14. Okto­ber 2010

Heil verweist auf bereits vorhandene – bessere – deutsche Schutzmechanismen — Sparkassen und Volksbanken vor unnötigen EU-Vorgaben schützen

Mit einer Sub­si­dia­ri­täts­rü­ge setzt die CDU/C­­SU-Bun­­­des­­tags­­­frak­­ti­on gegen­über der EU-Kom­­mis­­si­on ein deut­li­ches Zei­chen für das bewähr­te Sys­tem der deut­schen Spar­kas­sen und Volks­ban­ken und den bestehen­den hohen Anle­ger­schutz. „Es ist gut, dass die EU Anle­ger im Fal­le einer Insol­venz des Kre­dit­in­sti­tuts ein­heit­lich schüt­zen will. Es ist auch gut, dass das euro­päi­sche Ban­ken­sys­tem durch ein­heit­li­che Vor­ga­ben gestützt wer­den soll. Aber es kann nicht ange­hen, dass die ange­dach­ten Rege­lun­gen den bis­he­ri­gen hohen Anle­ger­schutz in Deutsch­land auf­wei­chen. Und zudem nicht berück­sich­ti­gen, wenn Ban­ken sich schon frei­wil­lig an einem Ein­la­gen­si­che­rungs­sys­tem betei­li­gen. Das wür­de in Zukunft zu dop­pel­ten Zah­lun­gen füh­ren.“ so die CDU-Bun­­­des­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­te Mecht­hild Heil.Die von der EU geplan­ten Rege­lun­gen haben in der deut­schen Ban­ken­land­schaft für Ver­un­si­che­rung geführt. Es wird befürch­tet, dass ins­be­son­de­re die kom­mu­na­len Spar­kas­sen und die Genos­sen­schafts­ban­ken in ihrem Bestand gefähr­det wer­den könnten.Hintergrund: Brüs­sel plant ein ein­heit­li­ches Siche­rungs­sys­tem für Kun­den­ein­la­gen. Eines der Kern­ele­men­te der EU-Neu­­re­­ge­­lung ist eine ver­bind­li­che Ein­la­gen­si­che­rung mit einer Ent­schä­di­gungs­sum­me von 100.000 Euro. Die­se Sum­me bedeu­tet eine Anpas­sung nach unten, da es in Deutsch­land Schutz­me­cha­nis­men gibt, die eine höhe­re Deckung ermög­li­chen. Die­se insti­tuts­si­chern­den Ein­rich­tun­gen der Spar­kas­sen und der genos­sen­schaft­li­chen Insti­tu­te und die frei­wil­li­ge Ein­la­gen­si­che­rung ins­be­son­de­re der pri­va­ten und öffent­li­chen Ban­ken haben sich in der Finanz­kri­se bes­tens bewährt. Die­se frei­wil­li­gen Siche­rungs­sys­te­me wür­den laut der EU-Rege­­lung nicht berück­sich­tigt wer­den. Der Bun­des­tag hat am 7. Okto­ber 2010 eine Sub­si­dia­ri­täts­rü­ge beschlos­sen, da die mit den Rege­lun­gen ver­folg­ten Zie­le auf natio­na­ler, regio­na­ler oder loka­ler Ebe­ne bereits aus­rei­chend erreicht wer­den können.