24. Novem­ber 2010

Mechthild Heil MdB (CDU) lud Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel nach Andernach ein — Projekt „Bürgerarbeit“ soll im Kreis Mayen-Koblenz Perspektiven haben

Auf Ein­la­dung der hei­mi­schen CDU-Bundestagsabgeord¬neten Mecht­hild Heil infor­mier­te sich jetzt ihr Bun­des­tags­kol­le­ge Hans-Joa­­chim Fuch­tel in Ander­nach über die geplan­te Umset­zung des neu­en Kon­zept „Bür­ger­ar­beit“. Fuch­tel ist auch Par­la­men­ta­ri­scher Staats­se­kre­tär im Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Arbeit und Sozi­al­ord­nung. Die ARGE in May­­en-Koblenz hat­te sich erfolg­reich für die Erpro­bung die­ses neu­en arbeits­markt­po­li­ti­schen Instru­men­tes bewor­ben. Geschaf­fen wer­den sol­len dabei 300 „Bür­ger­ar­beits­plät­ze“ in MYK, davon ein gro­ßer Teil bei der städ­ti­schen Beschäf­ti­gungs­ge­sell­schaft „Per­spek­ti­ve“ in und um Ander­nach. Wei­te­re Mög­lich­kei­ten ent­ste­hen bei der Kom­m­Ak­tiv sowie den kreis­an­ge­hö­ri­gen Kom­mu­nen. Mecht­hild Heil und Hans-Joa­­chim Fuch­tel dis­ku­tier­ten in den Räum­lich­kei­ten des „Hau­ses der Fami­lie“ in Ander­nach mit dem 1. Kreis­bei­geord­ne­ten Bern­hard Mau­el, Rolf Koch, Geschäfts­füh­rer der ARGE May­­en-Koblenz und dem Geschäfts­füh­rer der Per­spek­ti­ve gGmbH ‚Karl Werf. Dabei ging es um Ein­zel­fra­gen der Umset­zung des Pro­jek­tes und Ein­zel­hei­ten der Finanzierung.Bürgerarbeit“ zeich­net sich durch eine Akti­vie­rungs­pha­se und eine Beschäf­ti­gungs­pha­se aus. Die sechs­mo­na­ti­ge Akti­vie­rungs­pha­se ist das Herz­stück der „Bür­ger­ar­beit“. Ziel ist es, hier einen mög­lichst hohen Anteil der arbeits­lo­sen erwerbs­fä­hi­gen Hil­fe­be­dürf­ti­gen durch inten­si­ve und kon­se­quen­te Akti­vie­rung (Beratung/Standortbestimmung, Ver­mitt­lungs­ak­ti­vi­tä­ten, Qualifizierung/Förderung) in den all­ge­mei­nen Arbeits­markt zu integrieren.„Wir möch­ten die­je­ni­gen, bei denen eine Inte­gra­ti­on bei aller Anstren­gung vor­erst nicht gelingt, im Rah­men der Beschäf­ti­gungs­pha­se auf einen Bür­ger­ar­beits­platz im Bereich von zusätz­li­cher und im öffent­li­chen Inter­es­se lie­gen­der Arbeit ver­mit­teln,“ so Hans-Joa­­chim Fuch­tel. Dabei soll es sich um eine — mit Aus­nah­me der Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung — sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Beschäf­ti­gung von bis zu 36 Mona­ten han­deln. Um ein beglei­ten­des Coa­ching zur wei­te­ren Stär­kung der Akti­vie­rungs­kräf­te zu ermög­li­chen, soll die Wochen­ar­beits­zeit auf 30 Stun­den begrenzt sein. Arbeit­ge­ber sol­len einen Zuschuss zum Arbeits­ent­gelt von 900 Euro und zu Sozialversicherungs¬beiträgen von 180 Euro monat­lich erhalten.Mechthild Heil abschlie­ßend: „Ich bin über­zeugt, dass wir mit den Modell­pro­jek­ten ´Bür­ger­ar­beit‘ neue Impul­se für eine inte­­gra­­ti­ons- und effi­zi­enz­ori­en­tier­te Arbeits­markt­po­li­tik set­zen und dabei die­je­ni­gen nicht ver­ges­sen, die es sehr schwer haben, in den all­ge­mei­nen Arbeits­markt zurück­zu­keh­ren. Damit kom­men wir unse­rem gemein­sam im Koali­ti­ons­ver­trag ver­ein­bar­ten Ziel, Arbeits­lo­se dabei zu unter­stüt­zen, rasch wie­der eine sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Beschäf­ti­gung zu fin­den, einen gro­ßen Schritt näher.“