für die Zukunft des ein­zel­nen Kin­des beson­ders wich­tig, son­dern auch eine ers­te Wei­chen­stel­lung, ob der Staat spä­ter mit Sozi­al­leis­tun­gen für Ver­säum­nis­se in der früh­kind­li­chen Bil­dung auf­kom­men müs­se. Aus die­ser Ver­ant­wor­tung dür­fe sich der Staat nicht zurück­zie­hen und müs­se mehr Geld für die Erzie­hung der Kin­der aus­ge­ben. Zum Abschluss über­gab der Bun­des­vor­stand der Frau­en Uni­on Ange­la Mer­kel die „Duis­bur­ger Erklä­rung“. In die­ser hat die Frau­en Uni­on elf kon­kre­te Zie­le für die kom­men­den Jah­re for­mu­liert. Neben der gleich­be­rech­tig­ten Teil­ha­be von Frau­en in der Wirt­schaft ste­hen die The­men Bil­dung, Fami­lie, ver­bes­ser­te Alters­vor­sor­ge von Frau­en und Inte­gra­ti­on im Vordergrund.