15. März 2018

Mechthild Heil MdB (CDU) besuchte Forstamt Adenau: Staatswald Adenau erhielt jetzt erneut die Zertifizierung für nachhaltige Forstwirtschaft

Vor kur­zem erhielt der Staats­forst Ade­nau zum wie­der­hol­ten Male die Zer­ti­fi­zie­rung für nach­hal­ti­ge Forst­wirt­schaft nach dem soge­nann­ten FSC-Stan­­dard. Dies nahm die CDU-Bun­­­des­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­te Mecht­hild Heil jetzt zum Anlass, mit Forst­amts­lei­ter Win­and Schmitz aktu­el­le Fra­gen der Forst­wirt­schaft zu bespre­chen. Er bewirt­schaf­tet mit sei­nen Mit­ar­bei­tern in den Ver­bands­ge­mein­den Ade­nau und Alte­nahr ein gro­ßes Gebiet mit Staats­wald im Besitz des Lan­des Rhein­­land-Pfalz sowie kom­mu­na­len und pri­va­ten Waldgebieten.
Sor­gen macht Förs­ter Schmitz vor allem der teil­wei­se viel zu hohe Wild­be­stand in eini­gen Gebie­ten sei­nes Reviers. Dies führt zum weit­ge­hen­den Ver­biss jun­ger Bäu­me und gefähr­det damit das Ziel der nach­hal­ti­gen Forst­wirt­schaft. Man ste­he aber mit dem Kreis­jagd­ver­band und den Jagd­päch­tern dazu in stän­di­gem Dia­log, um die Pro­ble­me bes­ser bewäl­ti­gen zu kön­nen. Auch der oft sehr klein­tei­li­ge und zer­split­ter­te Pri­vat­wald erschwert die Beförs­te­rung; hier will man zukünf­ti­ge durch frei­wil­li­gen Land­tausch grö­ße­re zusam­men­hän­gen­de Flä­chen schaf­fen, um fort­wirt­schaft­li­che Maß­nah­men effek­ti­ver durch­füh­ren zu können.
Wich­ti­ges The­ma des Gesprä­ches war auch die anste­hen­de Neu­ord­nung der Holz­ver­mark­tung in Rhein­­land-Pfalz. Der Lan­des­be­trieb Lan­des­fors­ten wird sich auf­grund von kar­tell­recht­li­chen Beden­ken ab Janu­ar 2019 aus dem Holz­ver­kauf für den Kom­mu­nal­wald und – soweit kei­ne zumut­ba­ren Ver­mark­tungs­al­ter­na­ti­ven bestehen – auch für den Pri­vat­wald zurück­zie­hen. Anlass für die Tren­nung der gemein­sa­men Holz­ver­mark­tung von Land und Kom­mu­nen sind wett­be­werbs­recht­li­che Beden­ken des Bun­des­kar­tell­am­tes. Erhal­ten blei­ben sol­len jedoch abge­se­hen davon das für alle Wald­be­sit­zer zustän­di­ge Gemein­schafts­forst­amt mit sei­nen viel­fäl­ti­gen Leis­tun­gen zum Schutz und zur Pfle­ge des Waldes.
Mecht­hild Heil bewer­te­te den Mei­nungs­aus­tausch mit Win­and Schmitz sehr posi­tiv: „Nach­hal­ti­ge Forst­wirt­schaft hat in unse­rer Zeit mehr Bedeu­tung denn je, denn der Wald als Quel­le nach­wach­sen­der Roh­stof­fe, als Lebens­raum für Tie­re und Pflan­zen, aber auch als Raum für Frei­zeit und Erho­lung der Men­schen muss nach­hal­tig geschützt wer­den.“ Ver­ein­bart wur­de für die wär­me­re Jah­res­zeit ein wei­te­rer Ter­min, der dann direkt im Forst statt­fin­den soll.