22. Febru­ar 2011

Mechthild Heil MdB (CDU) warnt vor gefährlichen Karnevalsartikeln — „Verbraucherschutz ist auch während der tollen Tage wichtig“

Jeder vier­te Kar­ne­vals­ar­ti­kel gefähr­det die Gesund­heit,“ so die Fest­stel­lung von Mecht­hild Heil, der Ver­brau­cher­schutz­be­auf­trag­ten der CDU/C­­SU-Bun­­­des­­tags­­­frak­­ti­on. Die CDU-Bun­­­des­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­te bezieht sich dabei auf eine jüngst bekannt gewor­de­ne Unter­su­chung aus Nor­d­rhein-Wes­t­­fa­­len. In Mas­ken fand man etwa Weich­ma­cher in Kon­zen­tra­tio­nen deut­lich über den zuge­las­se­nen Grenz­wer­ten. Spiel­zeug­pis­to­len knall­ten so laut, dass sie das Gehör der Jung-Kar­­ne­­va­­lis­­ten nach­hal­tig schä­di­gen könn­ten. Auch wer sich nur eine Perü­cke auf­setzt oder einen künst­li­chen Bart anklebt, ist an den tol­len Tagen nicht sicher: die­se Ver­klei­dungs­stü­cke erwie­sen sich häu­fig als leicht entflammbar.Auch in Rhein­­land-Pfalz befasst sich das Lan­des­un­ter­su­chungs­amt (LUA) mit der Mate­rie: 2010 wur­den ins­ge­samt 26 Schmink­pro­duk­te für Kar­ne­val auf ihre mikro­bio­lo­gi­sche Beschaf­fen­heit hin unter­sucht. Zwei Pro­ben wur­den bean­stan­det, weil sie ein nicht mehr zuge­las­se­nes Kon­­ser-vie­­rungs­­­mi­t­­tel ent­hiel­ten bzw. weil sie unge­nü­gend gekenn­zeich­net waren. Im LUA wur­den auch 31 Pro­ben Kar­ne­vals­klei­dung unter­sucht. Zwei davon ent­hiel­ten einen all­er­gie­aus­lö­sen­den Dispersionsfarbstoff.Für die tol­len Tage gibt Mecht­hild Heil daher eini­ge Ver­brau­cher­schutz­tipps, damit die Stim­mung unge­trübt bleibt:• Kos­tü­me aus vor­ge­wa­sche­nen Stof­fen sel­ber nähen, beson­ders für die emp­find­li­che Kin­der­haut.• Alte gewa­sche­ne Klei­dungs­stü­cke umfunk­tio­nie­ren. Aus einem alten T‑Shirt kann noch mit Bema­lun­gen oder Bekle­bun­gen ein neu­es Out­fit wer­den. Es schont auch den Geld­beu­tel.• Bei gekauf­ten Kos­tü­men auf die Wasch­bar­keit ach­ten. Immer unbe­dingt vor dem ers­ten Tra­gen waschen.• Kei­ne Kos­tü­me aus­lei­hen oder zumin­dest vor der ers­ten Nut­zung waschen.• Bei Kos­tü­men, die nicht zu waschen sind oder die Haut trotz­dem rei­zen, am bes­ten lan­gär­me­li­ge dün­ne T‑Shirts und Strumpf­ho­sen unter­zie­hen, um direk­ten Haut­kon­takt zu ver­mei­den.• Beson­de­res Augen­merk auf die Ver­ar­bei­tung der Ver­klei­dun­gen legen. Ein­nä­her, Appli­ka­tio­nen, Plas­tik und Metall rei­zen die Haut zusätz­lich.• Vor der Faschings­schmin­ke eine Feuch­­ti­g­­keits- und/oder fett­hal­ti­ge Creme auf­tra­gen. Sie wirkt wie eine Schutz­schicht unter der bun­ten Schmin­ke.• Vor dem Schmin­ken gründ­lich Gesicht und Hän­de waschen. Faschings­schmin­ke wird meist über meh­re­re Jah­re benutzt, so kön­nen sich Bak­te­ri­en von den Hän­den rich­tig gut ver­tei­len. Am bes­ten die Schmin­ke mit Pin­sel, Wat­te­stäb­chen oder Schwamm auf­tra­gen, um die­se vor Kei­men zu schüt­zen.• Nach dem Fest gründ­lich die Haut reinigen.