Mechthild Heil MdB (CDU) sieht Chance für Gesundheitswirtschaft im Wahlkreis — Reha-Budget den neuen Notwendigkeiten anpassen — Stärkerer Stellenwert für den Grundsatz „Reha vor Rente‘“

Die deutschen Rentenversicherungs¬träger stießen 2009 und 2010 für ihre Ver­sicherten im Bere­ich der Reha­bil­i­ta­tion an die Gren­zen des finanziell Mach­baren. Die Aus­gaben sind geset­zlich mit ein­er Bud­get-Ober­gren­ze „gedeck­elt“. Dazu erk­lärt die CDU-Bun­destagsab­ge­ord­nete Mechthild Heil: „Die Möglichkeit­en der beru­flichen Reha­bil­i­ta­tion nach Unfall oder Krankheit müssen inten­siviert wer­den. Der Grund­satz ‚Reha vor Rente‘ muss in der prak­tis­chen Umset­zung einen weitaus stärk­eren Stel­len­wert bekom­men als bis­lang schon. Voraus­set­zung dafür ist eine Anhebung des bish­eri­gen Bud­gets der Reha-Leis­tun­gen für die Träger der Renten­ver­sicherung. Für diese Anhebung des Reha-Bud­gets wird sich die Union im Renten­di­a­log der kom­menden Monate stark machen.Mechthild Heil ver­weist in diesem Zusam­men­hang auf die zahlre­ichen Reha-Ein­rich­tun­gen in ihrem Wahlkreis, ins­beson­dere in Bad Neue­nahr-Ahrweil­er. Eine Stärkung der Reha im Sys­tem der Renten­ver­sicherung bedeutet auch eine Stärkung der Kliniken und Ein­rich­tun­gen im Wahlkreis, zugle­ich eine Sicherung von Arbeit­splätzen und Steuere­in­nah­men für die Kommunen.„Rehabilitation ebnet zum einen für die betrof­fe­nen Men­schen den Weg zurück ins Arbeit­sleben“, so die CDU-Par­la­men­tari­erin. Zum anderen könne die Wirtschaft nicht auf erfahrene und qual­i­fizierte Arbeit­skräfte verzicht­en, die auch nach einem Unfall oder ein­er Krankheit im Beruf­sleben wieder leis­tungs­fähig sein kön­nten. Ger­ade mit Blick auf den dro­hen­den Fachkräfte­man­gel müsse eine noch stärkere Reha­bil­i­ta­tion in Quan­tität und Qual­ität ermöglicht wer­den. Let­z­tendlich ent­lastet eine inten­sivierte Reha-Prax­is mit­tel- und langfristig sog­ar die Rentenkassen: Leis­tungsempfänger wer­den wieder zu Leis­tungsträgern. Die Erfolge bei der medi­zinis­chen Reha­bil­i­ta­tion sowie durch Maß­nah­men beru­flich­er Qual­i­fika­tion und Inte­gra­tion nach Unfall oder Krankheit sind bere­its jet­zt ein­drucksvoll. Die Ver­mit­tlung zurück in den Arbeits­markt funk­tion­iert her­vor­ra­gend. Dabei ver­fügt dieser Bere­ich noch über entsprechen­des Ausbaupotenzial.„Parallel dazu steigt die Notwendigkeit zu einem erhöht­en Reha-Ange­bot deut­lich an“, betont die Christ­demokratin. „Gründe dafür sind die verän­derten Anforderun­gen an Men­schen, die der demografis­che Wan­del unser­er Gesellschaft mit sich bringt. Wir müssen kün­ftig noch mehr daran set­zen, Men­schen länger für das Erwerb­sleben kör­per­lich und geistig fit zu hal­ten. Stich­wort in diesem Zusam­men­hang ist unter anderem die Rente mit 67. Diese Zielset­zun­gen sind nur möglich, wenn Renten­ver­sicherungsträger entsprechende Finanzmit­tel ein­set­zen kön­nen. Daher will die Union das Bud­get der Reha-Mit­tel für die Renten­ver­sicherungsträger den neuen Notwendigkeit­en anpassen.“