24. August 2009

CDU-Bundestagskandidatin Mechthild Heil will gleichberechtigte Partnerschaft von Frau und Mann in Politik und Gesellschaft — „Ohne Frauen ist kein Staat zu machen“

Ohne Frau­en ist kein Staat zu machen — dies gilt für alle Berei­che von Poli­tik und Gesell­schaft“. Die­se Maxi­me möch­te die CDU-Bun­­­des­­tags­­­kan­­di­­da­­tin für den Wahl­kreis 199, Mecht­hild Heil, in ihrer poli­ti­schen Arbeit nach vor­ne stel­len. Poli­tik für Frau­en ist ein Quer­schnitts­an­satz; es gibt nahe­zu kein The­ma, das Frau­en nicht betrifft. „Daher muss über­all die Mei­nung von Frau­en gehört und mit in die Ent­schei­dungs­fin­dung ein­flie­ßen, “ ist Heil über­zeugt. „Meis­tens las­sen sich Fra­gen bes­ser beant­wor­ten und Pro­ble­me nach­hal­ti­ger lösen, wenn auch die weib­li­che Sicht der Din­ge in die Über­le­gun­gen mit ein­be­zo­gen wird.“ Chan­cen­ge­rech­tig­keit zwi­schen Frau­en und Män­nern ist nach wie vor ein aktu­el­les The­ma – auch 60 Jah­re nach Ver­ab­schie­dung des Grund­ge­set­zes mit dem Grund­satz in Arti­kel 3: „Män­ner und Frau­en sind gleich­be­rech­tigt“. Die aktu­el­len Her­aus­for­de­run­gen moder­ner Gleich­stel­lungs­po­li­tik resul­tie­ren aus den Verän¬derungen, die bei­spiels­wei­se der demo­gra­fi­sche Wan­del, die Ent­wick­lung zur Infor­­ma­­ti­ons- und Wis­sens­ge­sell­schaft und die Glo­ba­li­sie­rung nach sich zie­hen. Deren Aus­wir­kun­gen beein¬flussen das Leben von Frau­en und Män­nern unmit­tel­bar. „Wir haben die Her­aus­for­de­rung ange­nom­men, für Frau­en und Män­ner die Frei­heit zu schaf­fen, die sie benö­ti­gen, um ihr Leben nach eige­nen Vor­stel­lun­gen zu gestal­ten“, betont die Christ­de­mo­kra­tin aus Andernach.Politik habe die Auf­ga­be, die Lebens­wirk­lich­keit von Frau­en ange­mes­sen zu berück­sich­ti­gen und wirk­li­che Wahl­frei­heit in der Lebens­ge­stal­tung zu ermög­li­chen, so Mecht­hild Heil. Dazu gehört für sie vor allem, sich für die tat­säch­li­che Ver­ein­bar­keit von Erwerbs- und Fami­li­en­tä­tig­keit für Frau­en und Män­ner ein­zu­set­zen. Ohne eine Neu­aus­rich­tung der Ver­ant­wort­lich­kei­ten in Fami­lie und Beruf und ohne das Bereit­stel­len der hier­für erfor­der­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen ist Gleich­stel­lung nicht durch­setz­bar. Durch die Ein­füh­rung der sog. Väter­mo­na­te beim Eltern­geld wer­den die Fami­li­en­pha­sen nicht mehr nur von den Frau­en über­nom­men. Es ist zu hof­fen, dass die stär­ke­re Betei­li­gung von Män­nern in Zukunft zu einer Öff­nung der star­ren Rol­len­bil­der führt. Trotz aller bis­her beschlos­se­nen Maß­nah­men bestehen immer noch Pro­ble­me bei der Ver­ein­bar­keit von Beruf und Fami­lie. Vie­le Müt­ter – aber inzwi­schen auch immer mehr Väter – möch­ten zumin­dest für einen gewis­sen Zeit­raum ihre Erwerbs­tä­tig­keit unter­bre­chen oder fle­xi­ble Arbeits­zeit­mo­del­le in Anspruch neh­men. Doch gera­de Teil­zeit­ar­beit genießt in der Regel ein gerin­ge­res Anse­hen als eine Voll­zeit­tä­tig­keit. In Gehalts­ver­hand­lun­gen spielt des­halb für Frau­en häu­fig nicht die Bezah­lung eine Rol­le, son­dern sie ver­han­deln ein Paket, in dem die Ver­ein­bar­keit von Fami­lie und Beruf ein wich­ti­ger Fak­tor ist.Mechthild Heil unter­stützt nach­hal­tig die For­de­rung der CDU-Bun­­­des­­tags­­­frak­­ti­on nach glei­chem Lohn für glei­che Arbeit für Män­ner und Frau­en. Dies hat sich die Uni­on auch in ihrem Wahl­pro­gramm als eine Kern­for­de­rung zu eigen gemacht. In allen Mit­glied­staa­ten der Euro­päi­schen Uni­on ver­die­nen Frau­en weni­ger als Män­ner — der geschlech­ter­be­zo­ge­ne Ein­kom­mens­un­ter­schied beträgt im Durch­schnitt 17,4 Pro­zent. Deutsch­land liegt mit einer Ent­gelt­lü­cke von 23 Pro­zent im euro­päi­schen Ver­gleich auf einem der hin­te­ren Plät­ze. Dabei gibt es ein deut­li­ches Gefäl­le zwi­schen West- (24%) und Ost-Deut­sch­­land (6%). Die Ver­dienst­ab­stän­de fal­len in ein­zel­nen Wirt­schafts­be­rei­chen unter­schied­lich hoch aus, und sie wer­den mit höhe­rer Aus­bil­dung und mit zuneh­men­dem Alter der Frau­en grö­ßer. Es gibt fer­ner einen deut­li­chen Unter­schied im Lohn­ab­stand zwi­schen länd­li­chen Gebie­ten (33%) und Groß­städ­ten (12%). Jün­ge­re Frau­en holen aber auf­grund ihrer bes­se­ren Qua­li­fi­ka­ti­on auf – auch hat sich die gesell­schaft­li­che Rea­li­tät gewan­delt: Frau­en sind und wol­len häu­fig nicht mehr nur „Hin­zu­ver­die­ner“ sein, son­dern den Lebens­un­ter­halt für sich und ihre Fami­lie gleich­wer­tig mit­be­strei­ten, so Mecht­hild Heil.Junge Frau­en kon­zen­trie­ren sich bei ihrer Aus­­­bil­­dungs- und Berufs­wahl immer noch auf Beru­fe, die zum Teil weni­ger Kar­­rie­­re- und Auf­stiegs­mög­lich­kei­ten bie­ten. So begin­nen über die Hälf­te der jun­gen Frau­en eine Aus­bil­dung in einem von nur zehn Beru­fen, dar­un­ter zum Bei­spiel Büro­kauf­frau, Kauf­frau im Ein­zel­han­del, Arzt­hel­fe­rin und Fri­seu­rin – alle­samt Beru­fe mit gerin­gen Kar­rie­re­chan­cen. „Es ist daher wich­tig, Mäd­chen das brei­te Spek­trum an Beru­fen — ins­be­son­de­re tech­ni­sche Beru­fe — schmack­haft zu machen,“ bekräf­tigt Mecht­hild Heil, die als selb­stän­di­ge Archi­tek­tin selbst erfolg­reich in einem tech­nisch ori­en­tier­ten Beruf tätig ist. Dabei soll aber nie­mand in bestimm­te Beru­fe gedrängt wer­den, son­dern Inter­es­se an ver­schie­de­nen Beru­fen sowie das Selbst­ver­trau­en geweckt wer­den, die­se zu erlernen.