3. Juni 2016

Berlininfo Nr. 9 vom 03.06.2016

Lie­be Lese­rin­nen und Leser,
Frau Eva Küh­­ne-Hör­­mann, Jus­tiz­mi­nis­te­rin in Hes­sen, berich­te­te uns von einer inter­es­san­ten Initia­ti­ve. Rich­ter, Rechts­an­wäl­te und Rechts­pfle­ger bie­ten in Koope­ra­ti­on mit Flücht­lings­ein­rich­tun­gen Ver­an­stal­tun­gen an, wo ganz prak­tisch über deut­sches Recht infor­miert wird. Die Minis­te­rin berich­te­te z.B. von dem Erstau­nen der Hörer, das Eltern den teu­ren Han­dy­ver­trag ihres 15-Jäh­­ri­­gen zurück­ge­ben kön­nen, das Schmier­geld­zah­lun­gen im Asyl­ver­fah­ren nicht hel­fen und — auf eine Nach­fra­ge hin — auch der Ver­such der Bestechung bei uns straf­bar ist. Ein Mann berich­te­te, er wer­de geschla­gen und war genau­so erstaunt, dass er dies anzei­gen kön­ne, wie betrof­fen, dass eine fal­sche Beschul­di­gung bei uns auch geahn­det wird. Ich fin­de, das klingt nach einer wirk­lich guten Initia­ti­ve, nah dran an den Fra­gen der Men­schen. Ich will nun ver­su­chen mit den Amts­ge­rich­ten und den Trä­gern der Flücht­lings­ein­rich­tun­gen aus­zu­lo­ten, ob sol­che Rechts­staats­klas­sen auch vor Ort eta­bliert wer­den könnte.
Ihre
Mecht­hild Heil[button text=“Download Ber­lin­in­fo Nr. 9 vom 03.06.2016 (PDF-Datei)” link=“https://www.mechthild-heil.de/wp-content/uploads/2016/06/Berlininfo_2016_Jun_03.pdf” target=“_blank”]