18. Dezem­ber 2013

Manipulationen bei ‘Lieblingsauto der Deutschen ’ — ADAC muss sich umstrukturieren

Über Jah­re hin­weg soll der ADAC die Zah­len der abge­ge­be­nen Stim­men bei der Umfra­ge zum ”Lieb­lings­au­to der Deut­schen” mani­pu­liert haben. Dazu erklärt die Ver­brau­cher­schutz­be­auf­trag­te der CDU/C­­SU-Bun­­­des­­tags­­­frak­­ti­on, Mecht­hild Heil: ”Lei­der muss­te die Öffent­lich­keit erken­nen, dass der ADAC kein gemein­nüt­zi­ger Ver­ein, son­dern ein Groß­un­ter­neh­men ist, das eige­ne Wirt­schafts­in­ter­es­sen ver­folgt. Sei­ne über 18 Mil­lio­nen Mit­glie­der sind das Pfund, mit dem er wuchert und das er zur poli­ti­schen Ein­fluss­nah­me nutzt.Nun hat der ADAC das gro­ße Ver­trau­en, das Mit­glie­der und Öffent­lich­keit in ihn gesetzt haben, leicht­fer­tig ver­spielt. Nach den bekannt gewor­de­nen Mani­pu­la­tio­nen stellt sich die Fra­ge, ob der ADAC nicht auch in ande­ren Berei­chen Sta­tis­ti­ken im Eigen­in­ter­es­se ver­fälscht. Als glaub­wür­di­ge Test­or­ga­ni­sa­ti­on und Stim­me der Auto­fah­rer wird er nun vor­erst nicht mehr gel­ten können.Mit einer Ent­schul­di­gung des Auto­mo­bil­clubs ist es daher nicht getan. Wenn der Auto­mo­bil­club wei­ter­hin als unab­hän­gi­ger Ver­ein wahr­ge­nom­men wer­den will, muss er sich umstruk­tu­rie­ren, um Kon­flik­te zwi­schen eige­nem Wirt­schafts­in­ter­es­se und Dienst an der Öffent­lich­keit in Zukunft zu vermeiden.”