22. Dezem­ber 2009

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Mechthild Heil in der aktuellen Diskussion zur Erhöhung der Kinderregelsätze — Verantwortung übernehmen und auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts warten

Die CDU-Bun­­­des­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­te Mecht­hild Heil mach­te in ihrer ers­ten Rede im Hohen Hau­se deut­lich, dass die Höhe der Leis­tun­gen, die die Kin­der von Bedürf­ti­gen zur­zeit in Deutsch­land bekom­men, nicht ver­än­dert wer­den soll­te, solan­ge das Urteil vom Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt noch nicht gefällt wor­den sei. Das Gericht wird im ers­ten Quar­tal 2010 ein Urteil dazu fäl­len. Bis­her hat es vor allem Kri­tik an der Art der Ermitt­lung der Leis­tungs­re­gel­sät­ze geäu­ßert. Die LINKEN hat­ten jetzt schon in einem Antrag eine Erhö­hung zwi­schen 28 und 32 Pro­zent gefor­dert, je nach Alter der Kinder.Heil: „Ich bin mir der Ver­ant­wor­tung sehr deut­lich bewusst, wenn wir ver­su­chen, die Fra­ge zu beant­wor­ten, in wel­chem Maße man die­je­ni­gen unter­stüt­zen soll, die selbst nicht für ihren Lebens­un­ter­halt sor­gen kön­nen, ins­be­son­de­re wenn es sich um Kin­der han­delt. Aber Tat­sa­che ist, dass die Daten, die den bis­he­ri­gen Regel­sät­zen zugrun­de lie­gen, auf der Ein­­kom­­mens- und Ver­brauchs­stich­pro­be, der größ­ten Erhe­bung die­ser Art inner­halb der Euro­päi­schen Uni­on basie­ren. Immer­hin wur­den die Auf­wen­dun­gen von 75 000 Haus­hal­ten erfasst. Und die Kin­der­re­gel­sät­ze wur­den nach der Kri­tik des Bundesverfassungs¬gerichts anhand einer Son­der­aus­wer­tung durch das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt bereits zum 1. Juli die­ses Jah­res stär­ker nach dem Alter der Kin­der dif­fe­ren­ziert und in einer Alters­grup­pe ange­ho­ben.“ Heil erläu­ter­te wei­ter, dass zudem im nächs­ten Jahr die neu­en Daten der Ein­­kom­­mens- und Ver­brauchs­stich­pro­be aus dem Jah­re 2008 ver­füg­bar sein wür­den, so dass man die­se Daten nach den Vor­schlä­gen des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt aus­wer­ten und für die Neu­be­rech­nung der Kin­der­re­gel­sät­ze her­an­zie­hen kön­ne. Wei­ter­hin dür­fe man nicht ver­ges­sen, dass Leis­tungs­be­rech­tig­te nach den Sozi­al­ge­set­zen heu­te so gestellt sein müss­ten wie etwa ein Vier­tel der Gesamt­be­völ­ke­rung in Deutsch­land. Somit könn­ten sie ein Leben füh­ren wie ande­re, die nicht von Sozi­al­leis­tun­gen abhän­gig sei­en. Unser Staat bewei­se damit als Sozi­al­staat hohe Qualität.Heil abschlie­ßend: „Sobald das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt sein Urteil gefällt und sei­ne Vor­schlä­ge kon­kre­ti­siert hat, wer­den wir die­se umset­zen. Wir wol­len eine ver­fas­sungs­fes­te – und damit rechts­si­che­re – Rege­lung für die bedürf­ti­gen Kinder.