23. April 2015

Mechthild Heil MdB (CDU) und Detlev Pilger MdB (SPD) stellen sich in der Diskussion um Wohnungsnot in der Region — Bezahlbarer Wohnraum in der Region ist knapp

Zu einem gemein­sa­men Fach­ge­spräch über die Wohn­raum­si­tua­ti­on im Deka­nat Ander­­nach-Bas­­sen­heim kamen jetzt die CDU-Bun­­­des­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­te Mecht­hild Heil, sowie der SPD-Bun­­­des­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­te Det­lev Pil­ger mit wei­te­ren Exper­ten im Haus Krah­nen­berg in der Rhein-Mosel-Fach­­k­li­­nik in Ander­nach zusam­men. Dazu gehör­ten der Immo­bi­li­en­mak­ler Wal­de­mar Hal­ler, Karl Werft vom Sozi­al­amt der Stadt Ander­nach, Lena Pauls vom Cari­tas­ver­band Koblenz, Mar­gret Mar­­xen-Ney vom Cari­tas­ver­band Rhein-Mosel-Ahr sowie Michae­la Kurp von der AG Woh­nen des Netz­wer­kes Inklu­si­on des Krei­ses May­­en-Kobelnz. Zuvor gab es bereits geson­der­tes Tref­fen mit den bei­den Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten zum The­ma ‚Struk­tu­rel­le Ursa­chen von Armut‘, die auch auf Initia­ti­ve der Fach­kon­fe­renz Inte­gra­ti­on des Deka­nats Ander­­nach-Bas­­sen­heim statt­ge­fun­den haben. Hin­ter­grund die­ser Ver­an­stal­tung sind die besorg­nis­er­re­gen­den Erfah­run­gen aus der täg­li­chen Arbeit der Mit­glie­der der Fach­kon­fe­renz: Es gibt nicht genü­gend bezahl­ba­ren Wohn­raum. Für einen nicht uner­heb­li­chen Teil der Bevöl­ke­rung sind die Woh­nun­gen, die ange­bo­ten wer­den, zu teu­er bzw. sind die Mie­ten viel höher als die vom Job­cen­ter fest­ge­setz­ten Sät­ze für die Kos­ten der Unter­kunft. Aber nicht nur für Leis­tungs­emp­fän­ger ist es schwer eine Woh­nung zu fin­den, auch für Men­schen die in Lohn und Brot ste­hen. Es ist nicht sel­ten, dass mit­hil­fe von Arbeits­lo­sen­geld II das Ein­kom­men auf­ge­stockt wer­den muss, weil die Mie­ten zu hoch sind. Häu­fig steht aber nicht nur das finan­zi­el­le Pro­blem bei der Woh­nungs­su­che im Vor­der­grund, son­dern auch eine Krank­heit oder Behin­de­rung. Vie­le Ver­mie­ter haben Berüh­rungs­ängs­te und wol­len am liebs­ten allein­ste­hen­de oder kin­der­lo­se Nicht­rau­cher als Mie­ter. Auch sind bar­­rie­­re­­frei­e/-arme bzw. behin­der­ten­ge­rech­te bezahl­ba­re Woh­nun­gen Man­gel­wa­re. Das könn­te zukünf­tig zu einem grö­ße­ren Pro­blem wer­den, da die Gesell­schaft immer älter wird und es vie­le Senio­ren gibt, deren Ren­te gering ist. Die The­ma­tik des bezahl­ba­ren Wohn­raums wird im Moment zusätz­lich noch durch den ‚Flücht­lings­strom‘ ver­schärft. Patent­lö­sun­gen oder gar schnell grei­fen­de Lösun­gen gibt es nicht. Den­noch sind sich alle Betei­lig­ten dar­über einig, dass alles ver­sucht wer­den muss, um gegen­über die­sem Pro­blem Herr zu wer­den. Daher rufen bei­de Poli­ti­ker die Gesamt­ge­sell­schaft auf, leer­ste­hen­de Woh­nun­gen den Sozi­al­ver­bän­den oder Job­cen­tern zu mel­den bzw. die­se zu fai­ren Prei­sen zu ver­mie­ten. Aber auch auf Sei­ten der Poli­tik besteht gro­ßer Hand­lungs­be­darf. „So muss bspw. der sozia­le und pri­va­te Woh­nungs­bau stär­ker ange­kur­belt wer­den“, so Heils und Pil­gers Fazit.