16. Mai 2022

Mechthild Heil MdB (CDU) im Austausch mit dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft: Flut im Ahrtal hatte eine durchschnittliche Schadenssumme in Höhe von 210.000 Euro

Die CDU-Bun­­­des­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­te Mecht­hild Heil hat sich jetzt in einer Video­kon­fe­renz mit Ver­tre­tern des Gesamt­ver­bands der Deut­schen Ver­si­che­rungs­wirt­schaft (GDV) zur Situa­ti­on im Ahr­tal nach der Flut bespro­chen. Von Sei­ten des GDV waren Anja Käfer-Rohr­­bach, stell­ver­tre­ten­de Haupt­ge­schäfts­füh­re­rin und Oli­ver Hau­ner, Abtei­lungs­lei­ter für den Bereich „Ele­men­tar­schä­den“ mit dabei. Sie berich­te­ten, dass der Land­kreis Ahr­wei­ler mit einem Durch­schnitts­scha­den von rund 210.000 Euro pro Ver­si­che­rungs­fall beim Flut­ereig­nis Bernd eine Spit­zen­po­si­ti­on ein­neh­me. Noch nie habe es in einem Land­kreis nach einem Extrem­wet­ter­er­eig­nis in Deutsch­land eine solch hohe durch­schnitt­li­che Scha­den­sum­me gegeben.

Dies zei­ge nicht nur, wie hoch der Zer­stö­rungs­grad im Ahr­tal gewe­sen sei. Zugleich stel­le der Wie­der­auf­bau ange­sichts der Lie­fer­eng­päs­se und knap­pen Hand­wer­ker­ka­pa­zi­tä­ten alle Betei­lig­ten – ein­schließ­lich der Ver­si­che­run­gen – vor hohe Her­aus­for­de­run­gen. Trotz die­ser Her­aus­for­de­run­gen sei­en vie­le Schä­den aus dem Juli 2021 bereits regu­liert: In der Gesamt­schau über alle betrof­fe­nen Regio­nen hät­ten die Ver­si­che­rer mitt­ler­wei­le 60 bis 80 Pro­zent der Ansprü­che aus­ge­zahlt. Zah­lun­gen wür­den Zug um Zug mit dem Wie­der­auf­bau erfolgen.

Sei­tens des GDV set­ze man sich zudem für eine unbü­ro­kra­ti­sche Ver­fah­rens­wei­se und akti­ve Kom­mu­ni­ka­ti­on bei der Scha­den­re­gu­lie­rung ein und ste­he hier im per­ma­nen­ten Dia­log mit den betrof­fe­nen Ver­si­che­rern. Gesprächs­the­ma war auch die not­wen­di­ge Vor­sor­ge vor Stark­re­ge­n­er­eig­nis­sen, um Ele­­men­­tar-Ver­­­si­che­­run­­­gen für alle zu ver­tret­ba­ren Kon­di­tio­nen zu ermög­li­chen. Hier ist jeder ein­zel­ne für sein Grund­stück gefor­dert, aber natür­lich auch die Kom­mu­nen sowie die unter­halts­pflich­ti­gen staat­li­chen Ebe­nen bei den Gewäs­sern ers­ter bis drit­ter Ordnung.

Die Ver­si­che­rer ver­wie­sen auf Nach­bar­län­der wie die Schweiz, wo es bereits flä­chen­de­cken­de Star­k­­re­­gen-Abflus­s­­si­­mu­la­­ti­o­­nen mit einer Gefähr­dungs­kar­tie­rung für jedes ein­zel­ne Haus gebe. Mecht­hild Heil sieht das auch für das Ahr­tal und den übri­gen Kreis Ahr­wei­ler als drin­gend erfor­der­lich an und ver­weist auf die Gemein­de Graf­schaft, wo es die­se Daten­grund­la­ge dank eines anspruchs­vol­len Hoch­was­ser­schutz­kon­zep­tes bereits gibt. Die Par­la­men­ta­rie­rin sicher­te zu, ein offe­nes Ohr für alle Flut­be­trof­fe­nen zu haben, die im Bereich ihrer Scha­dens­re­gu­lie­rung noch Pro­ble­me haben.