Mechthild Heil MdB (CDU) warnt vor gefährlichen Karnevalsartikeln — „Verbraucherschutz ist auch während der tollen Tage wichtig“

Jed­er vierte Karneval­sar­tikel gefährdet die Gesund­heit,“ so die Fest­stel­lung von Mechthild Heil, der Ver­brauch­er­schutzbeauf­tragten der CDU/C­SU-Bun­destags­frak­tion. Die CDU-Bun­destagsab­ge­ord­nete bezieht sich dabei auf eine jüngst bekan­nt gewor­dene Unter­suchung aus Nor­drhein-West­falen. In Masken fand man etwa Weich­mach­er in Konzen­tra­tio­nen deut­lich über den zuge­lasse­nen Gren­zw­erten. Spielzeug­pis­tolen knall­ten so laut, dass sie das Gehör der Jung-Karneval­is­ten nach­haltig schädi­gen kön­nten. Auch wer sich nur eine Perücke auf­set­zt oder einen kün­stlichen Bart anklebt, ist an den tollen Tagen nicht sich­er: diese Verklei­dungsstücke erwiesen sich häu­fig als leicht entflammbar.Auch in Rhein­land-Pfalz befasst sich das Lan­desun­ter­suchungsamt (LUA) mit der Materie: 2010 wur­den ins­ge­samt 26 Schminkpro­duk­te für Karneval auf ihre mikro­bi­ol­o­gis­che Beschaf­fen­heit hin unter­sucht. Zwei Proben wur­den bean­standet, weil sie ein nicht mehr zuge­lassenes Konser-vierungsmit­tel enthiel­ten bzw. weil sie ungenü­gend gekennze­ich­net waren. Im LUA wur­den auch 31 Proben Karneval­sklei­dung unter­sucht. Zwei davon enthiel­ten einen allergieaus­lösenden Dispersionsfarbstoff.Für die tollen Tage gibt Mechthild Heil daher einige Ver­brauch­er­schutztipps, damit die Stim­mung ungetrübt bleibt:• Kostüme aus vorge­wasch­enen Stof­fen sel­ber nähen, beson­ders für die empfind­liche Kinder­haut.• Alte gewasch­ene Klei­dungsstücke umfunk­tion­ieren. Aus einem alten T‑Shirt kann noch mit Bemalun­gen oder Bek­le­bun­gen ein neues Out­fit wer­den. Es schont auch den Geld­beu­tel.• Bei gekauften Kostü­men auf die Waschbarkeit acht­en. Immer unbe­d­ingt vor dem ersten Tra­gen waschen.• Keine Kostüme auslei­hen oder zumin­d­est vor der ersten Nutzung waschen.• Bei Kostü­men, die nicht zu waschen sind oder die Haut trotz­dem reizen, am besten langärmelige dünne T‑Shirts und Strumpfho­sen unterziehen, um direk­ten Hautkon­takt zu ver­mei­den.• Beson­deres Augen­merk auf die Ver­ar­beitung der Verklei­dun­gen leg­en. Ein­näher, App­lika­tio­nen, Plas­tik und Met­all reizen die Haut zusät­zlich.• Vor der Faschingss­chminke eine Feuchtigkeits- und/oder fet­thaltige Creme auf­tra­gen. Sie wirkt wie eine Schutzschicht unter der bun­ten Schminke.• Vor dem Schminken gründlich Gesicht und Hände waschen. Faschingss­chminke wird meist über mehrere Jahre benutzt, so kön­nen sich Bak­te­rien von den Hän­den richtig gut verteilen. Am besten die Schminke mit Pin­sel, Wat­testäbchen oder Schwamm auf­tra­gen, um diese vor Keimen zu schützen.• Nach dem Fest gründlich die Haut reini­gen.