Mechthild Heil begrüßt die geplante Änderung des Gewährleistungsrechts

Wenn bish­er ein Handw­erk­er oder Werk­sun­ternehmer unwissentlich fehler­haftes Mate­r­i­al ver­baute, blieb er oft­mals auf den Kosten für Aus­bau und erneuten Ein­bau des Mate­ri­als sitzen. Eine Weit­er­gabe der Kosten an den Verkäufer der min­der­w­er­ti­gen Mate­ri­alien ist nach bish­eri­gen Recht nicht möglich. Ins­beson­dere für kleine handw­erk­liche Betriebe kann dies große finanzielle Belas­tun­gen darstellen. Diese Regelun­gen sollen nun geän­dert wer­den. Mechthild Heil: “Dass nicht der Verkäufer der man­gel­haften Ware, son­dern der ein­bauende Handw­erk­er auf den Kosten sitzen bleibt, ist eine große Ungerechtigkeit. Im Unter­schied zu Ver­brauch­ern. Diese kön­nen heute schon mit verdeck­ten Fehlern behaftete Mate­ri­alien vom Her­steller erset­zen lassen, incl. Aus- und neuer Ein­bau.“

Mit dem Gesetz wird ein wichtiges Anliegen aus dem Koali­tionsver­trag umge­set­zt und die Recht­stel­lung von Handw­erk­ern und Werk­sun­ternehmern bei Kaufverträ­gen von Mate­ri­alien verbessert. Auch für Verkäufer von Bau­ma­te­ri­alen bietet der Geset­zen­twurf Vorteile, da er auf Basis des Verur­sacher­prinzips eine Abwick­lung der Regres­sansprüche ent­lang der Liefer­kette ermöglicht und somit gewährleis­tet, dass die Kosten eines ent­stande­nen Schadens auch wirk­lich vom Verur­sach­er getra­gen wer­den.