Mechthild Heil (CDU) freut sich über Einigung beim Weingesetz — Ausweitung der Rebflächen begrenzt

An diesem Fre­itag wurde die Nov­el­le des Weinge­set­zes im Deutschen Bun­destag ver­ab­schiedet. Sie sieht vor, die Ausweitung der Rebflächen in Deutsch­land auf 0,3 % zu begren­zen. Die Neuerung war notwendig gewor­den, da die neue Wein­mark­tverord­nung der Europäis­chen Union eine Ausweitung der Rebflächen von min­destens 1 % vor­sieht, die nur noch in begrün­de­ten Aus­nah­me­fällen unter­schrit­ten wer­den darf. Der Bun­desrat, allen voran die rot-grüne Lan­desregierung in Rhein­land-Pfalz, hat­te sich für eine Anhebung von 0,5 % aus­ge­sprochen. Dass dies in let­zter Minute ver­hin­dert wer­den kon­nte, freut Mechthild Heil: „Mit dem von uns nun aus­ge­han­del­ten Kom­pro­miss auf lediglich 0,3 % Zuwachs wird den berechtigten Inter­essen von Rhein­land-Pfalz als größtem Wein­bauland Rech­nung getra­gen. Das haben wir der guten Zusam­me­nar­beit zwis­chen unser­er CDU-Lan­desvor­sitzen­den Julia Klöck­n­er und den CDU-Abge­ord­neten aus Rhein­land-Pfalz zu ver­danken.“ Hin­ter­grund für die gewollte Begren­zung der Rebflächen in Deutsch­land ist die Sorge, dass durch mehr Wein­menge am Markt und dem sich daraus ergeben­den möglichen Preisver­fall, der Steil­la­gen­wein­bau gefährdet würde. Damit kön­nte ein Stück der fan­tastis­chen Weinkul­tur­land­schaft, die auch unsere Region prägt, ver­loren gehen. Dies würde die Philoso­phie der Deutschen Winz­er, auf mehr Qual­ität statt auf mehr Menge zu set­zen, durchkreuzen. Dazu sagt Mechthild Heil: „Ich bin ent­täuscht, dass sich die rot-grüne Lan­desregierung im Bun­desrat nicht stärk­er für die Inter­essen unser­er Winz­er und die Qual­ität des Deutschen Weines einge­set­zt hat.“ Die geringe Quote von 0,3 Prozent Zubau ermöglicht eine vor­sichtige Ausweitung sowie eine Mark­töff­nung und entspricht der aktuellen Mark­t­lage für Wein in Deutsch­land. „Zudem wird mit der Regelung sichergestellt, dass es auch in Zukun­ft keine größeren Aus­dehnun­gen der Weinan­bau­flächen in Deutsch­land geben wird“, erk­lärt der Bun­destagsab­ge­ord­nete Nor­bert Schindler.