11. Juli 2011

Mechthild Heil MdB (CDU) sieht Chance für Gesundheitswirtschaft im Wahlkreis — Reha-Budget den neuen Notwendigkeiten anpassen — Stärkerer Stellenwert für den Grundsatz „Reha vor Rente‘“

Die deut­schen Rentenversicherungs¬träger stie­ßen 2009 und 2010 für ihre Ver­si­cher­ten im Bereich der Reha­bi­li­ta­ti­on an die Gren­zen des finan­zi­ell Mach­ba­ren. Die Aus­ga­ben sind gesetz­lich mit einer Bud­­get-Ober­­gren­­ze „gede­ckelt“. Dazu erklärt die CDU-Bun­­­des­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­te Mecht­hild Heil: „Die Mög­lich­kei­ten der beruf­li­chen Reha­bi­li­ta­ti­on nach Unfall oder Krank­heit müs­sen inten­si­viert wer­den. Der Grund­satz ‚Reha vor Ren­te‘ muss in der prak­ti­schen Umset­zung einen weit­aus stär­ke­ren Stel­len­wert bekom­men als bis­lang schon. Vor­aus­set­zung dafür ist eine Anhe­bung des bis­he­ri­gen Bud­gets der Reha-Leis­­tun­­­gen für die Trä­ger der Ren­ten­ver­si­che­rung. Für die­se Anhe­bung des Reha-Bud­­gets wird sich die Uni­on im Ren­ten­dia­log der kom­men­den Mona­te stark machen.Mechthild Heil ver­weist in die­sem Zusam­men­hang auf die zahl­rei­chen Reha-Ein­­rich­­tun­­­gen in ihrem Wahl­kreis, ins­be­son­de­re in Bad Neu­en­­ahr-Ahr­­wei­­ler. Eine Stär­kung der Reha im Sys­tem der Ren­ten­ver­si­che­rung bedeu­tet auch eine Stär­kung der Kli­ni­ken und Ein­rich­tun­gen im Wahl­kreis, zugleich eine Siche­rung von Arbeits­plät­zen und Steu­er­ein­nah­men für die Kommunen.„Rehabilitation ebnet zum einen für die betrof­fe­nen Men­schen den Weg zurück ins Arbeits­le­ben“, so die CDU-Par­la­­men­­ta­­rie­­rin. Zum ande­ren kön­ne die Wirt­schaft nicht auf erfah­re­ne und qua­li­fi­zier­te Arbeits­kräf­te ver­zich­ten, die auch nach einem Unfall oder einer Krank­heit im Berufs­le­ben wie­der leis­tungs­fä­hig sein könn­ten. Gera­de mit Blick auf den dro­hen­den Fach­kräf­te­man­gel müs­se eine noch stär­ke­re Reha­bi­li­ta­ti­on in Quan­ti­tät und Qua­li­tät ermög­licht wer­den. Letzt­end­lich ent­las­tet eine inten­si­vier­te Reha-Pra­xis mit­­­tel- und lang­fris­tig sogar die Ren­ten­kas­sen: Leis­tungs­emp­fän­ger wer­den wie­der zu Leis­tungs­trä­gern. Die Erfol­ge bei der medi­zi­ni­schen Reha­bi­li­ta­ti­on sowie durch Maß­nah­men beruf­li­cher Qua­li­fi­ka­ti­on und Inte­gra­ti­on nach Unfall oder Krank­heit sind bereits jetzt ein­drucks­voll. Die Ver­mitt­lung zurück in den Arbeits­markt funk­tio­niert her­vor­ra­gend. Dabei ver­fügt die­ser Bereich noch über ent­spre­chen­des Ausbaupotenzial.„Parallel dazu steigt die Not­wen­dig­keit zu einem erhöh­ten Reha-Ange­­bot deut­lich an“, betont die Christ­de­mo­kra­tin. „Grün­de dafür sind die ver­än­der­ten Anfor­de­run­gen an Men­schen, die der demo­gra­fi­sche Wan­del unse­rer Gesell­schaft mit sich bringt. Wir müs­sen künf­tig noch mehr dar­an set­zen, Men­schen län­ger für das Erwerbs­le­ben kör­per­lich und geis­tig fit zu hal­ten. Stich­wort in die­sem Zusam­men­hang ist unter ande­rem die Ren­te mit 67. Die­se Ziel­set­zun­gen sind nur mög­lich, wenn Ren­ten­ver­si­che­rungs­trä­ger ent­spre­chen­de Finanz­mit­tel ein­set­zen kön­nen. Daher will die Uni­on das Bud­get der Reha-Mit­­­tel für die Ren­ten­ver­si­che­rungs­trä­ger den neu­en Not­wen­dig­kei­ten anpassen.“