19. Dezem­ber 2012

Mechthild Heil MdB (CDU) kritisiert Peer Steinbrück (SPD) zu dessen Äußerungen zum Bonn-Berlin-Gesetz — „Glatter Fehlstart des Kandidaten auch in der Region Bonn“

Als „glat­ten Fehl­start auch in der Regi­on Bonn“ bezeich­ne­te die CDU-Bun­­­des­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­te Mecht­hild Heil die jüngs­ten Äuße­run­gen von Peer Stein­brück. Der frisch gekür­te SPD-Kan­z­­ler­­kan­­di­­dat hat­te jetzt vor­ge­schla­gen, die Bun­des­mi­nis­te­ri­en alle nach Ber­lin zu ver­le­gen. „Dies wider­spricht den Buch­sta­ben und dem Geist des Bonn-Ber­­lin-Gese­t­­zes“, so Mecht­hild Heil dazu. „Die knap­pe Zustim­mung des Deut­schen Bun­des­tags zum Umzug nach Ber­lin im Jahr 1991 war nur mög­lich, weil der Regi­on Bonn damals eine fai­re Arbeits­tei­lung zuge­sagt wor­den ist. Es gibt auch heu­te kei­nen Grund, dar­an zu rüt­teln!“ Heil weist dar­auf hin, dass zuletzt im Novem­ber 2012 im Deut­schen Bun­des­ta­ges der Antrag der Lin­ken bezüg­lich eines ”Been­di­gungs­ge­set­zes zum Ber­­lin/­­Bonn-Gesetz” bera­ten und abge­stimmt wur­de. Die Koali­ti­on aus CDU/CSU und FDP habe gegen die­sen Antrag gestimmt und sich damit für die Ein­hal­tung des Bon­n/­­Ber­­lin-Gese­t­­zes und zur Bei­be­hal­tung der fai­ren und gerech­ten Arbeits­tei­lung zwi­schen Bonn und Ber­lin aus­ge­spro­chen. Erstaun­li­cher­wei­se hat sich die SPD im Deut­schen Bun­des­tag bei die­ser Abstim­mung der Stim­me ent­hal­ten, so Mecht­hild Heil. „Offen­sicht­lich woll­te man sich bei den Sozi­al­de­mo­kra­ten bereits im Vor­griff auf mög­li­che Vor­ha­ben einer rot-grü­­nen Bun­des­re­gie­rung allen Türen offen hal­ten“, betont Mecht­hild Heil. Die Christ-demo­­kra­­tin betont, dass es in der Koali­ti­ons­ver­ein­ba­rung von CDU, CSU und FDP heißt: ”Wir beken­nen uns zum Bonn-Ber­­lin-Gesetz.” Ein solch kla­res Wort auch von Peer Stein­brück zu erwar­ten, sei wohl zu viel verlangt.Die CDU-Par­la­­men­­ta­­rie­­rin spricht sich aus­drück­lich für einen ver­läss­li­chen Umgang mit gel­ten­dem Recht aus: „Als 1991 die Haupt­stadt­ent­schei­dung auf Ber­lin fiel, erhiel­ten die Men­schen unse­rer Regi­on fes­te Zusa­gen für den Ver­bleib von Dienst­pos­ten und Dienst­sit­zen. Auf gel­ten­des Recht muss Ver­lass sein und daher set­zen wir uns für den Erhalt und die Ein­hal­tung des Bonn-Ber­­lin-Gese­t­­zes ein. Die star­ke Prä­senz der Bun­des­mi­nis­te­ri­en und ande­rer Bun­des­in­sti­tu­tio­nen in der Bun­des­stadt Bonn muss auch in Zukunft Bestand haben.“ Dies gel­te auch für vie­le Men­schen in ihrem Wahl­kreis, die in ihrer beruf­li­chen Exis­tenz hier­von abhän­gig seien.