6. Sep­tem­ber 2015

Mechthild Heil MdB (CDU) besuchte Maßnahmen des „Naturschutzgroßprojekts Obere Ahr-Hocheifel“ — „Vorbildliches Programm zur Verbesserung der Umweltqualität im Kreis Ahrweiler“

Die CDU-Bun­­­des­­ta­g­a­b­­ge­or­d­­ne­­te Mecht­hild Heil besuch­te jetzt die Ver­bands­ge­mein­de Ade­nau, um sich über Maß­nah­men im Zuge der Umset­zung des „Natur­schutz­groß­pro­jekt Obe­re Ahr-Hoch­­ei­­fel“ zu infor­mie­ren. Die Kos­ten die­ses seit 2012 lau­fen­den Pro­jek­tes wer­den zu zwei Drit­teln mit Bun­des­mit­teln im Rah­men des Natur­schutz­groß­pro­jekts geför­dert, der Land­kreis trägt 10 Pro­zent der Gesamt­kos­ten, den Rest das Land Rhein­­land-Pfalz. Ins­ge­samt sind bis 2012 Aus­ga­ben von rund 10 Mil­lio­nen Euro ver­an­schlagt. Gemein­sam mit Mit­ar­bei­tern ihres Ber­li­ner Büros wur­de die Par­la­men­ta­rie­rin vom Pro­jekt­lei­ter bei der Kreis­ver­wal­tung Ahr­wei­ler, Dr. Jochen Möl­le, emp­fan­gen. Ein bei­spiel­haf­tes Pro­jekt im Rah­men des Natur­schutz­pro­jekts „Obe­re Ahr-Hoch­­ei­­fel“ hat­te man sich für die Exkur­si­on aus­ge­sucht: das „Armuths­bach­tal“ zwi­schen Wers­ho­fen und Hüm­mel. Der Armuths­bach ent­springt süd­west­lich von Ton­dorf im Kreis Eus­kir­chen, über­quert die Lan­des­gren­ze zu Rhein­­land-Pfalz und tritt damit in das Pro­jekt­ge­biet Obe­re Ahr-Hoch­­ei­­fel ein. Dort stellt er auf­grund sei­ner Ursprüng­lich­keit eines der naturschutz¬fachlich wert­volls­ten Gewäs­ser dar, so Jochen Möl­le. In Schuld mün­det der Armuths­bach in die Ahr. Nach den ers­ten Pro­jekt­jah­ren sind schon deut­li­che Fort­schritt bei der Rena­tu­rie­rung zu erken­nen, so die Besei­ti­gung oder natur­na­he Umge­stal­tung von Bebau­un­gen im Gewäs­ser­lauf. Augen­fäl­ligs­te Maß­nah­me ist die Besei­ti­gung einer in Beton gefass­ten ehe­ma­li­ge Fisch­­zucht- und Angel­teich­an­la­ge. An die­ser Stel­le im Tal befin­det sich nun­mehr ein natur­nah ange­leg­tes ste­hen­des Gewäs­ser, das sich selbst regu­liert und ohne künst­li­che Was­ser­zu­fuhr des Baches aus­kommt. Mit fla­chen Ufer­zo­nen, Was­ser­stands­schwan­kun­gen sowie Röh­­richt- und Auwald­ele­men­ten wur­de ein beson­ders wert­vol­ler Lebens­raum für Amphi­bi­en, Was­ser­in­sek­ten und was­ser­ge­bun­de­ne Vogel­ar­ten geschaffen.Eine der größ­ten Her­aus­for­de­run­gen des Pro­jek­tes, so Jochen Möl­le, sei der erfor­der­li­che Grund­er­werb durch den Kreis Ahr­wei­ler in den klein­par­zel­lig struk­tu­rier­ten Tälern. Allein im Jahr 2014 wur­den 272 Grün­­land- und Wald­par­zel­len im Wert von 800.000 Euro mit Pro­jekt­mit­teln erwor­ben. Gleich­wohl blei­ben hier noch wei­te­re Bemü­hun­gen erfor­der­lich, denn nur Eigen­tum oder lang­fris­ti­ge Pacht­ver­hält­nis­se sichern die Durch­füh­rung der Rena­tu­rie­rungs­maß­nah­men. Mecht­hild Heil zeigt sich beein­druckt von der Dimen­si­on des Pro­jekts und den bis­her erreich­ten Erfol­gen. „Das Geld des Bun­des ist hier her­vor­ra­gend ange­legt“, so die Par­la­men­ta­rie­rin, „denn es han­delt sich um ein vor­bild­li­ches Pro­gramm zur Ver­bes­se­rung der Umwelt­qua­li­tät im Kreis Ahrweiler.“