19. März 2010

Eröffnungsfeier in Kanada — Mechthild Heil bei den Paralympics in Vancouver und Whistler

Für die CDU-Bun­­­des­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­te Mecht­hild Heil war die Eröff­nungs­fei­er der nun erfolg­reich abge­schlos­se­nen Paralym­pics in Van­cou­ver, Kana­da, ein High­light auf ihrer ers­ten Dele­ga­ti­ons­rei­se als Mit­glied des Deut­schen Bun­des­ta­ges. „Die Eröff­nungs­fei­er war toll, die Stim­mung ein­fach groß­ar­tig. Die Kana­di­er haben für eine fröh­li­che und fei­er­li­che Ver­an­stal­tung gesorgt, in deren Mit­tel­punkt Men­schen mit Behin­de­rung stan­den. Eini­ge Sport­ler wur­den in Film­bei­trä­gen vor­ge­stellt und die Schau reich­te von Roll­stuh­l­akro­ba­tik bis zur Kunst behin­der­ter Musi­ker. Es war sehr bewegend.“Die not­wen­di­ge und rich­ti­ge Auf­merk­sam­keit, die der Deut­sche Bun­des­tag durch die Ent­sen­dung einer sol­chen Dele­ga­ti­on den Paralym­pics ent­ge­gen bringt, und die damit auch aus­ge­drück­te Ach­tung vor den Leis­tun­gen der Sport­ler fand bei den Orga­ni­sa­to­ren wie Ath­le­ten gro­ße Zustimmung.Heil gehört dem Sport­aus­schuss an und ver­schaff­te sich mit Fach­kol­le­gen aller Frak­tio­nen vom 11. bis 15. März in vie­len Hin­ter­grund­ge­sprä­chen einen Ein­druck von den oft genug schwie­ri­gen Bedin­gun­gen, unter denen Sport­ler mit Behin­de­rung sich ihre außer­or­dent­li­chen Leis­tun­gen antrai­nie­ren. Zum Bei­spiel erzähl­te man ihr von die­ser Ath­le­tin, die sich zu Hau­se auf ihr Abitur vor­be­rei­tet und des­halb wich­ti­ge Trai­nings­ein­hei­ten aus­fal­len las­sen muss­te. Sie hat­te ein­fach nicht die Zeit, sich bei­dem zu wid­men. „Es feh­len Sport­schu­len und Inter­na­te. Die Ver­ei­ne und Trai­nings­stät­ten sind oft weit vom Hei­mat­ort ent­fernt und dadurch nur umständ­lich zu errei­chen. Hier gibt es viel zu tun“, so Heil.Auch bei der Ver­ein­bar­keit von Sport und Beruf haben Men­schen mit Behin­de­rung sehr viel schlech­te­re Chan­cen, weiß Mecht­hild Heil aus ihrer Arbeit im Aus­schuss Arbeit und Sozia­les. Spit­zen­sport­ler fin­den oft einen Arbeits­platz bei Poli­zei oder Bun­de­wehr. Die­ser Weg ist den Spor­teln mit Behin­de­rung noch ver­wehrt. „Dar­an wer­den wir arbei­ten“, so Mecht­hild Heil. Sie begrüßt daher die Initia­ti­ve des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums des Inne­ren noch mehr Arbeits­plät­ze für Men­schen mit Behin­de­rung einzurichten.Damit spricht Heil aus, was auch der deut­sche Behin­der­ten­sport­ver­band seit lan­gem for­dert: Die Gleich­be­rech­ti­gung von behin­der­ten und nicht behin­der­ten Ath­le­ten. „Ein Ungleich­ge­wicht, das kei­ne Berech­ti­gung hat.“ erklärt Heil. Es ist ein ers­ter klei­ner Schritt, dass die Mode­fir­ma, die schon seit lan­gem deut­sche Olym­pia­teil­neh­mer ein­klei­det zum ers­ten Mal auch die Klei­dung für die Paralym­pio­ni­ken stellte.