Die Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Verbraucherschutz, Mechthild Heil MdB, erklärt bei einem Besuch des Geflügelhofes Andres in ihrem Wahlkreis in Mendig zu den aktuellen Funden von Dioxin in Futter- und Lebensmitteln -

Die Lebens­mit­tel­sicher­heit in Deutsch­land ist gewährleis­tet. Die Ver­braucherin­nen und Ver­brauch­er kön­nen sich­er sein, dass in heute verkauften Eiern die Diox­in-Gren­zw­erte unter­schrit­ten werden.Vor allem regionale Pro­duk­te mit bekan­nten und erfahre­nen Erzeuger­be­trieben ver­di­enen unverän­dert das volle Ver­trauen der Kon­sumenten. So ist etwa die „Regional­marke Eifel“ Garant dafür, dass nur hochw­er­tiges Fut­ter, was in kon­trol­lierten Fut­ter­mühlen aus beson­ders für Geflügel geeigneten Getrei­deart­en hergestellt wird, Ver­wen­dung find­et. Hier gibt es auch aus­führliche Kon­trollen durch ein neu­trales Prüfinstitut.Die deutsche Land- und Ernährungswirtschaft genießt zu Recht inter­na­tion­al einen her­vor­ra­gen­den Ruf auf­grund der hohen Qual­ität und Sicher­heit der hier hergestell­ten Pro­duk­te. Wir müssen uns in Deutsch­land auch bewusst sein, dass nicht mehr wie vor 50 Jahren in bäuer­lich­er Klein­wirtschaft viele ihre Lebens­mit­tel selb­st her­stellen kön­nen. Wir brauchen daher auch eine Lebens­mit­telin­dus­trie, wozu auch große Tier­hal­te­be­triebe gehören.Die ganz Weni­gen, die offen­bar auch aus krim­inellem Antrieb her­aus für die Diox­in­fälle ver­ant­wortlich sind, haben lei­der viele ser­iöse Fut­ter­mit­tel­pro­duzen­ten und damit auch Geflügel­höfe zu Unrecht in Ver­ruf gebracht. Ein­seit­ige Verzehrempfehlun­gen helfen dabei nie­mand weit­er. Im ver­gan­genen Jahr hat es lei­der auch in der Bio­branche Diox­in­funde in Fut­ter­mit­teln gegeben. Ob Bio oder kon­ven­tionell: in allen Pro­duk­tion­srich­tun­gen darf kein Diox­in enthal­ten sein!In Zukun­ft müssen die Ver­brauch­er daher vor Diox­in geschützt wer­den. Um das zu erre­ichen, müssen wir Maß­nah­men ergreifen, damit belastete Stoffe nicht mehr in den Prozess der Fut­ter­mit­tel­her­stel­lung einge­bracht wer­den kön­nen. Daher schla­gen wir als Unions­frak­tion vor:• Klare Tren­nung von Pro­duk­tion­slin­ien: Es muss aus­geschlossen wer­den, dass sowohl „tech­nis­che“ Pro­duk­te als auch Stoffe für die Fut­ter- und Lebens­mit­tel­her­stel­lung an einem Stan­dort pro­duziert wer­den. • Freiga­be­un­ter­suchung jed­er einzel­nen Charge: Die Her­steller von Fut­ter­fet­ten (bzw. von Stof­fen aus risikobe­hafteten Quellen) müssen die Unbe­den­klichkeit ihrer Ware vor Zugang in die Fut­ter­mit­telkette nach­weisen. • Über­prü­fung der Eigenkon­trollpläne im Rah­men von Qual­itäts­man­age­mentsys­te­men und eine effek­tive Verzah­nung mit staatlichen Kon­trollen, ins­beson­dere Ver­stärkung der Kon­trollen zu Beginn der Liefer­kette. • Inten­sivierung und bessere Koor­dinierung der Län­derkon­trollen.