4. Dezem­ber 2014

Mechthild Heil MdB (CDU) unterstützt weiter den deutsch-griechischen Expertendialog über ‘Weinbau und Tourismus ’ — Erfolgsrezepte des Ahrtals für Weinregion Naoussa in Mazedonien übernehmen

Eine sechs­köp­fi­ge Exper­ten­de­le­ga­ti­on aus dem Ahr­tal konn­te jetzt die CDU-Bun­­­des­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­te Mecht­hild Heil in die nord­grie­chi­sche Wein­re­gi­on Naous­sa, etwa eine Auto­stun­de nörd­lich von Thes­sa­lo­ni­ki, ent­sen­den. Im Rah­men eines seit eini­gen Jah­ren bestehen­den Know-how-Tran­s­­fers mit Grie­chen­land bemüht sich die Par­la­men­ta­rie­rin um sinn­vol­le Hil­fe­stel­lun­gen für die süd­li­chen Nach­barn in Euro­pa. Schwer­punkt der Akti­vi­tä­ten ist dabei seit jeher der Bereich ”Wein­bau und Tou­ris­mus”. Micha­el Schnei­der, der Lei­ter des Wahl­kreis­bü­ros von Heil und Ers­ter Bei­geord­ne­ter der Gemein­de Graf­schaft, über­nahm dabei die Lei­tung der deut­schen Grup­pe. Wei­ter mit dabei war Ingrid Näkel-Sur­­ges, Kom­mu­nal­po­li­ti­ke­rin aus Dernau, die ins­be­son­de­re über die ver­schie­de­nen Orga­ni­sa­ti­ons­for­men der Tou­ris­mus in Orts­ge­mein­de, Ver­bands­ge­mein­de und Kreis berich­te­te. Dr. Gabrie­le Wolff, Archäo­lo­gin aus Kem­pe­nich, ver­an­stal­tet seit vie­len Jah­ren kul­tur­his­to­ri­sche Rei­sen nach Maze­do­ni­en in Nord­grie­chen­land und ist aus­ge­wie­se­ne Exper­tin für die not­wen­di­ge Infra­struk­tu­ren im Bereich des Qua­li­täts­tou­ris­mus. Für den Bereich der Win­zer war die Dele­ga­ti­on hoch­ka­rä­tig besetzt durch Julia Bert­ram aus Dernau, Jung­win­ze­rin und Deut­sche Wein­kö­ni­gin 2012/13, Paul Schä­fer, Juni­or­chef des Wein­gu­tes ”Burg­gar­ten” aus Hep­pin­gen sowie Astrid Rickert, Kel­ler­meis­te­rin der Win­zer­ge­nos­sen­schaft Mayschoß.Im Mit­tel­punkt des von der Bun­des­re­gie­rung und der beauf­trag­ten Deutsch-Grie­chi­­schen Ver­samm­lung in Thes­sa­lo­ni­ki finan­zier­ten und orga­ni­sier­ten Besu­ches stand ein ein­tä­gi­ger Work­shop in Naous­sa, in dem die deut­schen Exper­ten die posi­ti­ve Ent­wick­lung des Ahr­tals der letz­ten Jahr­zehn­te zur einer tou­ris­tisch gepräg­ten Qua­li­täts­wein­re­gi­on dar­stell­ten und dabei ver­schie­de­ne Aspek­te beleuch­te­ten. Die Impuls­vor­trä­ge über über­re­gio­na­le desti­na­ti­ons­ori­en­tier­te Ver­mark­tung von Ange­bo­ten, eine Band­brei­te an jah­res­zeit­lich ver­schie­de­nen Ver­an­stal­tun­gen zur Gäs­te­bin­dung oder die gemein­sa­men Bemü­hun­gen von Win­zern und Genos­sen­schaf­ten um eine ste­ti­ge Ver­bes­se­rung des Qua­li­täts­ni­veaus des Ahr­weins fan­den bei den grie­chi­schen Part­nern reges Inter­es­se. Wein­kö­ni­gin­nen als Bot­schaf­te­rin des Weins sind in Grie­chen­land unbe­kannt und Julia Bert­ram berich­te­te über ihre dies­be­züg­li­chen Erfah­run­gen im Bereich des Wein­mar­ke­tings. Auch ein Besuch im Rat­haus beim neu­en Bür­ger­meis­ter, Nikos Kout­sogi­an­nis, stand auf dem Pro­gramm und man erfuhr von ihm vom regen Inter­es­se an kom­mu­na­ler Zusammenarbeit.Neben dem Work­shop stan­den für die deut­schen Gäs­te der Besuch der größ­ten grie­chi­schen Wein­mes­se in Thes­sa­lo­ni­ki sowie Visi­ten bei ver­schie­de­nen Win­zern der Regi­on Naous­sa auf dem Pro­gramm. Mit der dort regio­nal­ty­pi­schen Wein­sor­te ”Xino­mav­ro” bemüht man sich in der regio­na­len Wein­wirt­schaft um eine bes­se­re Plat­zie­rung die­ses Pro­duk­tes im natio­na­len und euro­päi­schen Markt. Im Ver­­­mio-Gebir­­ge mit über 2000 Metern Höhe besuch­te die deut­sche Grup­pe auch eines der größ­ten Win­ter­sport­ge­bie­te Grie­chen­lands und erkann­te hohes Ent­wick­lungs­po­ten­ti­al etwa für den Bereich ”Wan­dern und Wein” für mit­tel­eu­ro­päi­sche Qua­li­täts­tou­ris­ten. Ein kul­tur­ge­schicht­li­che Juwel in Naous­sa beein­druck­te die Gäs­te aus Deutsch­land beson­ders: in der ”Schu­le des Aris­to­te­les” unter­rich­te­te um das Jahr 340 vor Chris­tus der wohl bedeu­tends­te Phi­lo­soph der Mensch­heits­ge­schich­te Prinz Alex­an­der, der spä­ter der ”Gro­ße” genannt wur­de. Auch das präch­ti­ge Grab­mal von Alex­an­ders Vater, König Phil­lip II., in Ver­mio mit einem der größ­ten archäo­lo­gi­schen Gold­fun­de aller Zei­ten wuss­te tief zu beeindrucken.