10. August 2012

Sportausschussmitglied Mechthild Heil MdB (CDU) sieht Notwendigkeit für regelmäßigen Sportunterricht – Sportfördermittel des Landes werden gestrichen — Sportstundenausfall „setzt an“ — Kinder werden immer dicker

Im letz­ten Schul­jahr gab es in Rhein­land Pfalz mas­si­ven Stun­den­aus­fall im Sport. Die CDU-Bun­­­des­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­te Mecht­hild Heil, Mit­glied im Sport­aus­schuss des Deut­schen Bun­des­ta­ges, hält die­se Ent­wick­lung für sehr bedenk­lich und for­dert ener­gi­sches Gegen­steu­ern. Es sei gera­de in heu­ti­gen Zei­ten wich­tig, dass Kin­der regel­mä­ßig Sport trei­ben, um ver­stärk­ten Gesund­heits­ge­fah­ren und Ernäh­rungs­feh­lern ent­ge­gen­zu­wir­ken. Eine Stu­die zei­ge, so Heil, dass Fett­lei­big­keit bei Kin­dern immer mehr zum Pro­blem in Deutsch­land wird. 11,4 Pro­zent der deut­schen Kin­der sind über­ge­wich­tig, 7,2 Pro­zent fett­lei­big. Ins­be­son­de­re im Alter zwi­schen 6 und 8 Jah­ren neh­men Kin­der über­durch­schnitt­lich viel zu, also gera­de in der Zeit, wo sie anfan­gen die Schu­le zu besu­chen. Mitt­ler­wei­le sind 20 Pro­zent der 8‑jährigen über­ge­wich­tig. Dies bringt auch gesund­heit­li­che Pro­ble­me mit sich: beson­ders Dia­be­tes und Blut­druck­pro­ble­me und Stoff­wech­sel­krank­hei­ten kön­nen die Fol­ge von Adi­po­si­tas in jun­gen Jah­ren sein.Im Zuge des natio­na­len Akti­ons­plans „IN FORM- Deutsch­lands Initia­ti­ve für gesun­de Ernäh­rung und mehr Bewe­gung“, soll­ten die Schu­len nach Auf­fas­sung von Mecht­hild Heil auch im Land Rhein­land Pfalz in der Pflicht sein, über gesun­de Ernäh­rung auf­zu­klä­ren und beson­ders den Sport­un­ter­richt zu för­dern anstatt wei­ter aus­fal­len zu las­sen. Durch strei­chen der Sport­stun­den im Bil­dungs­etat zu spa­ren, ist des­halb kei­ne Lösung. Schü­ler brau­chen sowohl quan­ti­ta­tiv als auch qua­li­ta­tiv ange­mes­se­nen Sport­un­ter­richt. Zudem muss Schul­ver­pfle­gung bestimm­ten Qua­li­täts­stan­dards unter­lie­gen. IN FORM setzt beson­ders auf die Auf­klä­rung von jun­gen Leu­ten, damit sie den gesun­den Lebens­stil in ihren All­tag über­neh­men kön­nen. Wenn Sport­un­ter­richt von der Prio­ri­tä­ten­lis­te gestri­chen wird, dann haben wir am Ende vie­le schlaue dicke Kin­der, die gesund­heit­lich gefähr­det sind. Die CDU-Bun­­­des­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­te Mecht­hild Heil weist in die­sem Zusam­men­hang auch dar­auf hin, dass das Land Rhein­­land-Pfalz auch die Mit­tel für die För­de­rung des kom­mu­na­len Sport­stät­ten­baus gna­den­los zusam­men­ge­stri­chen habe, wovon meh­re­re Vor­ha­ben in Ihrem Wahl­kreis betrof­fen sei­en. „Das ist die fal­sche Prio­ri­tä­ten­set­zung. In Rhein­alnd-Pfalz muss mehr für den Sport getan wer­den,“ so die CDU-Poli­­ti­­ke­­rin abschließend.