9. Novem­ber 2022

Abgeordnete des Bauausschuss setzen sich für Verlängerung der Antrags- und Bewilligungsfristen für die Katastrophengebiete ein

Die vier Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Mar­tin Dieden­ho­fen (SPD), Mecht­hild Heil (CDU), Anja Lie­bert (Bünd­nis 90/Die Grü­nen) und San­dra Wee­ser (FDP) machen als ordent­li­che Mit­glie­der des Aus­schus­ses für Woh­nen, Stadt­ent­wick­lung, Bau­we­sen und Kom­mu­nen Druck für einen unge­hin­der­ten Wie­der­auf­bau der von der Flut 2021 zer­stör­ten Gebie­te in NRW und Rhein­­land-Pfalz. Alle vier Man­dats­trä­ger ken­nen durch Besu­che und zahl­rei­che Gesprä­che mit den Betrof­fe­nen in den Flut­ge­bie­ten ihrer Wahl­krei­se und Bezir­ke die nach wie vor anhal­ten­den Pro­ble­me und Her­aus­for­de­run­gen beim Wie­der­auf­bau aus ers­ter Hand.

Wäh­rend von Anfang an auf poli­ti­scher Ebe­ne über­par­tei­lich Kon­sens bestand, dass den Men­schen im Ahr­tal umfang­reich, schnell und mög­lichst unbü­ro­kra­tisch gehol­fen wer­den muss — und ent­spre­chend die­ser Maß­ga­be der Fonds zur Wie­der­auf­bau­hil­fe ein­ge­rich­tet wur­de — zeigt sich heu­te ein Jahr nach der Kata­stro­phe, dass auf der Ver­wal­tungs­ebe­ne zwi­schen Bund, Län­dern und Kom­mu­nen schleu­nigst nach­ge­bes­sert wer­den muss.

Zurecht hat die Land­rä­tin Cor­ne­lia Wei­gand aus dem Ahr­tal kon­kre­te Lösungs­vor­schlä­ge zur Ver­ein­fa­chung des Bau­ge­setz­buchs an das Bau­mi­nis­te­ri­um und Minis­te­rin Gey­witz schon im August adres­siert. Hier müs­sen nun ent­spre­chen­de Anpas­sun­gen vor­ge­nom­men wer­den — dar­auf dräng­ten die vier Abge­ord­ne­ten auch jüngst in einem per­sön­li­chen Gespräch mit der Par­la­men­ta­ri­schen Staats­se­kre­tä­rin im Bau­mi­nis­te­ri­um. Zudem müs­sen nun die Antrags- und Bewil­li­gungs­fris­ten zum Wie­der­auf­bau soweit ver­län­gert wer­den, dass über­haupt ent­spre­chen­de Pla­nun­gen in den zer­stör­ten Gebie­ten gemacht und umge­setzt wer­den kön­nen — die­sen Punkt haben die vier Abge­ord­ne­ten ver­gan­ge­ne Woche im zustän­di­gen Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­um vorgebracht.

Der poli­ti­sche Wil­le ist auf allen Ebe­nen da. Wir erken­nen aber lei­der kla­re Umset­zungs­schwie­rig­kei­ten. Hier sind Bund und Län­der gefor­dert, nach­zu­bes­sern und die Land­krei­se und Kom­mu­nen nicht allein zu las­sen. Die Men­schen in den von der Flut betrof­fe­nen Gebie­ten brau­chen nach wie vor schnell Hil­fe und dür­fen nicht durch fal­sche Hür­den wei­ter belas­tet wer­den. Um dem Ver­spre­chen nach unbü­ro­kra­ti­scher Hil­fe poli­tisch Nach­druck zu ver­lei­hen, arbei­ten wir in Ber­lin über­par­tei­lich zusam­men und machen bei den ent­spre­chen­den Stel­len Druck”, so die vier Abge­ord­ne­ten einhellig.