20. Juni 2016

Mechthild Heil MdB (CDU) besucht Dr. von Ehrenwall’sche Klinik in Ahrweiler: Erfolgreiches Pilotprojekt: Traumaambulanz für Opfer von Gewalttaten

Die CDU-Bun­­­des­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­te Mecht­hild Heil besuch­te jetzt die Dr. von Ehrenwall’sche Kli­nik in Ahr­wei­ler, ein Fach­kran­ken­haus für Psych­ia­trie, Psy­cho­the­ra­pie, Psy­cho­so­ma­tik und Neu­ro­lo­gie. Im Zen­trum des Besuchs stand das 2011 in Rhein­­land-Pfalz gestar­te­te Pilot­pro­jekt „OEG-Traumaa­­­m­­bu­lan­­zen zur Sofort­hil­fe für Opfer von Gewalt­ta­ten“. Im Gespräch mit dem ärzt­li­chen Direk­tor der Kli­nik, Dr. med Chris­toph Smo­len­ski, infor­mier­te sich die CDU-Bun­­­des­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­te zunächst über die His­to­rie und Arbeit des in vier­ter Genera­ti­on im Fami­li­en­be­sitz geführ­ten Hau­ses. Der 1877 von Carl von Ehren­wall gegrün­de­ten Kli­nik gelingt es durch stän­di­ge Inno­va­ti­on, den Ein­satz moder­ner The­ra­pie­me­tho­den und die geziel­te Aus- und Wei­ter­bil­dung der Mit­ar­bei­ter einen hohen Qua­li­täts­stan­dard zu gewährleisten.
Heu­te über­nimmt das Kran­ken­haus daher die Pflicht­ver­sor­gung des Land­krei­ses Ahr­wei­ler und war 2011 eine von lan­des­weit zwei Kli­ni­ken im Pilot­pro­jekt OEG-Trau­ma­a­u­m­­bu­lan­­zen. „Im Leit­bild des Kran­ken­hau­ses steht die Indi­vi­dua­li­tät und Ein­zig­ar­tig­keit des Men­schen als ein zen­tra­ler Aspekt im Mit­tel­punkt, sowohl bei der Behand­lung der Pati­en­ten, als auch bei der För­de­rung der Mit­ar­bei­ter. Auf Grund­la­ge die­ses Men­schen­bil­des kann vie­len Pati­en­ten bei her­vor­ra­gen­der fach­li­cher Beglei­tung gehol­fen wer­den“ freu­te sich die Christ­de­mo­kra­tin Heil nach ihrem Besuch.
Die Chef­ärz­tin im Ruhe­stand Dr. med Susan­na Smo­len­ski erläu­ter­te anschlie­ßend das Kon­zept der OEG-Traumaa­­­m­­bu­lanz, einer Sofort­hil­fe für Gewalt­op­fer über das Opfer­ent­schä­di­gungs­ge­setz (OEG). Dabei steht die Geschwin­dig­keit der The­ra­pie im Vor­der­grund: Mög­lichst am ers­ten Werk­tag nach der Mel­dung durch die Poli­zei wird ein Ter­min bei erfah­re­nen Psy­cho­the­ra­peu­ten ver­ein­bart, bei dem die­ser die Sym­pto­me erken­nen soll. Die schreck­li­chen Erleb­nis­se bei z.B. Über­fäl­len, Ver­ge­wal­ti­gun­gen, Fol­ter oder als Zeu­ge von schwe­ren Gewalt­ta­ten füh­ren bei den Pati­en­ten meist zu soge­nann­ten Flash­backs, Ver­mei­dungs­ver­hal­ten und enor­mer Schreckhaftigkeit.
Durch die schnel­le Behand­lung gelingt es den The­ra­peu­ten in den meis­ten Fäl­len inner­halb von nur fünf Sit­zun­gen durch z.B. Sta­bi­li­sie­rungs­tech­ni­ken und Res­sour­cen­ak­ti­vie­rung voll­stän­dig oder fast voll­stän­dig eine Rück­läu­fig­keit der Sym­pto­me zu bewir­ken. Damit kön­nen lang­wie­ri­ge oder gar chro­ni­sche psy­chi­sche Erkran­kun­gen ver­mie­den wer­den. Für die CDU-Bun­­­des­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­te Heil, die selbst in den letz­ten Mona­ten inten­si­ven Kon­takt zu einem nach einem Afgha­­ni­­stan-Ein­­satz trau­ma­ti­sier­ten Bun­des­wehr­sol­da­ten hat­te, ein tol­ler Erfolg: „Es ist schön zu sehen das Men­schen hier so schnell und der­art effek­tiv kom­pe­ten­te Hil­fe fin­den, die Ihnen die Rück­kehr zu einem nor­ma­len Leben erlaubt.“