19. März 2015

Mechthild Heil (CDU) begrüßt Verbot von Uber Pop — „Share Economy“ sollte anders aussehen, als bei Uber

Am Mitt­woch wur­de Uber Pop durch das Lan­des­ge­richt Frank­furt deutsch­land­weit ver­bo­ten. Uber spricht von einer „Nie­der­la­ge für die Gesell­schaft“. Ubers Geschäfts­mo­dell sah wie folgt aus: das Unter­neh­men stellt eine kos­ten­pflich­ti­ge Online-Ver­­­mit­t­­lungs­­­plat­t­­form zur Ver­fü­gung. Die Fah­rer tra­gen alle unter­neh­me­ri­schen Risi­ken voll­stän­dig allei­ne, müs­sen sel­ber für Sprit, Ver­schleiß und auch die Ver­si­che­rungs­ri­si­ken auf­kom­men. Zudem kön­nen Ver­brau­cher weder davon aus­ge­hen, dass die Fah­rer eine Kon­zes­si­on haben, noch sich auf fai­re Fahr­prei­se ver­las­sen. Und reicht die Ver­si­che­rung des Fah­rers in einem Scha­dens­fall nicht, kön­nen Kun­den auch nicht sicher sein, dass ihr Scha­den bezahlt wird. Für die CDU hat Share Eco­no­my einen ganz ande­ren Sinn, „durch das tei­len sol­len begrenz­te Res­sour­cen opti­mal nutz­bar und zugleich für mehr Ver­brau­cher zugäng­lich gemacht wer­den. So z.B. durch Fahr­ge­mein­schaf­ten: mehr Men­schen sind in weni­ger Autos unter­wegs und die Fahrt­kos­ten für den ein­zel­nen sin­ken – so pro­fi­tie­ren alle“, äußert sich Mecht­hild Heil. Das Geschäfts­mo­dell von Uber ist aber aus Sicht von Mecht­hild Heil gera­de nicht auf Pre­kä­re Arbeits­ver­hält­nis­se mit unsi­che­ren Beför­­de­­rungs- und Haf­tungs­be­din­gun­gen bei schlech­ter Bezah­lung, die den Taxi-Markt ver­drän­gen, gehö­ren aus Sicht der Abge­ord­ne­ten nicht dazu. Daher hält sie das Ver­bot von Uber auch für ein rich­ti­ges Signal: „Model­le, wie Platt­for­men zur Ver­mitt­lung von Mit­fahr­ge­le­gen­hei­ten, kön­nen einen sehr wich­ti­gen Bei­trag leis­ten gera­de bei der altern­de Gesell­schaft in unse­ren länd­li­chen Gebie­ten. Daher brau­chen wir hier eige­ne Model­le einer ech­ten „Share Economy“.“