30. April 2012

Hochrangige CDU-Delegation bei Rasselstein in Andernach — Landes- und Fraktionsvorsitzende Julia Klöckner war zu Gast — Dialog von Politik und Wirtschaft intensivieren

Eine hoch­ran­gi­ge Grup­pe von CDU-Bun­­­des- und Lan­des­po­li­ti­kern besuch­te jetzt die Thys­sen­Krupp Ras­sel­stein GmbH in Ander­nach und damit den welt­weit größ­ten Stand­ort für die Weiß­blech­pro­duk­ti­on. Die ört­lich zustän­di­ge Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Hedi The­len konn­te dabei die CDU-Lan­­des- und Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de im Land­tag, Julia Klöck­ner, eben­so begrü­ßen wie die hei­mi­schen Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Mecht­hild Heil. Dane­ben waren auch die Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Dr. Adolf Wei­land und Josef Dötsch dabei, eben­so wie Ander­nachs Bür­ger­meis­ter Claus Peitz und der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de im Stadt­rat, Ger­hard Mas­berg. Dr. Ulrich Roes­ke, Vor­stands­vor­sit­zen­der des Unter­neh­mens, emp­fing die Gäs­te zu einem leb­haf­ten Aus­tausch, in des­sen Mit­tel­punkt Fra­gen der Stand­ort­per­spek­ti­ven stan­den. Ent­war­nung konn­te Roes­ke hin­sicht­lich der wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lung des Unter­neh­mens am Stand­ort Ander­nach mit Schwer­punkt „Ver­pa­ckungs­stahl“ geben. Seit Jah­res­be­ginn 2012 fah­re das Werk wie­der in Voll­aus­las­tung, anders als im Jahr zuvor, als zeit­wei­se gro­ße Kapa­zi­tä­ten kon­junk­tur­be­dingt still­stan­den. Anders sehe es am Stand­ort Neu­wied aus, wo für die Auto­mo­bil­in­dus­trie pro­du­ziert wer­den. Die Per­spek­ti­ven dort sei­en „unklar“. Vor allem die Ent­wick­lung des Ener­gie­mark­tes und der Ener­gie­prei­se bil­de­ten eine wei­te­ren Schwer­punkt des Mei­nungs­aus­tau­sches. Ras­sel­stein als ener­gie­in­ten­si­ven Unter­neh­men hat immer­hin jähr­li­che Kos­ten in Höhe von etwa 60 Mil­lio­nen Euro für Ener­gie. Die Christ­de­mo­kra­ten beton­ten, dass trotz der Umstruk­tu­rie­run­gen der Ener­gie­wen­de vor allem eines gewähr­leis­tet wer­den müs­se: die Bezahl­bar­keit vor allem von Strom für Wirt­schaft und Privatverbraucher.Angesprochen wur­de dabei auch der von der rot-grü­­nen Lan­des­re­gie­rung in Rhein­­land-Pfalz geplan­te Was­ser­cent als neue Abga­be, die gera­de Indus­trie­be­trie­be emp­find­li­che tref­fe. Julia Klöck­ner macht klar, dass ihre Par­tei die­ses Vor­ha­ben ablehnt: „Der Was­ser­cent trifft gera­de ener­gie­in­ten­si­ve Unter­neh­men und gefähr­det damit Arbeits­plät­ze.“ In die­sem Zusam­men­hang rief sie dazu auf, ver­stärkt den Dia­log von Poli­tik und Wirt­schaft zu suchen, damit man bei anste­hen­den Gesetz­ge­bungs­vor­ha­ben auch die­se Sicht­wei­sen ein­brin­gen könne.Einen wei­te­ren Schwer­punkt bil­de­te die Situa­ti­on der 2.400 Arbeit­neh­mer von Ras­sel­stein in Ander­nach, die ange­sichts von Warn­streiks der IG Metall weni­ge Tage zuvor in den Focus einen brei­te­ren Öffent­lich­keit gera­ten war. Man einig­te sich jedoch dar­auf, kei­ne „Ersatz-Tari­f­­ver­­han­d­­lun­­­gen“ zu füh­ren und kon­zen­trier­te sich auf die lang­fris­ti­gen Per­spek­ti­ven. Ins­be­son­de­re die Tat­sa­che, dass jähr­lich 60 Aus­zu­bil­den­de in 12 Beru­fen ein­ge­stellt wer­den, fand Inter­es­se. Auch Betriebs­rats­vor­sit­zen­der Edmund Diet­rich bestä­tig­te ein kon­struk­ti­ves und gutes Mit­ein­an­der der Arbeit­neh­mer­ver­tre­tung und der Unter­neh­mens­lei­tung im Sin­ne der lang­fris­ti­gen Siche­rung der Arbeits­plät­ze. Ein kur­zer Rund­gang durch die Pro­duk­ti­on run­det den Infor­ma­ti­ons­be­such der CDU-Poli­­ti­­ker ab.