15. Sep­tem­ber 2011

Lebensmittel „Mineralwasser“ war Thema — Konstruktiver Dialog im Hause Tönissteiner mit MdB Mechthild Heil

Anläss­lich der Par­la­ments­fe­ri­en hat­te das Fami­li­en­un­ter­neh­men Pri­vat­brun­nen Tönis­stei­ner Spru­del in der ver­gan­ge­nen Woche Frau Mecht­hild Heil (MdB) zu einer Gesprächs­run­de vor Ort ein­ge­la­den. Die bei­den Geschäfts­füh­rer, Dipl.-Ing. Til­man Ker­sti­ens und Dipl.-Betriebswirt Klaus Kör­ner, nah­men die Gele­gen­heit wahr, aus­führ­lich über bren­nen­de Bran­chen-Fra­­gen zu dis­ku­tie­ren. Frau Heil, die auch Ver­brau­cher­schutz­be­auf­trag­te im Bun­des­tag ist, befass­te sich ger­ne mit den Fra­ge­stel­lun­gen zu fol­gen­den Themenkomplexen:Es ist ärger­lich, dass der Ver­brau­cher für das natür­li­che und gesun­de Lebens­mit­tel „Mine­ral­was­ser“ noch heu­te den hohen Mehr­wert­steu­er­be­trag von 19 % zu ent­rich­ten hat. Es han­delt sich nach heu­ti­ger Auf­fas­sung um ein Lebens­mit­tel, bei wel­chem schon seit lan­ger Zeit ein Mehr­wert­steu­er­satz von 7 % gefor­dert wird und auch plau­si­bel ist. Til­man Ker­sti­ens: „Es kann doch nicht län­ger ange­hen, dass man für Fla­schen, in denen im Tier­fut­ter­han­del Was­ser für Hun­de oder für Kat­zen abge­füllt ist, nur 7 % MwSt. zah­len muss („Tier­nah­rung“) und dass das für uns Men­schen so wich­ti­ge Lebens­mit­tel „natür­li­ches Mine­ral­was­ser“ noch immer mit der hohen Besteue­rung belas­tet wird. Aber es gibt ja noch zahl­rei­che wei­te­re Para­do­xien, wie Til­man Ker­sti­ens und Klaus Kör­ner der Par­la­men­ta­rie­rin in Erin­ne­rung rie­fen: Wie­so wird an einer Pom­­mes-Bude eine Cur­ry­wurst mit Bei­la­ge mit 7 % besteu­ert, wenn der Kun­de sie im Ste­hen ein­nimmt; sobald aber an der Pom­­mes-Bude eine Sitz­ge­le­gen­heit besteht, muss der Betrei­ber 19 % für die ver­ab­reich­te Mahl­zeit berech­nen. Sol­che Wider­sprüch­lich­kei­ten müs­sen abge­schafft wer­den! Es soll dem Finanz­mi­nis­ter ja nichts weg­ge­nom­men wer­den, viel­mehr soll­ten die wider­sprüch­li­chen Sub­ven­tio­nen, die gegen den nor­ma­len Men­schen­ver­stand ver­sto­ßen, auf ein nor­ma­les Niveau ange­ho­ben wer­den und die Pro­duk­te, bei denen der Mehr­wert­steu­er­satz unsin­ni­ger­wei­se bei 7 % liegt, ange­passt werden.Der ver­reg­ne­te Som­mer macht dem Unter­neh­men — wie allen ande­ren sai­so­nal auf Son­ne ange­wie­se­nen Betrie­ben — gro­ßen Kum­mer: Nach einem erfreu­li­chen Früh­­som­­mer-Ver­­lauf mit den lang anhal­ten­den war­men Tagen im April, Mai und Juni haben Juli und August als Hoch­­­sai­­son-Mona­­te auf der gan­zen Linie ent­täuscht. Das auf­ge­lau­fe­ne Plus befin­det sich nach Anga­ben der bei­den Geschäfts­füh­rer nur noch im unte­ren ein­stel­li­gen Bereich. Die Unter­neh­mens­lei­tung infor­mier­te Frau Heil auch über anste­hen­de Inves­ti­tio­nen. Beson­ders wur­de her­vor­ge­ho­ben, dass zu den The­men­kom­ple­xen „Ver­­­pa­­ckungs-Inno­­va­­ti­o­­nen“, „Ver­bes­se­rung der Logis­tik“ und „Infra­struk­tur­maß­nah­men“ in die­sem Jahr ein Inves­ti­ti­ons­vo­lu­men von fast 5 Mil­lio­nen Euro gestemmt wird. Frau Heil dank­te nach einer aus­führ­li­chen Betriebs­be­ge­hung den bei­den Geschäfts­füh­rern herz­lich für die aus­führ­li­che und umfas­sen­de Infor­ma­ti­on und ver­si­cher­te, dass sie die Anlie­gen in Ber­lin und im Wahl­kreis an geeig­ne­ter Stel­le vor­tra­gen und wei­ter ver­fol­gen werde.