11. Juni 2012

CDU-Bundestagsabgeordnete Mechthild Heil lud ein zur Informationsveranstaltung „Wirtschaftsspionage und Konkurrenzausspähung“ — Jährlicher Schaden von 20 Milliarden Euro in Deutschland

Wirt­schafts­spio­na­ge und Kon­kur­renz­aus­spä­hung“ stand jetzt im Mit­tel­punkt einer Ver­an­stal­tung, zu der die CDU Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Mecht­hild Heil in Zusam­men­ar­beit mit der Mit­­­tel­­stands- und Wirt­schafts­uni­on der CDU ein­ge­la­den hat­te. Udo Schauff, ein Exper­ten des Bun­des­am­tes für Ver­fas­sungs­schutz aus Köln beleuch­te­te die The­ma­tik sehr anschau­lich und mach­te die Rele­vanz für die deut­sche Wirt­schaft deut­lich. Beein­dru­ckend dann die ers­ten Zah­len aus Russ­land und Chi­na, die jeweils meh­re­re hun­dert­tau­sens haupt­amt­li­che Mit­ar­bei­ter in Geheim­diens­ten beschäf­ti­gen, die unter ande­rem mit dem The­ma „Wirt­schafts­spio­na­ge“ beschäf­tigt sind. Da der Scha­den durch Wirt­schafts­spio­na­ge in den ver­gan­ge­nen Jah­ren immer mehr zuge­nom­men hat und mitt­ler­wei­le auch die klei­ne­ren und mit­tel­stän­di­schen Betrie­be betrifft, fand der Infor­ma­ti­ons­abend gro­ßen Anklang. Wirt­schafts­spio­na­ge ver­ur­sacht jähr­lich in Deutsch­land einen Scha­den von 20 Mil­li­ar­den Euro und auch die hie­si­gen Unter­neh­men, sind auf­grund ihrer hohen Export­quo­te und Inno­va­ti­ons­kraft gefähr­det. Unter dem Mot­to „Geheim im Dienst der Wirt­schaft“ erklär­te der Refe­rent Udo Schauff auf anschau­li­che Wei­se, den geziel­ten Know-How-Raub durch Spio­na­ge, um einen Tech­­no­­lo­­gie- und Zeit­vor­sprung zu erzie­len. Im Mit­tel­punkt stan­den die Fra­gen: Wo lie­gen Gefah­ren­quel­len? Wie kann ich mei­ne Mit­ar­bei­ter sen­si­bi­li­sie­ren? Schauff warn­te die Mit­tel­ständ­ler vor Innen­tä­ter in den eig­nen Rei­hen, Wirt­schafts­de­le­ga­tio­nen und elek­tro­ni­schen Angrif­fen. Wirt­schafts­spio­na­ge fin­det mitt­ler­wei­le viel­fäl­tig statt, wie Udo Schauff an ein­zel­nen Bei­spie­len ver­an­schau­lich­te. Er riet den Unter­neh­mern zu einem geziel­ten Know-How-Schutz durch Quan­ti­fi­zie­ren und Qua­li­fi­zie­ren und zu Prä­ven­ti­on durch Infor­ma­ti­on, denn der Stand­ort Deutsch­land ent­wi­ckelt sei­ne Wirt­schafts­kraft auf­grund von Köp­fen und Ideen, nicht von Res­sour­cen. Gute Arbeits­be­din­gun­gen und Zufrie­den­heit am Arbeits­platz sind wich­ti­ge, vor­beu­gen­de Aspek­te, denn 80 Pro­zent der Spio­na­ge kommt von den eige­nen Mit­ar­bei­tern. Des Wei­te­ren soll­te sich jeder Unter­neh­mer fra­gen, wo die 2 bis 5 Pro­zent Kern­wis­sen sei­nes Unter­neh­mens sind. Die­sen Kern gel­te es dann mit allen Mit­teln zu schüt­zen. Zudem wies Udo Schauff dar­auf hin, dass sich jeder an das Bun­des­amt für Ver­fas­sungs­schutz wen­den kann. Dies kos­te nichts und sei abso­lut ver­trau­lich. Es ist heut­zu­ta­ge unab­wend­bar, das Risi­ko­ma­nage­ment in Unter­neh­men auf Spio­na­ge­ge­fahr aus­zu­wei­ten. Zum Abschluss ent­wi­ckel­te sich eine rege Dis­kus­si­on der Ver­samm­lungs­teil­neh­mer. „Wirt­schafts­spio­na­ge und Kon­kur­renz­aus­spä­hung sind eine wich­ti­ges The­ma ist, dem mehr Auf­merk­sam­keit geschenkt wer­den muss und bei dem jede Infor­ma­ti­on wert­voll ist,“ fass­te Mecht­hild Heil einen infor­ma­ti­ven Vor­trags­abend zusammen.