4. Sep­tem­ber 2011

Mechthild Heil MdB (CDU) besuchte Lebenshilfehaus in Sinzig — Gemeinsames Ziel ist bessere Integration behinderter Mitmenschen

Die CDU-Bun­­­des­­ta­g­a­b­­ge­or­d­­ne­­te Mecht­hild Heil besuch­te jetzt das Haus der Lebens­hil­fe in Sin­zig. Gemein­sam mit dem Spre­cher der CDU-Kreis­­tags­­­frak­­ti­on für den Bereich „Sozia­les“, Micha­el Schnei­der, ging es dar­um, sich über die Situa­ti­on behin­der­ter Mit­men­schen im Kreis Ahr­wei­ler zu infor­mie­ren. Der Geschäfts­füh­rer der Lebens­hil­fe, Ste­fan Möl­ler, und der Lei­ter der Ein­rich­tung in der Pes­ta­loz­zi­stra­ße, Chris­ti­an Degen, emp­fin­gen mit wei­te­ren Vor­stands­mit­glie­dern die Christ­de­mo­kra­ten. Die Lebens­hil­fe ist der ein­zi­ge Anbie­ter im Land­kreis Ahr­wei­ler, der im Sin­ne eines voll­sta­tio­nä­ren Ange­bots ein Wohn­an­ge­bot für Men­schen mit geis­ti­gen Behin­de­run­gen vor­hält. 36 Plät­ze wer­den dabei in Sin­zig bereit­ge­stellt. Dem Lebens­hil­fe­haus sind auch Außen­wohn­grup­pen ange­glie­dert, in denen behin­der­te Men­schen eigen­stän­di­ger als in der Heim­ein­rich­tung leben kön­nen. Auch am Sin­zi­ger Kai­ser­platz sowie in der Jesui­ten­stra­ße in Bad Neuen­ahr gibt es Appar­te­ments für Men­schen mit Behin­de­run­gen. Mecht­hild Heil ver­wies auf den ste­ti­gen Fort­schritt bei der Inte­gra­ti­on behin­der­ter Mit­men­schen. Man wol­le weg von der Für­sor­ge hin zur akti­ven Lebens­ge­stal­tung. Bun­des­po­li­tisch sol­len die Selbst­be­stim­mung, Teil­ha­be, Chan­cen­gleich­heit und Bar­rie­re­frei­heit für Men­schen mit Behin­de­run­gen ver­bes­sert wer­den. Unter ande­rem soll die gemein­sa­me Erzie­hung und Bil­dung von Kin­dern mit und ohne Behin­de­run­gen vor­an­ge­trie­ben wer­den. Des Wei­te­ren sol­len die Berufs­chan­cen für Men­schen mit Behin­de­run­gen ver­bes­sert wer­den. „Wir müs­sen aber auch die Bar­rie­ren abbau­en, denen sich behin­der­te Men­schen täg­lich gegen­über­se­hen,“ beton­te die Par­la­men­ta­rie­rin. „Nicht nur das pri­va­te Umfeld ist gefragt, son­dern das Mit­den­ken aller Men­schen. Des­halb wer­den wir ver­stärkt die Auf­klä­rungs­ar­beit unter­stüt­zen. Das Pro­blem­be­wusst­sein für die Ange­le­gen­hei­ten von Men­schen mit Behin­de­run­gen muss noch grö­ßer wer­den“. Sei­tens der Ver­tre­ter der Lebens­hil­fe wur­den auch die Dis­kre­panz bei Finan­zie­rung von Inte­gra­ti­ons­hel­fern in Schu­len und Kin­der­gär­ten, Pro­ble­me bei der Fin­dung von bezahl­ba­rem Wohn­raum beim Betreu­ten Woh­nen sowie der Wunsch vie­ler Betrof­fe­ner auch nach einer sta­tio­nä­rer Ver­sor­gung ange­spro­chen. Dane­ben wur­de auch der Inte­gra­ti­ons­be­trieb InBe­lAhr „Hof Blas­wei­ler“ und das neue Wohn­pro­jekt Ant­wei­ler zum betreu­ten Woh­nen für Men­schen mit Behin­de­rung vor­ge­stellt. Micha­el Schnei­der hob in der Dis­kus­si­on her­vor, dass der Kreis Ahr­wei­ler mit Aus­ga­ben von 33,6 Mil­lio­nen Euro – Stand 2009 –den weit­aus größ­ten Ein­zel­plan des Kreis­haus­hal­tes für die Ein­glie­de­rungs­hil­fe behin­der­ten Men­schen habe. Gemäß dem Teil­ha­be­plan des Krei­ses Ahr­wei­ler geht man dabei weg von ange­bots­ori­en­tier­ten Pla­nun­gen hin zur Ent­wick­lung per­so­nen­ori­en­tier­ter ambu­lan­ter Hil­fe­sys­te­me. Im Zen­trum der Teil­ha­be­pla­nun­gen ste­hen der bedarfs­ori­en­tier­te Aus­bau des Betreu­ten Woh­nens und ande­rer geeig­ne­ter Wohn­for­men, die Schaf­fung von behin­der­ten­ge­rech­ten Arbeits­plät­zen, der Aus­bau von tages- und frei­zeit­struk­tu­rie­ren­den Ange­bo­ten, die Opti­mie­rung der Ange­bo­te der Früh­för­de­rung und die Schaf­fung von inte­gra­ti­ven Ange­bo­ten in Schu­len und Kindergärten.