23. August 2016

CDU-Bundestagsabgeordnete Mechthild Heil informierte sich in Adenau über die Initiative „UNSER* NOTARZT“ – Dauerhafte Projektfinanzierung muss sichergestellt werden: Notärztliche Versorgung im ländlichen Raum sichern

Die CDU-Bun­­­des­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­te Mecht­hild Heil infor­mier­te sich jetzt im St. Josef Kran­ken­haus Ade­nau über das Pro­jekt „UNSER* NOTARZT“. Mit Dr. Mar­tin Schiff­arth und sei­nen Mit­strei­tern sprach sie über die Ziel­set­zun­gen der Initia­ti­ve und die zur­zeit noch bestehen­den Pro­ble­me. Mit am Tisch waren auch Ver­bands­bür­ger­meis­ter Gui­do Nisi­us, sein Vor­gän­ger Her­­mann-Josef Romes als Vor­sit­zen­der des DRK Orts­ver­eins Ade­nau sowie der Vor­sit­zen­de des För­der­ver­eins des Kran­ken­hau­ses, Bernd Schiff­arth. Das Schlag­wort „Wel­co­me to green hell — hea­ven can wait“ soll augen­fäl­li­ges Mar­ken­zei­chen einer gesi­cher­ten und hoch­qua­li­ta­ti­ven not­ärzt­li­chen Ver­sor­gung rund um den Nür­burg­ring sein. Dabei will man sich bewusst die Ver­ant­wor­tung für die not­fall­me­di­zi­ni­sche Ver­sor­gung Rund um die Renn­stre­cke und die Nord­schlei­fe als Mar­ken­zei­chen geben.
Das Pro­jekt „UNSER* NOTARZT“ dient als über­trag­ba­re Stra­te­gie zur regio­na­len, nach­hal­ti­gen not­ärzt­li­chen Nach­wuchs­ge­win­nung und Aus­bil­dung von Medi­zin­stu­den­ten, Ret­tungs­as­sis­ten­ten und Not­ärz­ten. Eine nach­hal­ti­ge Stei­ge­rung der not­ärzt­li­chen Ver­sor­gungs­qua­li­tät beson­ders an länd­li­chen Not­arzt­stand­or­ten soll auch durch Ein­füh­rung von inno­va­ti­ven Tech­ni­ken erreicht wer­den. So habe man in Ade­nau im Jahr 2015 ein mobi­les Ultra­schall­ge­rät ange­schafft, erläu­ter­te Dr. Mar­tin Schiff­arth, um im Not­fall vor Ort eine genaue­re Dia­gno­se stel­len zu kön­nen. Bes­se­re Hil­fe für die Pati­en­ten und ein ziel­ge­nau­er Trans­port zu spe­zia­li­sier­ten Kli­ni­ken sind dadurch möglich.
Alfred Pit­zen, kauf­män­ni­scher Lei­ter des Ade­nau­er Kran­ken­hau­ses, sprach die noch aus­ste­hen­de Kom­­plett-Finan­­zie­­rung zur Gestel­lung von Not­ärz­ten an. Etwa 500.000 Euro müs­sen im Jahr mobi­li­siert wer­den, um eine 7‑Ta­­ge-24-Stun­­­den-Vor­­hal­­tung mit fünf Not­ärz­ten lang­fris­tig sicher­zu­stel­len. Nach dem rhein­­land-pfäl­­zi­­schen Ret­tungs­dienst­ge­setz sind Trä­ger des Ret­tungs­diens­tes das Land und die Land­krei­se. Gemein­sam für den Kreis Ahr­wei­ler und den Kreis May­­en-Koblenz wird die­se Auf­ga­be in der Kreis­ver­wal­tung MYK wahrgenommen.
Mecht­hild Heil beton­te die Bedeu­tung einer gesi­cher­ten ärzt­li­chen Ver­sor­gung auch im dün­ner besie­del­ten länd­li­chen Raum. Neben Ärz­ten und Kran­ken­häu­sern gehö­re dazu auch ein funk­tio­nie­ren­der Ret­tungs­dienst, auf den die Men­schen sich im Not­fall ver­las­sen kön­nen. Sie sicher­te Ihre Unter­stüt­zung zu, damit das Ade­nau­er Modell dau­er­haft bestehen kann und sicher finan­ziert wird. Das Land Rhein­­land-Pfalz sei hier auf­ge­for­dert, die Finan­zie­rung in geeig­ne­ter Wei­se sicher­zu­stel­len. Die CDU-Abge­­or­d­­ne­­te dank­te vor Ort allen Betei­lig­ten für ihren Ein­satz in die­ser Sache.