Mechthild Heil MdB (CDU) besucht Apotheke im HIT in Mayen: CDU-Abgeordnete schaut hinter die Kulissen der Apotheken „vor Ort“

Die CDU-Bun­destagsab­ge­ord­nete Mechthild Heil besuchte jet­zt die „Apotheke im HIT“ in Mayen und führte ein Hin­ter­grundge­spräch mit Inhab­erin Han­nelore Stef­fens. Anlass des Besuch­es war das Urteil des Europäis­chen Gericht­shofes, welch­es das Rabattver­bot auf ver­schrei­bungspflichtige Medika­mente für aus­ländis­che Ver­san­dapotheken  in der EU als rechtswidrig beze­ich­nete. For­t­an dür­fen aus­ländis­che Ver­san­dapotheken also ver­schrei­bungspflichtige Medika­mente mit Preis­nach­lass nach Deutsch­land verkaufen, während für die deutschen Apotheken weit­er­hin die Preis­bindung gilt. Sowohl für den Apothek­erver­band wie auch für die Poli­tik ergeben sich daraus Kon­se­quen­zen, die es sorgfältig zu bew­erten gilt.

Für Mechthild Heil MdB Anlass, sich vor Ort zu informieren und mit den Betrof­fe­nen ins Gespräch zu kom­men. Dazu war die Christ­demokratin bere­its bei „Dr. Schlags Apotheken“ zu Gast und fol­gte nun gerne der Ein­ladung von Han­nelore Stef­fens. Frau Stef­fens ist Inhab­erin und Lei­t­erin der Apotheke am Neu­tor in Mayen und darüber hin­aus eben­falls Inhab­erin der Fil­ialapotheken im Hit in Mayen, der Cen­ter­apotheke in Ander­nach und der easy Apotheke in Mayen. Sie war gerne bere­it der Bun­destagsab­ge­ord­neten ihre Sichtweise darzule­gen und einen Blick hin­ter die Kulis­sen zu gewähren.

Dabei kon­sta­tierte Stef­fens, dass mit den angestoße­nen Verän­derun­gen aus ihrer Sicht das beste­hende und gut funk­tion­ierende deutsche Sys­tem der Arzneimit­telver­sorgung in sein­er Exis­tenz bedro­ht würde: „Anders als für anonyme Versender ste­ht für uns im Vorder­grund, wie wir die Ver­sorgung des Patien­ten gewährleis­ten kön­nen. In den Apotheken vor Ort ken­nen wir unsere Kun­den zudem meist schon sehr lange, wis­sen welche Medika­mente ggf. schon ein­genom­men wer­den und kön­nen auf Prob­leme aufmerk­sam machen.“ Darüber hin­aus ste­hen die vier Apotheken von Han­ner­lore Stef­fens mit ihren ca. 90 Mitar­beit­ern den Patien­ten jährlich zusät­zlich mit gut 130 Not­di­en­sten zur Ver­fü­gung. Grund­sät­zlich beste­ht zudem immer die Möglichkeit Medika­mente direkt zum Patien­ten zu liefern und in punc­to Schnel­ligkeit kann inner­halb der dreistündi­gen Liefer­in­ter­valle vom Großhändler in Koblenz alles bezo­gen wer­den. „Neben der Geschwindigkeit set­zen wir auf mod­erne Abwick­lung, so z.B. auch die Ein­bindung aktueller Plat­tfor­men wie etwa What­sApp. Den Hauptvorteil der Apotheke vor Ort sehe ich allerd­ings weit­er­hin im direk­ten Kon­takt. Für Patien­ten mit ver­schieden­sten Rezepten von ver­schiede­nen Ärzten kön­nen wir beispiel­sweise helfen den Überblick zu bewahren und mögliche Prob­leme aufzeigen“,  so Han­nelore Stef­fens weit­er.

Für Mechthild Heil, Ver­brauch­er­schutzbeauf­tragte der CDU/C­SU-Bun­destags­frak­tion, ist in der The­matik auch die Rolle der Krankenkassen entschei­dend: „Wenn die Krankenkassen entsprechen­den Druck ausüben, kann das den Apotheken schw­er zu schaf­fen machen. Allerd­ings sollte man zur Ehrlichkeit immer erwäh­nen, dass sämtliche Einsparun­gen beim Inter­netkauf von ver­schrei­bungspflichti­gen Medika­menten immer den Krankenkassen zu Gute kom­men und nicht etwa dem Patien­ten. “ Abschließend verabre­de­ten Mechthild Heil MdB und Han­nelore Stef­fens zu dem The­ma im Gespräch zu bleiben, ger­ade wenn die The­matik nach der Bun­destagswahl erneut auf die Tage­sor­d­nung kom­men wird.