1. März 2013

Heidelberger Studie bestätigt umfassend Spät- und Folgeschäden von Contergangeschädigten — Mechthild Heil MdB (CDU) begrüßt die Aufstockung der staatlichen Leistungen für Contergangeschädigte

Der Bun­des­tags­aus­schuss für Fami­lie, Senio­ren, Frau­en und Jugend hat jetzt beschlos­sen, die staat­li­chen Leis­tun­gen für Con­ter­gan Geschä­dig­te um 120 Mil­lio­nen Euro auf­zu­sto­cken. Grund hier­für war eine kürz­lich erschie­ne­ne Lang­zeit­stu­die der Uni­ver­si­tät Hei­del­berg, die die erheb­li­che Beein­träch­ti­gung durch Spät- und Fol­ge­schä­den bei Con­­ter­­gan-Geschä­­di­g­­ten bestä­tig­te. Die CDU-Bun­­­des­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­te Mecht­hild Heil begrüßt die­sen Schritt aus­drück­lich, da sich auch aus ihrem Wahl­kreis Betrof­fe­nen direkt an sie mit der Bit­te um Unter­stüt­zung gewandt hat­ten. Mecht­hild Heil freut sich über die zuge­sag­te Unter­stüt­zung: „Durch ein­ge­schränk­te Bewe­gungs­mus­ter wie feh­len­de Gelen­ke oder Glied­ma­ßen haben sich Con­­ter­­gan-Opfer ande­re Bewe­gungs­mus­ter aneig­nen müs­sen. Sie haben gelernt, mit schwe­ren Beein­träch­ti­gun­gen weit­ge­hend selbst­stän­dig zu leben. Dies ist für den Kör­per eine hohe Belas­tung und hat in jun­gen Jah­ren bereits zu Ver­schleiß­erschei­nun­gen geführt. Con­ter­gan ‑Geschä­dig­te müs­sen oft schlim­me, chro­ni­sche Schmer­zen und Bewe­gungs­ein­schrän­kun­gen ertra­gen. Ohne die nöti­gen Zuschüs­se müss­ten sie vie­le Ein­schrän­kun­gen ihrer Lebens­qua­li­tät hin­neh­men. Durch das Geld soll es Betrof­fe­nen künf­tig wei­ter­hin ermög­licht wer­den, ein selbst­stän­di­ges Leben zu füh­ren.“ Die Pro­fes­so­ren und Ärz­te haben bei den Betrof­fe­nen schwe­re Arthro­sen, Ver­schleiß­erschei­nun­gen, Mus­­kel- und Seh­nen­schwä­chen sowie Schmer­zen als Fol­ge­er­schei­nung durch die Con­ter­gan­schä­di­gung dia­gnos­ti­ziert. Die Anhö­rung bestä­tig­te außer­dem gro­ße Defi­zi­te bei Hil­fe­stel­lun­gen im medi­zi­ni­schen, pfle­ge­ri­schen und phy­sio­lo­gi­schen Bereich. So bezah­len Kran­ken­kas­sen zum Bei­spiel kei­ne Behand­lun­gen, die durch die beson­de­ren Umstän­de anfal­len. 870 Per­so­nen wur­den schrift­lich befragt, fast 300 Betrof­fe­ne haben per Inter­view über ihre Situa­ti­on berich­tet. Knapp 150 Betrof­fe­ne wohn­ten der öffent­li­chen Anhö­rung in Ber­lin bei.