27. Okto­ber 2010

Chefin der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit, Heidrun Schulz und Mechthild Heil MdB (CDU) stimmen überein — Regionen Ahrweiler und Mayen-Koblenz auf einem guten Weg

Die CDU-Bun­­­des­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­te Mecht­hild Heil, die Che­fin der Regi­o­­nal­­di-rek­­ti­on Rhein­­land-Pfalz-Saar­­land, Hei­drun Schulz, und der Lei­ter der Agen­tur für Arbeit May­en, Gün­ter Thull, haben sich am 21. Okto­ber 2010 in Bad Neu­en­­ahr-Ahr­­wei­­ler zu einem Aus­tausch getrof­fen. Heil zeig­te sich erfreut über die posi­ti­ve Ent­wick­lung der Arbeits­lo­sig­keit in den Land­krei­sen Ahr­wei­ler und May­­en-Koblenz. „Die Situa­ti­on am Arbeits­markt hat sich deut­lich ent­spannt. Auch auf dem Aus­bil­dungs­markt kann man von einer guten Ent­wick­lung spre­chen. Die Agen­tur für Arbeit leis­tet wert­vol­le Arbeit, indem sie einer­seits die Wün­sche und Bedürf­nis­se der Jugend­li­chen bei der Lehr­stel­len­su­che beach­tet, und ande­rer­seits auch die Anfor­de­run­gen der Wirt­schaft berück­sich­tigt“, so Heil.Mechthild Heil, die Mit­glied des Aus­schus­ses für „Arbeit und Sozia­les“ im Deut-schen Bun­des­tag ist, hat sich in der Ver­gan­gen­heit immer wie­der vor Ort über die aktu­el­len Ent­wick­lun­gen infor­miert und sieht in die­sem Kon­takt eine Berei­che­rung gemein­sa­mer Zie­le. In bei­den Land­krei­sen ste­hen Ver­än­de­run­gen bei den Grund­si­che­rungs­stel­len an.Im Land­kreis Ahr­wei­ler lau­fen der­zeit die Vor­be­rei­tun­gen für eine gemein­sa­me Auf­ga­ben­wahr­neh­mung von Kom­mu­ne und Arbeits­agen­tur bei der Betreu­ung Lang­zeit­ar­beits­lo­ser. Im Gegen­satz dazu hat sich der Kreis­tag von May­­en-Koblenz für die Bean­tra­gung einer soge­nann­ten Opti­ons­kom­mu­ne ent­schie­den und möch­te Lang­zeit­ar­beits­lo­se zukünf­tig in eige­ner Regie ver­mit­teln und betreu­en. Die end­gül­ti­ge Ent­schei­dung dazu steht aller­dings noch aus.Die Bewäl­ti­gung der zukünf­ti­gen Her­aus­for­de­run­gen am Arbeits­­markt- und Aus-bil­­dungs­­­markt sind für Hei­drun Schulz und Mecht­hild Heil zen­tral: „ Das ers­te The­ma auf dem Arbeits- und Aus­bil­dungs­markt ist auf län­ge­re Zeit hin die Siche-rung des Fach­kräf­te­be­dar­fes. Die­ser Her­aus­for­de­rung müs­sen sich alle Akteu­re auf dem Arbeits- und Aus­bil­dungs­markt stel­len. Vor dem Hin­ter­grund der posi­ti­ven wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lung und des demo­gra­fi­schen Wan­dels sind Unter­neh­men gut bera­ten, alle denk­ba­ren Poten­zia­le in Betracht zu zie­hen und auch unge­wohn­te Wege zu gehen. Dabei kommt es vor allem dar­auf an, Fach­kräf­te durch Aus- und Wei­ter­bil­dung sowie fami­li­en­ori­en­tier­te Arbeits­zeit­mo­del­le zu gewin­nen oder an das Unter­neh­men zu binden.“Im Sep­tem­ber 2010 waren im Kreis Ahr­wei­ler ins­ge­samt 2.350 Frau­en und Män­ner arbeits­los, 460 weni­ger als vor einem Jahr. Mit einer Arbeits­lo­sen­quo­te von 3,7 Pro­zent belegt der Ahr­kreis damit lan­des­weit einen Spit­zen­platz. Im Land­kreis May­­en-Koblenz sind der­zeit 5.550 Men­schen auf der Suche nach einer Arbeits­stel­le, 300 weni­ger als im Vor­jahr. Die Arbeits­lo­sen­quo­te von 5,0 Pro­zent liegt hier etwas unter dem Landesschnitt.Trotz Wirt­schafts­kri­se konn­ten bei­de Regio­nen Gewin­ne beim Arbeits­­platz-ange­­bot ver­zeich­nen. Nach den aktu­ells­ten Daten, die von Dezem­ber 2009 stam­men, waren im Ahr­kreis zuletzt rund 28 000 Frau­en und Män­ner sozi­al-ver­­­si­che­­rungs­­pfli­ch­­tig beschäf­tigt, 270 mehr als ein Jahr zuvor. Auch der Land­kreis May­­en-Koblenz kann eine Stei­ge­rung von 200 Stel­len vor­wei­sen, damit sind hier 53.400 Men­schen sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig beschäftigt.Mehrere Grün­de haben dazu geführt, dass die Fol­gen der Wirt­schafts­kri­se bis­her so gut bewäl­tigt wur­den: Zum einen haben fle­xi­ble Arbeits­zeit­for­men und das Kurz­ar­bei­ter­geld der Agen­tu­ren für Arbeit den Unter­neh­men das „Hor­ten“ von Ar-beits­­kräf­­ten ermög­licht, zum ande­ren pro­fi­tier­ten die Regio­nen von ihrer Wirt­schafts­struk­tur mit rela­tiv hohen Dienst­leis­tungs­an­tei­len und vie­len Pend­lern in die benach­bar­ten Regionen.