Mechthild Heil MdB (CDU) informierte sich beim Kreiswaldbauverein Ahrweiler — Novelliertes Bundeswaldgesetz stärkt die heimische Forstwirtschaft

Die CDU-Bun­destagsab­ge­ord­nete Mechthild Heil traf sich jet­zt mit dem Vor­sitzen­den des Wald­bau­vere­in Ahrweil­er, Albrecht Frei­herr von Boe­se­lager, und dem Geschäfts­führer Bernd Schif­far­th. Im vor fünf Jahren außen und innen aus heimis­chen Hölz­ern gebaut­en Dom­izil des Ver­ban­des „Haus des Waldes“ in Ade­nau erfuhr die Christ­demokratin aus erster Hand inter­es­sante Struk­tur­dat­en und Entwick­lungsper­spek­tiv­en der hiesi­gen Forstwirtschaft. So set­zt sich z.B. die aus Nor­dameri­ka stam­mende Dou­glasie als Nadel­holz im Baubere­ich immer stärk­er durch. Der Baum ist angesichts des Kli­mawan­dels unempfind­lich­er gegen höhere Tem­per­a­turen, benötigt weniger Nieder­schläge und ist resisten­ter gegen Schädlinge.Über 50 Prozent des Kreis­es Ahrweil­er sind von Wald bedeckt und neben dem Staats­forst und dem kom­mu­nalen Wald ist auch der pri­vat Waldbe­sitz von großer wirtschaftlich­er Bedeu­tung. Die Forst- und Holzwirtschaft sorgt für Wertschöp­fung im ländlichen Raum und ist dort auch ein wichtiger Arbeit­ge­ber. Holz ist der mit Abstand bedeu­tend­ste erneuer­bare Energi­eträger in Deutsch­land. In den kom­menden Jahren ist mit steigen­der Nach­frage nach Energieholz zu rech­nen. Der Kreiswald­bau­vere­in Ahrweil­er ver­tritt etwa 1.850 Mit­glieder mit 8.500 Hek­tar Waldbe­sitz. Er berät und informiert über richtige Wald­be­wirtschaf­tung und Holzver­mark­tung, die beliebten Ket­ten­sä­gen­lehrgänge sind dabei nur ein Teil des Aufgabengebiets.Nicht unprob­lema­tisch für die Waldbe­sitzer ist die steigende Nutzung des Waldes durch konkur­ri­erende Zwecke. Die Anzahl der Erhol­ungssuchen­den hat zugenom­men, Beispiele hier­für sind Reit­er, Jog­ger und Moun­tain­bike­fahrer. Ins­beson­dere die Wald­wege wer­den hier­durch teil­weise beein­trächtigt. Auch eine inten­sive Zusam­me­nar­beit mit den Jägern ist zukün­ftig wichtiger denn je, denn ein zu hoher Wildbe­stand gefährdet den Aufwuchs neuer Bäume.Mechthild Heil ver­weist in diesem Zusam­men­hang auf die kür­zliche Nov­el­lierung des Bun­deswaldge­set­zes. Z.B wird der Anbau von schnell wach­senden Holzarten zur Energiepro­duk­tion vom Wald­be­griff ausgenom­men und Waldbe­sitzer von Verkehrssicherungspflicht­en ent­lastet, die sich aus der zunehmenden Nutzung des Waldes durch Freizeitak­tiv­itäten ergeben. „Mit dem Geset­zen­twurf wollen wir erre­ichen, dass forstwirtschaftliche Vere­ini­gun­gen wie der Wald­bau­vere­in das Holz ihrer Mit­glieder ver­mark­ten kön­nen,“ betont Mechthild Heil. Die Christ­demokratin stellte erfreut fest, dass auch der Wal­bau­vere­in es für zweck­mäßig hält, die ord­nungs­gemäße Wald­be­wirtschaf­tung wie bish­er durch die Län­der zu regeln. Dies ist auch Inhalt des nov­el­lierten Bun­deswaldge­set­zes.