Heil/Holzenkamp: — Europaweit einheitliche Lebensmittel-Kennzeichnung kommt

Das Europa­parla­ment hat heute ein­heitliche Kennze­ich­nungsregeln für Lebens­mit­tel ver­ab­schiedet. Am 22. Juni 2011 hat­ten sich bere­its die Vertreter der EU-Mit­glied­staat­en darauf ver­ständigt. Spätestens ab 2015 wer­den in den EU-Län­dern ein­heitliche und ver­braucher­fre­undliche Infor­ma­tio­nen auf allen Lebens­mit­tel­pack­un­gen zu find­en sein. Hierzu erk­lärt die Ver­brauch­er­schutzbeauf­tragte der CDU/C­SU-Bun­destags­frak­tion, Mechthild Heil und der ver­braucher­poli­tis­che Sprech­er der CDU/C­SU-Bun­destags­frak­tion, Franz-Josef Holzenkamp:„Die Entschei­dung des Europäis­chen Par­la­ments“ auf ein­heitliche Kennze­ich­nungspflicht­en ist ein Erfolg für die Ver­brauch­er. Auf den ersten Blick kann dieser nun die wichtig­sten Nährstoffe und Aller­gene erfassen und entschei­den, was sein­er Ernährung zuträglich ist. Wir bedanken uns aus­drück­lich bei der CDU-Europaab­ge­ord­neten und zuständi­gen Berichter­stat­terin Renate Som­mer für die kon­se­quente und gute Ver­hand­lungs­führung und den hohen Arbeitseinsatz.Die neuen Regelun­gen betr­e­f­fen den Nährw­ert, Lebens­mit­te­lim­i­tate (z.B. Analogkäse oder Kle­be­fleisch), Aller­gene, die Herkun­fts­beze­ich­nung, das Datum des Ein­frierens sowie die Min­destschrift­größe, in der diese Angaben gemacht wer­den müssen, und deren Platzierung.Kaloriengehalt und sechs Nährstoffe müssen nun verpflich­t­end und in ein­er über­sichtlichen Tabelle aufge­führt wer­den. Damit man sie bess­er ver­gle­ichen kann, wer­den die Nährstof­fge­halte immer bezo­gen auf 100 Gramm oder 100 Mil­li­liter angegeben. Das ist die endgültige Absage an eine Ampelkennze­ich­nung, die wir stets abgelehnt hat­ten. Möglich sind zusät­zliche Angaben in Por­tio­nen. In Deutsch­land hat ein Großteil der Her­steller bere­its frei­willig das „1 plus 4“-Modell des Bun­desver­braucher­min­is­teri­ums auf der Vorder­seite viel­er Pro­duk­te umge­set­zt. Sämtliche Infor­ma­tio­nen müssen gut les­bar sein und min­destens in 1,2 Mil­lime­ter großer Schrift gedruckt wer­den. Beson­ders wichtig und richtig für die Ver­brauch­er ist die Kennze­ich­nung von Lebens­mit­te­lim­i­tat­en. Die Ver­wen­dung von Analogkäse in ein­er Lasagne muss zum Beispiel in unmit­tel­bar­er Nähe des Pro­duk­t­na­mens angegeben wer­den. Auch „Kle­be­fleisch“ muss kün­ftig mit dem Hin­weis „aus Fleis­chstück­en zusam­menge­fügt“ deut­lich ken­ntlich gemacht wer­den. Die CDU/C­SU-Bun­destags­frak­tion begrüßt die neuen Regelun­gen. Diese sind dem Ver­brauch­er eine wichtige Entschei­dung­shil­fe und erle­ichtern Allergik­ern den Einkauf.