Bis zu 10.000 engagierte und begabte Studenten sollen 2011 gefördert werden — Deutschlandstipendium auch für kleine Betriebe erschwinglich

Diese Woche ist der Startschuss für das Deutsch­land­stipendi­um gefall­en, mit dem bun­desweit bis zu 10.000 engagierte und begabte Stu­den­ten in diesem Jahr gefördert wer­den sollen, informiert die CDU-Bun­destagsab­ge­ord­nete Mechthild Heil. „Die Stipen­di­en sind bewusst so konzip­iert, dass sie auch für kleine und Kle­in­st­be­triebe attrak­tiv und erschwinglich sind: 150 Euro im Monat bzw. 1.800 Euro im Jahr kostet das Stipendi­um einen pri­vat­en Geldge­ber, die andere Hälfte stockt der Bund auf — die Stipen­di­at­en erhal­ten so 300 Euro monatlich.“, erläutert die Abgeordnete.„Mit dem Deutsch­land­stipendi­um schließen wir jet­zt eine Lücke, die Deutsch­land bish­er von führen­den Bil­dungsna­tio­nen getren­nt hat. 10.000 Stipen­di­en sind im ersten Jahr sehr ambi­tion­iert. Sobald die Hochschulen Rou­tine beim Find­en der Geldge­ber gesam­melt haben, wollen wir die Zahl der Stipen­di­en noch ein­mal kräftig steigern. Damit kann jed­er Betrieb auch in unser­er ländlichen Region einen Beitrag zur Fachkräftesicherung leis­ten, engagierte Stu­den­ten frühzeit­ig für seine Branche inter­essieren und mit den Hochschulen stärk­er Hand in Hand arbeit­en. Vielerorts haben die Hochschulen bere­its mit der Akquise begonnen. Wir gehen davon aus, dass sich die Wirtschaft für das Deutsch­land­stipendi­um gern in die Pflicht nehmen lässt.“Zum Hintergrund:Das Stipendi­um wird einkom­men­su­n­ab­hängig vergeben und nicht auf das BAföG angerech­net. Die Auswahl der Stipen­di­at­en erfol­gt durch die Hochschulen vor Ort. Neben den bish­eri­gen Leis­tun­gen in Schule und Studi­um sollen auch gesellschaftlich­es Engage­ment und beson­dere per­sön­liche Umstände Auswahlkri­te­rien sein. Deutsch­land ver­fügt bis­lang über keine Stipen­di­enkul­tur. Während es in den USA selb­stver­ständlich ist, dass begabte Stu­den­ten von ihrer Hochschule, von Unternehmen oder von Ehe­ma­li­gen­vere­inen ein Stipendi­um erhal­ten, kom­men hierzu­lande weniger als drei Prozent aller Studieren­den in den Genuss eines pri­vat­en oder öffentlich geförderten Stipendi­ums. Angesichts der über zwei Mil­lio­nen Studieren­den in Deutsch­land sind drei Prozent Stipen­di­at­en eine ver­schwindend geringe Zahl. Rund 20.000 dieser Stipen­di­en in Deutsch­land kom­men derzeit vom Staat, der Stipen­di­en über die Begabten­förder­w­erke wie Kon­rad-Ade­nauer- oder Hein­rich-Böll-Stiftung für begabte und gesellschaftlich engagierte Studierende finanziert. Der andere Teil der Stipen­di­en kommt von pri­vat­en Förder­ern.