Die Bundestagsabgeordneten der Region Mittelrhein drängen seit Monaten in Berlin auf ein „leises Rheintal“ — Abgeordnete unterstützen Proteste gegen Bahnlärm

Die Ini­tia­tiv­en und Proteste der Kreise und Kom­munen in der Region Mit­tel­rhein gegen die Lärm­beläs­ti­gung durch den Güter­verkehr find­en die volle Unter­stützung der rhein­land-pfälzis­chen CDU-Bun­destagsab­ge­ord­neten Mechthild Heil, Ute Gra­nold, Peter Bleser, Michael Fuchs und Erwin Rüd­del, deren Wahlkreise direkt an die viel­be­fahrene Güter­strecke am Mit­tel­rhein gren­zen. „Wir haben in den ver­gan­genen Monat­en vor Ort zahlre­iche Gespräche mit Vertretern der betrof­fe­nen Kom­munen sowie in Berlin mit Repräsen­tan­ten der Bahn AG und dem Verkehrsmin­is­teri­um geführt“, so die Abge­ord­neten. „Wir drän­gen auf eine Ver­min­derung des Bahn­lärms, der an vie­len Streck­en­ab­schnit­ten in den Wahlkreisen ent­lang des Rheins gravierende Ein­schränkun­gen der Leben­squal­ität mit sich bringt.“Rüddel, der 2010 am Inter­na­tionalen Bahn­lärm Kongress in Bop­pard per­sön­lich teil­nahm, ver­wies fern­er darauf, dass seine Bun­destagskol­legin­nen und –kol­le­gen mit ihm zusam­men in der Par­la­ments­gruppe „Schienen­verkehr“ kon­se­quent für eine Lärm­re­duzierung im Mit­tel­rhein-Tal ein­treten. Er begrüßte deshalb auch die Bün­delung der Aktiv­itäten der Bürg­erini­tia­tiv­en und die geplante Demon­stra­tion am 7. Mai in Rüdesheim. „Es ist gut, wenn jet­zt auch die Städte und Land­kreise die Arbeit der CDU-MdBs unter­stützen“, sagte Rüd­del. So erin­nerten die Abge­ord­neten an die kür­zliche Über­gabe von zwei Förderbeschei­den in Höhe von rund 7,5 Mil­lio­nen Euro für das Pilot­pro­jekt „Leis­er Rhein“ durch Bun­desverkehrsmin­is­ter Peter Ram­sauer und die damit ver­bun­dene Aus­rüs­tung von 1.250 Güter­wag­gons mit lär­m­min­dern­der Brem­stech­nik. Die MdBs dazu: „Die weit­ere Umrüs­tung von Güter­wag­gons auf soge­nan­nte „Flüster­brem­sen“ muss vor­rangig erfol­gen. Auch der Ein­bau von schwingungs­dämpfend­en Sys­te­men muss weit­er vor­angetrieben wer­den. Par­al­lel dazu gilt es, begonnene aktive und pas­sive Lärm­schutz­maß­nah­men ent­lang der Bahn­strecke weit­er fortzuführen. För­der­mit­tel beim Aus­tausch der Fen­ster und Schallschutzwände sollen der Bevölkerung helfen, mit dem beste­hen­den Bahn­lärm bess­er fer­tig zu wer­den. Noch beste­hende Lück­en gilt es zügig zu schließen“.Die Abge­ord­neten kämpfen schon lange für diese Pro­jek­te und damit für eine bessere Leben­squal­ität der Anlieger ent­lang der Bah­n­gleise. „Deshalb freuen wir uns, dass nun­mehr für das Pilot- und Inno­va­tion­spro­gramm „Leis­er Güter­verkehr“ ins­ge­samt bis zu 40 Mil­lio­nen Euro zur Ver­fü­gung ste­hen. Mit Mit­teln aus diesem Pro­gramm kön­nen im Rah­men des Pilot­pro­jek­ts „Leis­er Rhein“ bis zum Jahr 2012 bis zu 5.000 Güter­wa­gen mit lär­m­min­dern­der Brem­stech­nik aus­ges­tat­tet werden.“Aus dem Kon­junk­tur­paket II ste­hen ins­ge­samt 100 Mil­lio­nen Euro für über 40 inno­v­a­tive Maß­nah­men bere­it. Die Mit­tel dienen der Erprobung und dem Ein­satz von inno­v­a­tiv­en Tech­niken zum Lärm- und Erschüt­terungss­chutz am Fahrw­erk, zum Beispiel Schienen­stegbedämpfer, Brück­en­ab­sorber und niedrige Schallschutzwände, wobei das Mit­tel­rhein­tal mit mehreren Erprobungsab­schnit­ten Berück­sich­ti­gung findet.Überdies hat der Bun­desverkehrsmin­is­ter in Aus­sicht gestellt, dass — über die bere­its beschlosse­nen und teil­weise schon durchge­führten Maß­nah­men hin­aus, wie 100 Mil­lio­nen Euro für frei­willige Lärm­sanierung, 100 Mil­lio­nen Euro aus dem Kon­junk­tur­paket II und Umrüs­tung auf K‑Sohlen-Brem­sen — das Min­is­teri­um sein Augen­merk kün­ftig ver­stärkt auf den Rhein richt­en werde. Die Abge­ord­neten ver­wiesen in diesem Zusam­men­hang auf ihnen vor­liegende Infor­ma­tio­nen über weit­er geplante Maß­nah­men des Bun­des zur Reduzierung des Güter­verkehrslärms, die eine Hal­bierung des Schienen­verkehrslärms bis 2020 vorse­hen, und zwar ins­beson­dere durch Lärm­schutz­maß­nah­men an der Quelle.„Es muss sich endlich etwas tun im Rhein­land, wo Schienen­lärm die Leben­squal­ität der Anlieger ein­schränkt und die Men­schen vielerorts seit Jahrzehn­ten unter der Belas­tung durch die Bahn lei­den“, so die Abgeordneten.Abschließend erin­nern die MdBs daran, dass vom Bahn­lärm nicht nur Men­schen im Rhein­tal, son­dern auch in anderen Regio­nen betrof­fen sind, z.B. die direk­ten Anlieger der Sieg­tal- und Mosel­strecke, welche unter dem Druck steigen­der Güterzugzahlen und der Real­isierung der EU Trans­portko­r­ri­dore immer stärk­er belastet wer­den