31. Janu­ar 2011

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Mechthild Heil in der aktuellen Dioxin-Debatte — Schluss mit den Ausreden der Länder: Aktionsplan für mehr Verbraucherschutz endlich umsetzen!

Die CDU-Bun­­­des­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­te und Ver­brau­cher­schutz­be­auf­trag­te der CDU/C­­SU-Frak­­ti­on, Mecht­hild Heil, mach­te in ihrer Rede im Bun­des­tag deut­lich, dass jetzt die Bun­des­län­der gefor­dert sind, den Akti­ons­plan der Ver­brau­cher­schutz­mi­nis­te­rin Ilse Aigner auch in die Tat umzu­set­zen. „Wir sind dank­bar, dass Frau Aigner mit ihrem Akti­ons­plan die nöti­gen Vor­aus­set­zun­gen schafft“, sag­te Mecht­hild Heil in ihrer Bun­des­tags­re­de. Mit ihrem 14-Pun­k­­te-Plan wer­den Schwach­stel­len in der Über­wa­chung der Fut­ter­mit­tel­ket­te mini­miert, die Lie­fer­we­ge stär­ker über­prüft und bei Gefahr Lebens­mit­tel zeit­nah aus dem Ver­kehr gezo­gen. Jetzt müs­sen die Län­der han­deln, um unser Fut­ter­mit­tel­recht, das jetzt schon das strengs­te und anspruch­volls­te der Welt ist, wei­ter zu verbessern.„Besonders die SPD in Rhein­­land-Pfalz soll­te nicht mit dem Fin­ger auf ande­re zei­gen und erst ein­mal auf ihrem eige­nen Hof keh­ren“, for­der­te Heil. Denn das Bun­des­mi­nis­te­ri­um in Ber­lin darf nur Vor­schlä­ge unter­brei­ten und hat nicht das Recht selbst­stän­dig durch­zu­grei­fen. Gera­de in der Fra­ge der Fut­ter­mit­tel­si­cher­heit lie­ge in Rhein­land Pfalz auf­grund 16 Jah­ren SPD vie­les im Argen.„Während in Nie­der­sach­sen immer­hin zwölf Kon­trol­leu­re auf 1000 Betrie­be kom­men, sind es bei uns gera­de ein­mal zwei“, sag­te Heil. Dass es in Rhein­­land-Pfalz nicht zum Skan­dal kam, hat­te also eher etwas mit Glück als dem kon­se­quen­ten Han­deln der SPD-Ver­­­brau­cher­­schut­z­­mi­­nis­­te­­rin Con­rad zu tun. „Sie muss sich auch die unbe­que­me Fra­ge gefal­len las­sen, war­um 80 Pro­zent der Kon­trol­leu­re ihrem Beruf nach der Aus­bil­dung den Rücken keh­ren und ihre Zukunft in der Wirt­schaft sehen“, sag­te Heil.Gleichzeitig bedau­er­te die Ver­brau­cher­schutz­be­auf­trag­te Heil die Ver­su­che von Sozi­al­de­mo­kra­ten und Grü­nen mit dem kri­mi­nel­len Han­deln eines Ein­zel­nen Wahl­kampf zu trei­ben. Eben­so wie die SPD-Minis­­te­­rin ver­mu­tet die Grü­ne Wahl­kämp­fe­rin Ulri­ke Höf­ken die Ursa­chen der Ver­seu­chung in der zuneh­men­den Indus­tria­li­sie­rung der Land­wirt­schaft. Das ist popu­lär, klingt gut und ist grund­falsch. Es gefähr­det die Exis­ten­zen vie­ler Bau­ern, auf deren Rücken SPD und Grü­ne Wahl­kampf treiben.„Produkte, die voll­kom­men unbe­las­tet sind, erlei­den einen her­ben Preis­ver­fall, wirt­schaft­li­che Exis­ten­zen sind bedroht, Staa­ten ver­hän­gen Import­ver­bo­te, und der Markt für Schwei­ne­fleisch ist kom­plett zusam­men­ge­bro­chen“, sag­te Heil. „Doch die Grü­nen und SPD schü­ren die Ver­un­si­che­rung der Ver­brau­cher für Ihre eige­nen ideo­lo­gi­schen Zwe­cke. Sie wer­fen die Land­wir­te und die kri­mi­nel­len Pan­scher in einen Sack und schla­gen drauf.“Wort und Tat klaf­fen bei den Grü­nen weit aus­ein­an­der. Das zei­gen auch die Lebens­mit­tel­skan­da­le der ehe­ma­li­gen Grü­nen Land­wirt­schafts­mi­nis­te­rin Kün­ast im Jah­re 2002 und 2003. Tau­sen­de not­ge­schlach­te­te Nitrofen-Hüh­­ner bele­gen, dass ohne wir­kungs­vol­le Kon­trol­len auch bei Bio-Eiern Lebens­mit­tel­skan­da­le mög­lich sind. Weil die Grü­nen damals nicht für genug Sicher­heit sorg­ten, holt die CDU dies jetzt nach. Zum Schutz der Ver­brau­cher müs­sen die Bun­des­län­der wie Rhein­­land-Pfalz den Akti­ons­plan jetzt umset­zen, um ver­lo­ren gegan­ge­nes Ver­trau­en der Men­schen zurückzugewinnen.