Verschärfung der Spielzeugrichtlinie — Kinderspielzeug wird sicherer

Auf Grund des deutschen Drucks hat die Europäis­che Kom­mis­sion jet­zt Nachbesserun­gen für bes­timmte Schw­er­met­alle ankündigte. „Eine gute Nachricht“, so die CDU-Bun­destagsab­ge­ord­nete Mechthild Heil, Ver­brauch­er­schutzbeauf­tragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. ”Wenn es um die Sicher­heit unser­er Kinder geht, darf es keine Kom­pro­misse und keine Aus­nah­men geben. Spielzeug, das in Deutsch­land verkauft wird, muss sich­er sein. Und da uns eine rein deutsche Regelung im Zeital­ter des Bin­nen­mark­tes lei­der nicht weit­er­bringt, ist es gut, dass sich geset­zliche Nachbesserun­gen auf EU-Ebene abzeichnen.“Im Dezem­ber beschäftigte sich auf Ini­tia­tive von Deutsch­land das Europa-Par­la­ment mit ein­er Ver­schär­fung der Spielzeu­grichtlin­ie, bevor diese Mitte 2011 in Kraft tritt. Davor set­zte sich schon der Bun­destag bei der Bun­desregierung dafür ein, dass Kinder­spielzeug sicher­er wird.Mechthild Heil: „2008 hat­te Europa nach dem dama­li­gen Wis­sens­stand die schärf­sten Anforderun­gen weltweit an Spielzeug gestellt und die Gren­zw­erte sehr streng gezo­gen. Mit­tler­weile haben wir neue Erken­nt­nisse darüber, dass einige Gren­zw­erte für Schw­er­met­alle immer noch zu hoch sind. Das wollen wir kor­rigieren und schär­fere Gren­zw­erte ein­führen. Und kreb­ser­re­gende Weich­mach­er — soge­nan­nte PAK-Stoffe — in Spielzeug gehören aus­drück­lich verboten!“Die Ver­brauch­er­schutzpoli­tik­erin betont, dass nicht nur die Gren­zw­erte strenger gezo­gen wer­den müssen, son­dern dass Spielzeug auch geprüft wer­den muss, bevor es auf den Markt kommt. Eine verpflich­t­ende Spielzeug­prü­fung von Seit­en Drit­ter — also einen TÜV für Spielzeug ist drin­gend nötig. Das gibt den Ver­brauch­ern die Sicher­heit, die sie ger­ade auch bei Kinder­spielzeug zu Recht fordern. Außenkon­trollen und die Mark­tauf­sicht müssen verbessert wer­den, um die Ein­fuhr gefährlichen Spielzeuges nach Europa einzudäm­men. Das Bun­deswirtschaftsmin­is­teri­um und das Bun­desver­braucher­min­is­teri­um wer­den sich auch zukün­ftig gemein­sam in Brüs­sel dafür ein­set­zen.