20. Febru­ar 2016

Verbraucherschutzbeauftragte Mechthild Heil MdB (CDU) begrüßt Ankündigung: Handel will Tüten aus Kunststoff nicht mehr kostenlos abgeben

Der Han­del in Deutsch­land hat jetzt ange­kün­digt, ab April 2016 künf­tig Tüten aus Kunst­stoff nicht mehr kos­ten­los abzu­ge­ben. Auf die­se Wei­se soll der Ver­brauch von Kunst­stoff­tü­ten ver­rin­gert wer­den. Die Ver­brau­cher­schutz­be­auf­trag­te der CDU/C­­SU-Bun­­­des­­tags­­­frak­­ti­on, Mecht­hild Heil, begrüßt die­se Ankündigung.
Aus der Poli­tik wur­de der Han­del bereits im letz­ten Jahr auf­ge­for­dert, die­se Fra­ge im Rah­men einer Selbst­ver­pflich­tung zu lösen, so Heil. „Wir freu­en uns, dass die­ser Vor­schlag nun­mehr auf­ge­grif­fen wur­de und jetzt ein ers­ter Erfolg zu ver­mel­den ist.“ Obwohl Kunst­stoff­tü­ten vor allem ein inter­na­tio­na­les Umwelt­pro­blem dar­stel­len. „Der EU-Durch­­­schnitt liegt bei 198 Tüten, jeder Deut­sche ver­braucht bis­lang hin­ge­gen nur 70 Tüten pro Jahr. Dazu kommt, dass der weit über­wie­gen­de Teil der Plas­tik­tü­ten hier­zu­lan­de über funk­tio­nie­ren­de Recy­cling­sys­te­me umwelt­ver­träg­lich ent­sorgt wird. Aber natür­lich kön­nen auch wir in Deutsch­land noch mehr tun, um unse­ren Plas­tik­müll wei­ter zu redu­zie­ren.“, so Mecht­hild Heil.
Der Ver­brau­cher kann Kunst­stoff­tü­ten mehr­fach ver­wen­den oder direkt ganz auf den Kauf an der Super­markt­kas­se ver­zich­ten und statt­des­sen die Tra­ge­be­hält­nis­se aus Stoff oder in Form von Kör­ben selbst mit­zu­brin­gen. „Das ist nicht nur umwelt­scho­nen­der, son­dern auch bes­ser für den Geld­beu­tel“, zeigt sich die Christ­de­mo­kra­tin über­zeugt. Die vom Han­del ver­ein­bar­te Bezahl­pflicht für Kunst­stoff­tü­ten ist eine unbü­ro­kra­ti­sche und ein­fa­che Lösung für mehr Res­sour­cen­schutz und weni­ger Abfall. Wir erwar­ten, dass sich jetzt schnell alle Unter­neh­men an die­ser Initia­ti­ve beteiligen.