Produktinformationsblätter — Heil/Holzenkamp: Besserer Anlegerschutz durch Beipackzettel

Ab dem 1. Juli erhal­ten Ver­brauch­er bei ein­er Wert­pa­pier­ber­atung durch Banken und andere Finanz­di­en­stleis­tungsin­sti­tute ein kurzes und leicht ver­ständlich­es Pro­duk­t­in­for­ma­tions­blatt. Hierzu erk­lären der Vor­sitzende der Arbeits­gruppe Ernährung, Land­wirtschaft und Ver­brauch­er­schutz, Franz-Josef Holzenkamp, und die Ver­brauch­er­schutzbeauf­tragte der CDU/C­SU-Bun­destags­frak­tion, Mechthild Heil:„Mit den Beipackzetteln für die Wert­pa­pier­ber­atung set­zt die Koali­tion ihr Ver­sprechen für mehr Ver­brauch­er­schutz und Trans­parenz im Kap­i­tal­markt um. Ziel der Ver­brauch­er­schützer der CDU/CSU ist es, dass Finanzpro­duk­te für Ver­brauch­er klar ver­ständlich und ver­gle­ich­bar sind. Der Kunde wird dadurch in die Lage ver­set­zt, durch ziel­ge­naue und wer­be­freie Infor­ma­tio­nen eine abge­wo­gene Kaufentschei­dung zu tre­f­fen und die für ihn geeignete Anlage zu find­en. Damit die Ver­brauch­er klare und über­schaubare Infor­ma­tio­nen an die Hand bekom­men, dür­fen die Beipackzettel nicht mehr als zwei DIN A4 Seit­en umfassen. Nur bei Derivat­en oder Ter­mingeschäften umfassen die Angaben drei Seit­en. Damit der Kunde auf einen Blick alles Wesentliche erfasst, müssen die Pro­duk­t­in­for­ma­tions­blät­ter:• die Art des Anlage­pro­duk­ts, • seine Funk­tion­sweise, • die damit ver­bun­de­nen Risiken, • die Aus­sicht­en für die Kap­i­tal­rück­zahlung und Erträge unter ver­schiede­nen Mark­tbe­din­gun­gen sowie • die mit der Anlage ver­bun­de­nen Kosten enthalten.Um die Qual­ität der Infor­ma­tio­nen auch in Zukun­ft zu stärken und eine Ver­gle­ich­barkeit der Pro­duk­t­in­for­ma­tions­blät­ter weit­er voranzutreiben, wer­den wir die Pflicht zur Bere­it­stel­lung eines „Beipackzet­tels“ auch auf die Pro­duk­te des Grauen Kap­i­tal­mark­tes ausweit­en. Die entsprechende Geset­zesini­tia­tive wird zurzeit vom Bun­destag beraten.Die Banken sind aufge­fordert, ihr Ver­sprechen der Ver­gle­ich­barkeit einzulösen. Wir fordern die Finanzbranche auf, diesen Weg mit Hil­fe frei­williger Vere­in­barun­gen zu beschre­it­en. Hier sind die Banken gefordert! Auch eine wis­senschaftliche Über­prü­fung der Qual­ität und Ver­ständlichkeit der Infor­ma­tions­blät­ter durch das Ver­brauch­er­schutzmin­is­teri­um wird den Anlegerschutz weit­er stärken.“