19. März 2010

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Mechthild Heil stellt fest — Geförderte Altersteilzeit verfehlt ihr Ziel

Anläss­lich der Debat­te um die geför­der­te Alters­teil­zeit fand im deut­schen Bun­des­tag eine Anhö­rung von Exper­ten statt. Die CDU-Bun­­­des­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­te Mecht­hild Heil stellt dazu fest: „Die geför­der­te Alters­teil­zeit darf nicht ver­län­gert wer­den. Denn alle Bei­trags­zah­ler finan­zie­ren den vor­zei­ti­gen Ruhe­stand eini­ger weniger.“Das Ziel der Alters­teil­zeit war es, älte­ren Arbeit­neh­mern, beson­ders Men­schen mit kör­per­lich belas­ten­den Beru­fen, einen glei­ten­den Über­gang in den Ruhe­stand zu ermög­li­chen. „Die­ses Ziel wur­de jedoch nicht erreicht.“, so Heil. „In 90 Pro­zent der Fäl­le wird die Alters­teil­zeit im Block genom­men, das heißt, in der ers­ten Hälf­te arbei­ten die Beschäf­tig­ten nor­mal wei­ter, und in der zwei­ten Hälf­te wer­den sie dann frei­ge­stellt. Der geplan­te glei­ten­de Über­gang fin­det nicht statt, viel­mehr nutzt man die Arbeits­teil­zeit als Instru­ment zur Früh­ver­ren­tung.“ Die Christ­de­mo­kra­tin ist über­zeugt, dadurch wer­de anstatt eines län­ge­ren Erhalts von Beschäf­ti­gungs­fä­hig­keit der vor­zei­ti­ge Aus­stieg aus dem Berufs­le­ben geför­dert. Außer­dem haben fast nur Ange­stell­te in Büro­be­ru­fen die­ses Ange­bot wahr genom­men und nicht die kör­per­lich hart Arbei­ten­den, für die es ursprüng­lich gedacht war. Hin­zu kommt, dass wäh­rend der Alters­teil­zeit ein Abschlag von der Ren­te erfolgt. Die­sen kön­nen sich aber nur Ange­stell­te mit mitt­le­rem oder hohem Ein­kom­men leis­ten, Gering­ver­die­ner sind dage­gen auf ihre vol­le Ren­te angewiesen.Die Kos­ten für die Alters­teil­zeit betra­gen im Jahr ca. 1,4 Mil­li­ar­den Euro. Zu-viel, um sie in Zei­ten hoher Staats­ver­schul­dung für ein Pro­gramm ein­zu­set­zen, das sei­nen Zweck nicht erfüllt. Des­we­gen war es die rich­ti­ge Ent­schei­dung die­ses Pro­gramm zum Dezem­ber 2009 aus­lau­fen zulas­sen. Natür­lich bleibt die Alters­teil­zeit auch wei­ter­hin mög­lich, sie wird aber nicht mehr von den Bei­trags­zah­lern finanziert.