25. Novem­ber 2015

Negative Auswirkungen auf den Kreis Ahrweiler müssen verhindert werden“ — Mechthild Heil MdB (CDU): „Am Bonn-Berlin-Gesetz festhalten“

An den Fest­le­gun­gen des Bonn-Ber­­lin-Gese­t­­zes für eine fai­re Auf­ga­ben­tei­lung zwi­schen der Bun­des­stadt Bonn und der Bun­des­haupt­stadt Ber­lin muss fest­ge­hal­ten wer­den“, so die CDU-Bun­­­des­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­te Mecht­hild Heil zu aktu­el­len Dis­kus­sio­nen. Sie nimmt damit Stel­lung zu Äuße­run­gen der Bun­des­be­auf­trag­ten für den Ber­­lin-Umzug und den Bonn-Aus­­­gleich, Bun­des­um­welt­mi­nis­te­rin Bar­ba­ra Hend­ricks (SPD). Die­se hat­te in der Öffent­lich­keit zuletzt nach­hal­ti­ge Ände­run­gen an der bis­he­ri­gen Auf­ga­ben­tei­lung in den Raum gestellt. Mecht­hild Heil dazu: „Die dama­li­ge Ent­schei­dung für einen Umzug des Deut­schen Bun­des­ta­ges und einen Teil­um­zug der Bun­des­re­gie­rung fiel nur unter der Maß­ga­be, dass es eine fai­re Arbeits­tei­lung gibt. Poli­ti­sche Ent­schei­dun­gen von hoher Trag­wei­te müs­sen für die Men­schen ver­läss­lich sein und blei­ben, auch wenn sie schon 1991 gefal­len sind. Die Arbeits­tei­lung zwi­schen Bonn und Ber­lin hat sich seit dem Umzug von Tei­len der Regie­rung 1999 bewährt und es gibt kei­nen Grund hier­an etwas zu ändern.“Vor allem die Bedeu­tung des UN-Stan­d­orts Bonn muss nach Auf­fas­sung der Christ­de­mo­kra­tin durch den Erhalt der Minis­te­ri­en, die eine in hohem Maße inter­na­tio­na­le Auf­ga­be wahr­neh­men, wie das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Wirtschaft¬liche Zusam­men­ar­beit und Ent­wick­lung (BMZ), das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Bil­dung und For­schung (BMBF) und das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Umwelt, Natur­schutz, Bau und Reak­tor­si­cher­heit (BMUB) gesi­chert werden.Insbesondere weist die Christ­de­mo­kra­tin aber auf die Bedeu­tung die­ser Fra­ge für das nörd­li­che Rhein­­land-Pfalz und ins­be­son­de­re für den Land­kreis Ahr­wei­ler hin, der sehr stark auf die Funk­tio­nen von Bonn als Bun­destadt aus­ge­rich­tet ist. Vie­le tau­send Arbeit­neh­mer aus Rhein­­land-Pfalz sind direkt in den Regie­rungs­funk­tio­nen ange­sie­delt, zahl­rei­che ande­re hän­gen indi­rekt davon ab. Die wirt­schaft­li­che Ver­flech­tung des Nor­dens von Rhein­­land-Pfalz mit der Regi­on Bonn ist hoch und in star­ken Maße auf die Funk­tio­nen von Bonn als Teil des bun­des­deut­schen Regie­rungs­sys­tems aus­ge­rich­tet. „Es ist im Inter­es­se der Regi­on, dass dies so bleibt,“ bekräf­tigt Mecht­hild Heil. Es geht kei­nes­wegs nur um die minis­te­ri­el­len Arbeits­plät­ze: Bei wei­te­rem Umzug wären Ver­bleib und Neu­an­sied­lung vie­ler Betrie­be, Behör­den, Orga­ni­sa­tio­nen und Insti­tu­tio­nen kon­kret gefähr­det. Heil nennt hier bei­spiel­haft aus den letz­ten Tagen die Nach­richt, dass der Reser­vis­ten­ver­band den Umzug sei­ner Geschäfts­stel­le von Bonn nach Ber­lin beschlos­sen hat. Nach ihrer Sicht unver­ständ­lich, denn Bonn ist nach wie vor der ers­te und per­so­nell größ­ter Dienst­sitz des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums der Ver­tei­di­gung. In Bonn sit­zen mit dem Kom­man­do Streit­kräf­te­ba­sis und sei­nem Inspek­teur sowie dem Streit­kräf­teamt die mit Abstand wich­tigs­ten Ansprech­part­ner des Reser­vis­ten­ver­ban­des ins­be­son­de­re der Geschäfts­stel­le. Mecht­hild Heil hat gemein­sam mit ande­ren Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten der Regi­on Bonn dem Reser­vis­ten­ver­band ihr Unver­ständ­nis über die­sen Beschluss mitgeteilt.